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Sie waren auf ihrer Flucht in den Wald gekommen und suchten nun durstig nach Wasser. Doch die böse Schwiegermutter hatte alle Quellen verhext, erzählen die Brüder Grimm in dem Märchen „Brüderchen und Schwesterchen“.

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Losung für den 23.01.2018

Der HERR war mit Samuel und ließ keines von allen seinen Worten zur Erde fallen. 1.Samuel 3,19

Paulus schreibt: 

Von euch aus ist erschollen das Wort des Herrn nicht allein in Makedonien und Achaia, sondern an allen Orten hat sich euer Glaube an Gott ausgebreitet, sodass es nicht nötig ist, dass wir darüber etwas sagen. 1.Thessalonicher 1,8

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Beklemmende Athmosphäre: Schulalltag 1938 in Bornheim nachgespielt (Foto Filmzene: Kulturraum Bornheim)

Evangelische Jugend

Besonders wertvoll: Ein Film Jugendlicher gegen das Vergessen

„Wenn dieser ganze Wahnsinn vorbei ist“, sagt der Junge und schreibt seiner Freundin einen letzten Brief vor der Flucht vor den Nazis 1938 in Bormheim. Jugendliche aus Sechtem und Merten haben einen Film gedreht gegen das Vergessen: Unbedingt sehenswert!

Auf Youtube ist das sechsminütige Werk zu sehen, höchst eindrucksvoll gedreht und gespielt: https://www.youtube.com/watch?v=TAHX3rrLHS0

Entstanden ist der Film der Jugendlichen im Rahmen eines einwöchigen Ferienworkshops im Kulturraum Bornheim, einem Angebot der offenen Jugendarbeit der evangelischen Kirche in Sechtem und Merten, als Beitrag für die Gedenkveranstaltung vor Ort zur Reichspogromnacht „Erinnern für heute und morgen“. Für die Vorbereitung des Drehs arbeitete der Kulturraum erstmals mit dem Stadtarchiv Bornheim zusammen, dessen Leiter Jens Löffler die Idee zum Film mit initiierte. In dessen Archiv fanden sich originale Fotos und Dokumente von jüdischen Bürgern, die nach den Krawallen in der Reichpogromnacht aus Bornheim geflohen sind. Die Zeugnisse bilden die Grundlage für die fiktive Geschichte, die im Film erzählt wird.

Auf den Spuren der eigenen Geschichte

Weiteren Input für den Kurzfilm lieferten Interviews mit Zeitzeugen, die in Bornheimer Schulen geführt und auf Video festgehalten worden waren. Die jugendlichen Schauspieler schrieben das Drehbuch, konzipierten die Fimeinstellungen (sehr professionell mit in schwarz-weißgehaltenen Retro-Sequenzen) und besorgten sich zeitgmäße Requisite teilweise von den eigenen Großeltern. Es sollte authentisch aussehen, so der Wunsch. Und das tut es. Ein kostbarer Film gegen das Vergessen und von der Sehnsucht, dass Menschen zu allen Zeiten friedlich miteinander leben wollen –  damals und heute! Ein Film mit dem Prädikat: „Besonders wertvoll“.

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Joachim Gerhardt / 07.12.2017



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