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Bild-LupeIm Gewand „ihrer“ Reformatorin: Helga Boese (v.l.) als Herzogin und Autorin Elisabeth von Calenberg, Sabine Cornelissen verkörpert Katharina von Bora, Dagmar Gruß spielt die Theologin Katharina Schütz (Foto: Judith Weichsel)

500 Jahre Reformation 2017

„Festival der Reformatorinnen" in Bonn und der Region

Reformation, das bedeutet nicht nur Martin Luther. Unter den vielen Angeboten zum Jubiläum 2017 ist dieses ein ganz besonders: „Das Festival der Reformatorinnen“. Uraufführung war in März in Bonn. Letzte Aufführung am 14. Oktober in Euskirchen.

Gleich 13 Frauen schlüpfen in die Rollen von historischen Geschlechtsgenossinnen, die die reformatorische Bewegung auf sehr unterschiedliche Weise in ihrer Ausbreitung vorangetrieben haben: als Regentin, Theologin, Pädagogin, Pfarrfrau, Liederdichterin oder Schriftstellerin. Dabei sind Katharina Schütz, eine frühe feministische Theologin, gespielt von Pfarrerin Dagmar Gruß. Sabine Cornelissen übernimmt die Rolle von Katharina von Bora, die als entflohene Nonne großes ökonomisches Geschick und die Pfarrhauskultur entwickelte. An mehreren Abenden in Bonn und Umgebung möchten sie die historischen Personen lebendig werden lassen. „Ihre Hoffnungen, Ängste und das Ringen um ihren Glauben und die Kirche werden sichtbar“, sagt Cornelissen. „Die Reformation war eine Bewegung, zu der viele einfache und einflussreiche Menschen jeden Geschlechts und unterschiedlichster Herkunft gehörten.“

Alle Schauspielerinnen kommen aus Bonn und der Region

Alle Gruppenmitglieder haben die Darbietung gemeinsam entwickelt, professionell unterstützt durch die Kölner Theaterregisseurin Heike Werntgen. Die beteiligten Frauen kommen alle aus den drei Bonner Kirchenkreisen. Seit mehr als einem Jahr haben sie sich mit „ihrer“ Reformatorin intensiv auseinandergesetzt, Quellenstudien betrieben und beim Schreiben des Textbuches historische Fakten berücksichtigt. „Für die Geschichtsbücher der Zukunft wollen wir uns mehr als einen Namen merken“, hofft Dagmar Gruß.

Beim Festival treten alle in historischen Kostümen auf, begleitet von Renaissancemusik und unterbrochen von einem mittelalterlichen Büffet.

Der Flyer zum Festival: unten auf dieser Seite auch zum Download LupeDer Flyer zum Festival: unten auf dieser Seite auch zum Download

Die Uraufführung beginnt am Samstag, 11. März 2017, von 18 bis 21 Uhr, im Haus der Evangelischen Kirche Bonn, Adenauerallee 37, Kosten: 25 Euro (Vorstellung und Teilnahme am mittelalterlichen Speisentisch); ermäßigt 12,50 Euro. Kartenvorbestellung: Sabine Cornelissen, Telefon: 0228 / 3078714; frauenbeauftragte-bgv@ekir.de

Weitere Aufführungstermine, jeweils 18 – 21 Uhr

Samstag, 24. Juni: Maria-Magdalena-Kirche, Sebastianusweg 5-7, 53913 Swisttal-Heimerzheim

Samstag, 2. September: Emmauskirche, Dollendorfer Straße 399, 53639 Königswinter - Heisterbacherrott

Samstag, 16. September: Johanneskirche Troisdorf, Viktoriastraße 1, 53840 Troisdorf

Samstag, 14. Oktober: Ev. Kirche Euskirchen, Kölner Straße 41, 53879 Euskirchen

Zudem wird das Festival der Reformatorinnen auch auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag Ende Mai in Berlin auftreten.

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EB/gar/ger / 23.02.2017



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