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Reformationstag 2016

Theologe Gotthard Fermor: „Reformation heute gegen Aktivismus und Machertum“

Eindrucksvolle Musik von Chor, Saxofon und Orgel, ein stimmungsvoller Gemeindegesang, aber auch sehr nachdenkliche Worte prägten die zentrale Bonner Reformationsfeier in der Kreuzkirche am Kaiserplatz. Hier die Predigt zum Nachlesen und weitere Infos.

Berührende Lesung der Seligpreisungen Jesu: Pfarrer Dr. Gotthard Fermor im Dialog mit Jürgen Hiekel am Saxofon (Foto: J. Gerhardt) LupeBerührende Lesung der Seligpreisungen Jesu: Pfarrer Dr. Gotthard Fermor im Dialog mit Jürgen Hiekel am Saxofon (Foto: J. Gerhardt)

Der Gastprediger, der Bonner Theologe Gotthard Fermor, warb dafür, das Anliegen der Reformation fast 500 Jahre nach Martin Luther vor allem als Gegenprogramm zu Aktivismus und Machertum zu predigen. „Lasst uns das spirituelle Potenzial der Reformation bedenken und neu entdecken“, predigte der Direktor des Pädagogisch-Theologisches Instituts der Evangelischen Kirche im Rheinland auf der Bonner Reformationsfeier am Montagabend vor mehr als 1.000 Menschen in der Kreuzkirche.

 

"Der Mond ist aufgegangen": Stimmungsvoller Gemeindegesang in der wie immer voll besetzten Kreuzkirche zum Reformationstag (Foto: J. Gerhardt) Lupe"Der Mond ist aufgegangen": Stimmungsvoller Gemeindegesang in der wie immer voll besetzten Kreuzkirche zum Reformationstag (Foto: J. Gerhardt)

Die Kehrseite der scheinbar unendlichen persönlichen Freiheit heute sei die Forderung: „Du bist der Macher Deines eigenen Lebens in einer Abfolge von Projekten, die man abarbeiten müsste, immer schneller, flexibler, getriebener.“ Diese maßlose Überforderung präge viele Menschen auch in der Kirche. Die Reformation lehre dagegen, das Leben und alles Lebenswichtige als Gnade und Geschenk Gottes zu begreifen, sagte Fermor und erinnerte an das Bibelwort „Der Herr gibt´s den Seinen im Schlaf“ (Psalm 127,2).

 

Was für eine Begrüßung: Bläser aus dem ganzen Kirchenkreis Bonn stimmten vor Beginn des Festgottesdienst unter Leitung von Ulrich Scharf (Lutherkirche) auf dem Vorplatz der Kreuzkirche reformatorische Choräle an. (Foto: J. Gerhardt) LupeWas für eine Begrüßung: Bläser aus dem ganzen Kirchenkreis Bonn stimmten vor Beginn des Festgottesdienst unter Leitung von Ulrich Scharf (Lutherkirche) auf dem Vorplatz der Kreuzkirche reformatorische Choräle an. (Foto: J. Gerhardt)

Fermor sprach sich dafür aus, Reformation zu aller erst als Haltung zu verstehen und forderte eine „Theologie der Nutzlosigkeit“ als Ermutigung, „das Loslassen zu üben“. Das gelte „vor allem da, wo wir alle Sorgen kontrollieren wollen“. In den Kirchen zum Beispiel in den aktuellen Profildebatten, die häufig von einem geradezu ängstlichen, „unevangelischen Geist“ bestimmt seien. Er wünsche sich viel mehr „Mut zu einem Evangelium des Schlafes als einem gerade heute heilsamen Aspekt protestantischer Spiritualität“, so Professor Fermor.

Superintendent Wüster beklagt zunehmende Kinder- und Familienarmut auch in Bonn

Der Bonner Superintendent Eckart Wüster verband mit dem Auftakt zum Jubiläumsjahr der Reformation die Hoffnung, „dass wir deutlich machen können, dass der Wert jedes einzelnen Menschen ein Geschenk Gottes ist und damit unverfügbar“. Die Zunahme von Kinderarmut, die eigentlich Familienarmut bedeute, gerade in einer vergleichsweise reichen Stadt wie Bonn nannte er bedrückend. Spenden allein würden nicht helfen. Strukturell müsse sich etwas ändern. Kirchen und Wohlfahrtsverbände müssten sich deutlich zu Wort melden, wenn es um die Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft gehe, erklärte Wüster, der auch Mitglied der rheinischen Kirchenleitung ist.

Zugleich lud Superintendent Eckart Wüster herzlich ein zum Reformationstag im kommenden Jahr: Am Morgen des 31. Oktober 2017 zum Gottesdienst in jeder Gemeinde und abends gemeinsam zur großen "Reformations-Gala" der Evangelischen Kirche in Bonn und Region im Telekom Dome. Ganz nach dem rheinischen Motto zum Jubiläumsjahr "Vergnügt, erlöst, befreit".

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ger/epd / 31.10.2016



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