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Herzlich unterschrieben und ein Gruß nach Afrika: die neue Partnerschaftserklärung zwischen den Kirchenkreisen Kusini A in Tansania und Bonn (Foto: Joachim Gerhardt)

Synode des Evangelischen Kirchenkreises Bonn

Bonn und Kusini A rücken noch näher zusammen

Für einen Augenblick war die Welt miteinander verbunden. Aus vollem Herzen und mit großer Überzeugung unterzeichnete Superintendent Eckart Wüster am Freitag auf der Kreissynode die neue Partnerschaftserklärung mit Kusini A in Tansania.

Umrahmt von den Mitgliedern des Bonner Ausschusses für Ökumene und kirchlichen Entwicklungsdienst, der diese Partnerschaft seit mehr als 40 Jahren lebendig hält, und unter dem großen Applaus der versammelten Synodalen aus den zwölf Bonner Kirchengemeinden sei das ein "kleines, aber wichtiges Stück Kirchengeschichte", erklärte Superintendent Wüster im großen Saal im Haus der Evangelischen Kirche Bonn. "Wir versuchen unseren Beitrag zu leisten, dass die Welt global gesehen ein Stück gerechter und friedlicher wird und dass die Menschen auch in den ärmsten Regionen unserer Erde eine Lebensperspektive haben", hatte Superintendent Wüster schon in seinem Jahresbericht zuvor deutlich gemacht, warum diese Partnerschaft zwischen den evangelischen Kirchenkreisen Bonn und dem im äußersten Nordwesten von Tansania so wichtig ist.

Meine Unterschrift für unsere Partnerschaft: Mitglieder des Ausschusses für Ökumene und kirchliche Entwicklungsarbeit ratifizieren den neuen Partnerschaftsvertrag mit Kusini A (Foto: J. Gerhardt) LupeMeine Unterschrift für unsere Partnerschaft: Mitglieder des Ausschusses für Ökumene und kirchliche Entwicklungsarbeit ratifizieren den neuen Partnerschaftsvertrag mit Kusini A (Foto: J. Gerhardt)

Gottesdienst zum Auftakt der Synode mit vielen Impulsen aus Tansania

Im Festgottesdienst in der Schlosskirche zum Auftakt der zweitägigen Tagung des Bonner Kirchenparlaments hatte es ebenfalls schon viele Grüße und Impulse aus der Partnerschaft gegeben. Eine Delegation um Pfarrerin Stefanie Graner, Evelin Heinle-Braun, Uwe Günther, Karin Rose und weiteren Mitgliedern des Kusini A-Ausschusses waren jüngst zur Vorbereitung der neuen Erklärung in Tansania zu Besuch gewesen und berichteten sehr anschaulich und bewegend. Die nun in Bonn ratifizierte Vereinbarung bekräftigt die in vielen Bereichen seit mehr als 40 Jahren sehr lebendigen und landeskirchenweit als vorbildlich eingestuften Partnerschaft. "Wir bauen darauf, dass unsere Verbindung nach Afrika dauerhaft mit Leben gefüllt wird." Dazu zählt laut Wüster "nicht nur die Unterstützung einer Krankenstation, Hilfe für Kinder, vor allem für AIDS-Waisen, Ausbildungsstipendien und ein großangelegte Baumpflanzprojekt in allen Gemeinden in Kusini, sondern auch der gegenseitige geistliche Austausch von Christinnen und Christen in der Welt". Gerade der wechselseitige Besuch soll gepflegt und ausgebaut werden, heißt es in der neuen Erklärung. Alle zwei Jahre ist gewünscht. Superintendent Wüster freute sich: "Bonn und Tansania rücken noch enger zusammen."

Mehr Mittel für Flüchtlingsarbeit und Krankenhausseelsorge

Am Samstag ging es um die Zukunft der evangelischen Kirche in Bonn und der Region: Einstimmig stellte das Kirchenparlament jeweils 40.000 Euro pro Jahr 2018 und 2019 für die Flüchtlingsarbeit bereit. 2016 und 2017 waren mit dem Geld vor allem zwei Koordantionsstellen zur Unterstützung der vielen Ehrenamtlichen in den Kirchengemeinden eingerichtet worden. Stellen, die sich nach Einschätzung der Synode absolut bewährt haben. "Ehrenamt braucht Hauptamt", bekräftige auch Almut Schubert, Synodalbeauftragte für Flüchtlingsarbeit des Kirchenkreises Bonn. Diakoniegeschäftsführer Ulrich Hamacher skizzierte die Arbeit: Schulung und Begleitung von Ehrenamtlichen, zum Beispiel für die Durchführung von Bewerbungstrainings, für Sprachkurse und ganz alltägliche Lebenshilfe. "Es geht um Integration von Menschen in unserer Gesellschaft, das wird auch in den nächsten Jahren eine große Herausforderung für uns alle", erklärte Hamacher. "Und da ist jeder Euro, den die Synode jetzt investiert, ein guter Euro", ergänzte der Synodale Jörn Volker Spree von der Kirchengemeinde am Kottenforst mit Verweis auf seinem Beruf. Er ist Polizeibeamter im Bonner Loch.

