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„Kanzelreden“

Sylvia Löhrmann auf der Kanzel der Kreuzkirche: „Kein Kind darf verloren gehen“

„Lasset die Kinder zu mir kommen“ war das Motto einer beherzten wie ausgesprochen biblischen Kanzelrede von NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann am Sonntagabend in der Kreuzkirche.

Schulministerin Sylvia Löhrmann mit biblischer Botschaft in der Kreuzkirche: Es war nicht in erster Auftritt auf einer Kirchenkanzel (Foto: Barbara Frommann) LupeSchulministerin Sylvia Löhrmann mit biblischer Botschaft in der Kreuzkirche: Es war nicht in erster Auftritt auf einer Kirchenkanzel (Foto: Barbara Frommann)

 

Deutschland ist nach Ansicht von Löhrmann „Kindersortierweltmeister“. Junge Menschen möglichst früh in der Schule in Leistungsgruppen einzuteilen sei Ergebnis einer langen Tradition und geschehe in bester Absicht. Doch das vertraute Bildungssystem stoße an seine Grenzen. Heute laute die Botschaft „Kein Kind darf verloren gehen“, sagte sie vor 150 interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern in der Stadtkirche am Kaiserplatz und warb für Inklusion und mehr gemeinsamen Unterricht für Kinder auch mit unterschiedlichen Leistungsniveaus.

Vor der Kirche hatten zuvor schon demonstrierende Eltern die Ministerin empfangen und mit Plakaten und Unterschriftensammlungen gegen die Schulreform „G8“ protestiert. So weit schienen besorgte Eltern und Schulministerin in ihren Positionen aber gar nicht auseinander. Denn Sylvia Löhrmann hatte sich selbst das Jesuswort „Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht“ (Markus-Evangelium, Kap. 10, Verse 13-16) für ihre Kanzelrede ausgesucht und machte deutlich, was ihr an Schule wirklich wichtig ist: Wirklich jedes Kind muss die Chance haben, mitzukommen und Zuversicht zu tanken.

Jesu voraussetzungslose Annahme aller Kinder könne beispielhaft sein für das deutsche Schulsystem, so Löhrmann. Um leistungsstarken wie schwachen Kindern gerecht zu werden, müsse man heute Barrieren ab- und nicht aufbauen, betonte die Ministerin für Schule und Weiterbildung. „Hoffnungslose Fälle können wir uns, wenn wir Jesus ernstnehmen, nicht leisten“, betonte Löhrmann, die auch Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken ist.

„Kinder Kraft und Hoffnung vermitteln“

Die Grünen-Politikerin und aktuelle Vorsitzende der Kultusministerkonferenz lobte einmal mehr den in NRW gefundenen Schulkompromiss zwischen den großen Parteien. Sein Erfolg sei es, die Kinder und nicht die Strukturen in den Mittelpunkt zu stellen. Im 21. Jahrhundert gehe es um bessere Förderung und vor allem um gleichberechtigte Teilhabe aller Kinder. Auch für die Kirchen reiche es nicht, die Kinder zu sich kommen zu lassen. Vielmehr müsse sie zu den Kindern gehen, auch zu den muslimischen, zu den Kindern, die in Bildungsarmut aufwachsen und zu denen, die noch nie etwas von Gott gehört haben. „Ohne missionarischen Eifer, aber mit dem Willen, ihnen Kraft und Hoffnung zu geben.“

Stefan Horz improvisierte an der Orgel zur Schumanns Kinderszenen

Pfiffig wie stimmig rahmte Kreuzkirchen-Organist Stefan Horz die Ansprache der Ministerin mit zwei einfühlsamen Orgel-Improvisationen zu Robert Schumanns Kinderszenen „Aus fernen Landen“ und „Träumerei“. In der Reihe „Kanzelreden“ lädt das Evangelische Forum Bonn gemeinsam mit der Kreuzkirchengemeinde regelmäßig Prominente aus Politik und Gesellschaft ein, in der Kreuzkirche, der traditionsreichen und größten protestantischen Kirche am Mittelrhein, ein selbstgewähltes Bibelwort auszulegen. Fortsetzung folgt.

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ger / 25.08.2014



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