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Evangelischer Kirchenkreis Bonn

Aktuell: Bonner Stimmen von der Landessynode 2016

Unter dem Motto "Weite wirkt" setzten die rheinischen Protestanten auf der Landessynode in Bad Neuenahr Zeichen des Gottvertrauens und für ihren Anspruch, die Welt gerade auch in schwierigen Zeiten mitzugestalten. Lesen Sie Stimmen der Bonner Synodalen:

Bonner auf der Landessynode: Dorothea Geffert (v.l.), Superintendent Eckart Wüster, Pfarrerin Dr. Wibke Janssen, Ulrich Hamacher und Pfarrer Wolfgang Harnisch (Foto: J. Gerhardt) LupeBonner auf der Landessynode: Dorothea Geffert (v.l.), Superintendent Eckart Wüster, Pfarrerin Dr. Wibke Janssen, Ulrich Hamacher und Pfarrer Wolfgang Harnisch (Foto: J. Gerhardt)

Vertreterinnen und Vertreter des Kirchenkreises Bonn auf der Synode Anfang Januar 2016 waren neben Superintendent Eckart Wüster (Kirchengemeinde Hersel), der auch Mitglied der Kirchenleitung ist, Dorothea Geffert (Kirchengemeinde Vorgebirge), der Geschäftsführer des Diakonischen Werks Bonn und der Region Ulrich Hamacher (Kreuzkirchengemeinde), der stellvertretende Superintendent Pfarrer Wolfgang Harnisch (Kirchengemeinde Hardtberg) sowie Pfarrerin Dr. Wibke Janssen, sie lehrt Religion an der Liebfrauenschule Bonn und war erstmalig als Synodale dabei.

 

Bemerkenswerte Rückmeldungen von den ökumenischen Partnern

Dorothea Geffert, Presbyterin der Kirchengemeinde Vorgebirge, berichtet: "Bei der Vorbereitung fand ich den Bericht der ökumenischen Visite besonders interessant, passend zum diesjährigen Thema „Weite wirkt - Reformation und die Eine Welt“. Auch wenn andere Themen bei der Berichterstattung während der Woche dominierten, war dieses doch ein Besonderes: Im vergangenen Jahr hatten Mitglieder unserer Partnerkirchen aus aller Welt die Landeskirche visitiert. Sie waren ins Rheinland gekommen, um einen kritischen Blick von außen auf unser Reden und Tun zu werfen. Nach Besuchen in verschiedenen Gemeinden und Einrichtungen loben sie im Abschlussbericht unser vielfältiges Engagement, stellen aber fest, dass selten der Grund unseres Handelns, zum Beispiel in der Diakonie oder in der Jugendarbeit, zu bemerken sei und wundern sich, dass es trotz professioneller Bürokratie viele erschöpfte Pfarrer gibt. Außerdem sei alles oft von der Sorge über die Zukunft unserer Kirche überschattet. Darauf wollte der Theologische Ausschuss in Bad Neuenahr nicht mit einem weiteren Papier antworten (Bürokratie!), sondern entschied sich stattdessen zu einer ungewöhnlichen Einbringung ins Plenum: http://www.ekir.de/www/ueber-uns/video-bekraeftigung-abschlussbericht-19741.php"

Nachdenklich, aber entschieden: Präses Manfred Rekowski vor dem Plenum der Synode in Bad Neuenahr (Foto: J. Gerhardt) LupeNachdenklich, aber entschieden: Präses Manfred Rekowski vor dem Plenum der Synode in Bad Neuenahr (Foto: J. Gerhardt)

"Es ging um Inhalte"

Ulrich Hamacher, Geschäftsführer der Diakonie Bonn und Region: "Mich hat besonders gefreut, dass die Synode dieses Jahr nicht vorrangig mit Finanzproblemen beschäftigt war, sondern inhaltlich arbeiten konnte. Zwei Beispiele dafür:
1. Unsere Kirche hat sich davon verabschiedet, homosexuell lebende Menschen zu diskriminieren: gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften werden von der Evangelischen Kirche so behandelt, wie andere Paare auch. Und 2.: Die Evangelische Kirche setzt sich weiterhin für das Existenzrecht Israels ein und betont zugleich, dass dies auch die Bereitschaft zur Anerkennung eines palästinensischen Staates erfordert. Die Diskussionen darüber waren sehr engagiert und sehr sachlich, die Beschlüsse wurden am Ende mit großen Mehrheiten gefasst. Das macht Spaß - und den gab es am Rande auch mit durchaus unterhaltsamen Beiträgen. Wir wissen jetzt, dass der Präses auch über sich selbst lachen kann."

