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Kirche im Lokalradio

"Es reicht vorne und hinten nicht"

Klare Worte zum Jahresbeginn: Ulrich Hamacher, Geschäftsführer des Diakonischen Werks in Bonn und der Region, äußert sich im Gespräch mit den Lokalradios NRW zu den neuen Hartz-4-Sätzen und ihrer Bedeutung für Kinder und ärmere Familien.

Anmoderation: Rund 6 Millionen Menschen in Deutschland sind auf Hartz-4 angewiesen, und sie alle bekommen ab heute mehr Geld. Das klingt erstmal gut, aber 1. hat die Politik das nicht freiwillig gemacht, sie folgt damit einem Urteil des Bundesgerichtshofs. Und 2. fällt die Erhöhung der Hartz-4-Sätze ziemlich mager aus: Die Betroffenen haben gerade mal zwischen 3 und 7 Euro mehr im Monat. Das reicht nicht, sagen die Kirchen:

Ulrich Hamacher: Die Hartz IV-Sätze sind deutlich zu niedrig, um damit eine vernünftige Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Sie ermöglichen natürlich schon, dass Menschen was zu essen haben auch eine Wohnung. Aber wenn es um mehr geht, Kultur, um Teilhabe, um Teilnahme am Verkehr auch nur, dann reicht es hinten und vorne nicht.

Joachim Gerhardt: Ulrich Hamacher ist Geschäftsführer der Bonner Diakonie. Die neu berechneten Hartz-4-Sätze sind in seinen Augen eine Farce:

Hamacher: Man hat eine andere Berechnungsweise mit dem fast selben Ergebnis gefunden und das war der Zweck: die Kosten senken.

Gerhardt: Die Kirchen und ihre Wohlfahrtsverbände wollen dieses Spielchen nicht mitspielen:

Hamacher: Die Diakonie fordert eine Erhöhung der Hartz-IV-Sätze und insbesondere fordern wir eine Kindergrundsicherung in der Größenordnung von mindestens 500 Euro pro Monat, die sicherstellt, dass wenigstens die Kinder ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sicherstellen können.

"Diakonie ist Anwalt der Ärmeren und Armen in unserer Gesellschaft", sagt Ulrich Hamacher, Geschäfsführer des Diakonischen Werks Bonn und der Region (Foto: dw-bonn.de) "Diakonie ist Anwalt der Ärmeren und Armen in unserer Gesellschaft", sagt Ulrich Hamacher, Geschäfsführer des Diakonischen Werks Bonn und der Region (Foto: dw-bonn.de)

Gerhardt: Kinder sind der Kirche besonders wichtig. Denn hier geht es um die Zukunft der Gesellschaft, sagt Ulrich Hamacher:

Hamacher: Ich finde es dramatisch, wenn Menschen in sehr jungen Jahren der Lebensweg verbaut wird. Die Bedarfe, die sich in der Schule ergeben, im Sportunterricht, überhaupt im Vereinsleben können mit diesen Hartz-IV-Sätzen von rund 300 Euro pro Kind und Monat überhaupt nicht gedeckt werden.

Gerhardt: Die Folgen erlebt die Bonner Diakonie hautnah – zum Beispiel in ihren Stadtteilbüros und den Offenen Ganztagsschulen:

Hamacher: Es gibt einen Haufen Kinder, die nicht das Geld haben für vernünftige Kleidung und die Probleme haben, etwa am Kindergeburtstag teilzunehmen, weil sie sich das Geschenk nicht leisten können und auch selbst nicht einladen werden zu einem Kindergeburtstag, weil sie sich die Veranstaltung nicht leisten können.

Gerhardt: In Bonn versuchen Caritas und Diakonie zu helfen und die Armut zu bekämpfen – ganz praktisch, aber auch politisch:

Hamacher: Zum einen haben wir den Familienfond „Robin Good“, mit denen wir Familien in der Notlage helfen, zum Beispiel Schulranzen organisieren für Kinder, oder auch finanziell unterstützen, wo einmalig etwas nötig und hilfreich ist, und zum anderen arbeiten wir gemeinsam am Runden Tisch gegen Kinder- und Familienarmut, um Kinderarmut grundsätzlich zu bekämpfen und haben da auch Forderungen an die Kommunalpolitik, an die Politik auf Landes- und Bundesebene.

Joachim Gerhardt für Himmel und Erde.

Nachhören

Beitrag vom 1. Januar 2018, in der Sendung Himmel & Erde, dem Magazin der Kirchen immer sonntags von 8 bis 9 Uhr auf Radio NRW / Redaktion: Manfred Rütten, Hier können Sie den Beitrag anhören: http://www.himmelunderdeonline.de/hue/index.php

 

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ger / 01.01.2018



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