Der Esel
Mit dem Esel mag Jesus schon seine Bekanntschaft gemacht haben. Soll er ihm doch bei der Geburt im Stall bereits ganz nahe gewesen sein.
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Mit dem Esel mag Jesus schon seine Bekanntschaft gemacht haben. Soll er ihm doch bei der Geburt im Stall bereits ganz nahe gewesen sein.
mehrfür den 18.05.2012
Wer ist nun willig, heute eine Gabe für den HERRN zu spenden?
1.Chronik 29,5
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Prinz Rolf I. setzt ökumenischen Zeichen, weit über Hersel und Üdorf hinaus. (Foto: privat)
Anmoderation: In vier Tagen ist Weiberfastnacht und dann geht er so richtig los, der Karneval. Wer immer noch denkt, die fünfte Jahreszeit wäre eine rein katholische Angelegenheit, der irrt sich allerdings gewaltig. Längst haben auch die Evangelischen an vielen Orten Einzug in das närrische Treiben gehalten. Zum Beispiel in Hersel. Das liegt mitten im Rheinland zwischen Köln und Bonn, und da ist in diesen Tagen ein Protestant sogar an der Spitze der Bewegung: Seine Majestät Prinz Rolf I.:
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Rolf I: Also Kulturschock würde ich nicht sagen, aber es waren doch einige überrascht. Und ich selbst war überrascht, dass einige freudig überrascht waren, dass ein Protestant im Grunde genommen katholischen Hersel das wagt.
Joachim Gerhardt: Prinz Rolf I. heißt mit bürgerlichem Namen Rolf Stengert und ist seit 25 Jahren ehrenamtlich in der evangelischen Kirchengemeinde dort aktiv. Als Presbyter übt er das strenge Amt des Finanzkirchmeisters aus. Aber wer hätte es gedacht. Nicht die Zahlen bestimmen seine Regentschaft - Rolf I. hat geradezu geistliche Pläne für seine Session:
Rolf I.: Als erstes kann ich da natürlich unser Sessionsmotto nennen, das natürlich einen ganz tollen Kirchenbezug hat: „Ob Katholik oder Protestant, in Hersel und Üdorf fiere we Fastelovend Hand in Hand.“ Und das ist im Dorf schon rund und Sinn und Zweck war natürlich, die Kirche insgesamt in den beiden Rheinorten ein bisschen bekannter zu machen, und insbesondere die evangelische Kirche, die hängt nämlich immer so bisschen hinten dran.
Gerhardt: Höhepunkt der Session ist natürlich wie überall der Karnevalszööch. Der ist in Hersel am Karnevalssonntag, und auch hier feiert der evangelische Prinz sein geistliches Programm:
Rolf I.: Die Höhepunkte, außer meiner bescheidenen Person ganz zum Schluss, wird natürlich sein, dass eine Fußtruppe, die so genannte „verdötschte Arche“, verkleidet als Tiere oder in Phantasie-Kostümen mitgehen. Und die werden ausschließlich Wurfmaterial aus fairem Handel natürlich werfen. Und das allerhöchste Highlight ist ein Fahrzeug, da werden die beiden Ortsgeistlichen in einem so genannten „Papamobil“ mitfahren. Und ich glaube, gerade deshalb wird besonders viel Spaß machen!
Gerhardt: Also, gelebte Ökumene, wo die Kamelle auch hinfliegt. Für alle Protestanten, die sich trotzdem noch ein bisschen schwer tun mit dem Karnevalfeiern, hat Prinz Rolf noch einen tröstlichen Tipp:
Rolf I.: Wir sind mit Sicherheit bei allen Festivitäten, immer noch die Minderheit im katholischen Rheinland. Aber man muss, denke ich, einfach Spaß an der Freud haben, man muss Menschen mögen und dann kommt man irgendwie da rein und kann wunderbar mitfeiern
Gerhardt: Fehlt eigentlich nur noch die passende Verkleidung und: der richtige Karnevalsgruß:
Rolf I.: Hersel, Üdorf Alaaf! Alle Jecken Alaaf! Und alle, die Karneval lieben Alaaf!
Beitrag Lokalradio NRW (4.12.2011): Joachim Gerhardt / Redaktion: Manfred Rütten (www.ekir.de/pep)
13.02.2012