Große Zustimmung erhielt auch ein Antrag des Kreissynodalvorstandes, im Bonner Malteser-Krankenhaus eine Stelle für die evangelische Klinikseelsorge einzurichten. Voraussetzung ist, dass sich der Träger des Krankenhauses wie in Bonn üblich mit der Hälfte der Kosten beteiligt. Entsprechende Signale hatte das katholische Haus gesendet und daher nun der Beschluss. Mit dieser Stelle könnten wir flächendeckend in allen Krankenhäusern Bonns hauptamtlich Seelsorge anbieten und das war immer unser Ziel", hatte Pfarrer Andreas Bieneck, Seelsorger an den Unikliniken, um Zustimung gebeten. Im Sommer 2018 kann es in Kooperation mit den Maltesern nun an den Start gehen.

Einen Startschuss gab die Synode auch für eine Diskussion, ob das Amt des Superintendenten oder der Superintendentin in Bonn, wenn Eckart Wüster in zwei Jahren in den Ruhestand geht, wie bisher im Nebenamt oder als eigenen volle Pfarrstelle im Hauptamt versehen wird. Die Fragen des Für und Wider sollen nun in den Gemeinden ergebnisoffen diskutiert werden. Entscheidung auf der Synode im Herbst 2018. Zustimmung gab die Synode, die Stelle des Leiters oder Leiterin des Evangelischen Forum wieder als Pfarrstelle auszuschreiben. Das wird nötig, weil Prof. Dr. Axel von Dobbeler im Frühjahr 2019 in Pension geht. Keine Frage für die Synodalen: Die Erwachsenenbildung ist ein Säule evangelischer Kirche auch in Bonn.

Wenig Diskussion benötigte die Beratung des Haushalts des Kirchenkreises für 2018, von KSV-Finanzchefin Susanne Eichhorn gewohnt präzise und sachlich eingebracht. 2018 braucht der Kirchenkreis Bonn für seine Aufgaben von Krankenhausseelsorge bis Stadtkirchenarbeit insgesamt 1.071.191,28 Euro, 16.000 Euro mehr als dieses Jahr. Die immer noch guten Kirchensteuereinnahmen lassen eine schwarze Null erwarten.

Freude über gelungene Reformationsgala im Telekom Dome

Zum Auftakt der Synode hattte Superintendent Mathias Mölleken die besten Wünsche des Nachbarkirchenkreises Bad Godesberg-Voreifel überbracht, herzlich verbunden über Kirchenkreisgrenzen, die für viele Menschen ja kaum eine Rolle spielen. "Darum tun wir auch auch Wichtiges selbstverständlich miteinander wie zuletzt die großartige Gala zum Reformationsjubiläum im Telekom Dome", sagte Mölleken und dankte "für alles gemeinsame Tun, vergnügt, erlöst, befreit". Applaus für den Gast und ein Stück weit wohl auch für den eigenen Mut, trotz Bedenken dieses Projekt zum Reformationsjubiläum zum Erfolg gebracht zu haben.

Für einen "Antisemitismus-Beauftragten" im Kanzleramt

Der letzten Gruß der Bonner Synode ging nach Berlin. Sie schloss sich einstimmig einem Initiativantrag des Synodalbeauftragten für christlich-jüdische Gespräche, dem langjährigen Berufsschulpfarrer Siegfried Virgils an: Die Kreissynode bittet die Landeskirche, sich bei der Bundesregierung für die Einrichtung eines Antisemtismus-Beauftragten im Kanzleramt einzusetzen, heißt es. Die Kirche möchte damit die Forderung des Antisemitismusberichtes des Deutschen Bundestags 2017 mit Nachdruck unterstützen. "Antisemitismus ist auf bedrückende Weise längt wieder ein Phänomen in der Breite unserer Gesellschaft. Das müssen wir wahrnahmen und etwas dagegen tun", erklärte Pfarrer Virgils. Klare Zustimmung von allen Seiten.

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Joachim Gerhardt / 18.11.2017



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