"Weite wirkt": Die Evangelische Kirche im Rheinland stimmt sich im ökumenischen Horizont auf das Reformationsjubiläum 2017 ein (Foto: J. Gerhardt) Lupe"Weite wirkt": Die Evangelische Kirche im Rheinland stimmt sich im ökumenischen Horizont auf das Reformationsjubiläum 2017 ein (Foto: J. Gerhardt)

"Gemeinsam Herausforderungen meistern"

Hier die Eindrücke von der Landessynode 2016 von Superintendent Eckart Wüster: "Mit vielen Synodalen teile ich den Eindruck, dass es eine „andere“ Synode gewesen ist, als die der letzten Jahre. Es tat allen gut, dass die Finanzen zwar nicht unwichtig sind und wir die Haushaltskonsolidierung noch nicht endgültig hinter uns gelassen haben, aber dass viele Inhalte mit großer Ernsthaftigkeit diskutiert werden konnten. Dafür war wieder Raum da, weil im letzten Jahr an vielen Stellen intensiv daran gearbeitet wurde, die beschlossenen und notwendigen Einsparungen umzusetzen.
Ich fand die Art der (inhaltlichen) Auseinandersetzungen beeindruckend. Man konnte die Meinung anderer stehen lassen und trotzdem seine eigene deutlich zum Ausdruck bringen. Einige Wortbeiträge waren dabei sehr persönlich. Ich habe dabei empfunden, dass die eigene Überzeugung durch das erfahrene eigene Leben gewachsen ist. „Weite wirkt“ – das gilt nicht nur im Hinblick auf die weltweite Ökumene, sondern auch für der Art und Weise, wie wir mit unseren eigenen Unterschieden umgehen.
Die Erklärung „Schritte auf dem Weg zu Gerechtigkeit und Frieden in Israel und Palästina“ hat mich besonders bewegt. War es doch nicht einfach, die Solidarität mit Israel nicht aufzugeben und zugleich das Leiden des palästinensischen Volkes stärker als bisher in den Blick zu nehmen. Die Erklärung wird sicherlich auch Kritik ernten, und doch wollte die Synode zum Ausdruck bringen, dass Frieden nicht möglich sein wird, wenn die beiden Seiten sich nicht gegenseitig anerkennen. Der Vortrag von Prof. Dr. David Elcott aus New York (www.ekir.de) hat die Synodalen darin bestärkt, die Erklärung zu verabschieden. Möge der Geist Gottes zu Frieden und Gerechtigkeit anleiten.
Ich bin dankbar für diese Synode und hoffe, dass wir gemeinsam die Herausforderungen meistern können, die auf uns zukommen werden", so die Bilanz des Herseler Pfarrers und Bonner Superintendenten Eckart Wüster.

„Auch ein geistliches Fest“

Pfarrerin Dr. Wibke Janssen zieht für sich folgendes Fazit: „Auf der Landessynode (meiner ersten) hat mich die hohe Kunst der Verhandlungsführung und Meinungbildung sehr beeindruckt. Der Horizont der Themen reichte von Zeitansage (zur Flüchtlingsfrage, zum Israel-Palästina-Konflikt, zum Klimaschutz) bis zur Grundsatzdiskussion (Bibelauslegung). Das passte wirklich gut zur Überschrift der Synode „Weite wirkt“. Ich bin froh, dass gleich- und verschiedengeschlechtliche Paare jetzt gleichberechtigt getraut werden können. Die schmerzlichen Folgen der Sparbeschlüsse der letzten Jahre (zum Beispiel in der Jugendarbeit) waren spürbar. Gäste aus der Weite der Ökumene haben der Synode klare, sehr bedenkenswerte Anregungen für die Entwicklung unserer Kirche mit auf den Weg gegeben. Bei allen Diskussionen und Abstimmungen war die Synode auch ein geistliches Fest mit spannenden und berührenden Andachten.“

Die Übersicht wird laufend ergänzt.

Alle Infos, Beschlüsse und viele weitere Hintergründe zur Landessynode 2016 finden Sie aktuell hier: www.ekir.de 

 

Joachim Gerhardt / 15.1.2016



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