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Persönlich wie geistvoll: Pfarrer Joachim Gerhardt und Christoph Schreier luden ein zum Dialog von Kunst und Theologie beim Gottesdienst im Kunstmuseum. (Foto: Johanna Nolte)

Gottesdienst im Kunstmuseum Bonn:

Auf der Spur des verlorenen Paradieses

In bereits bewährtem Zusammenspiel thematisierten Pfarrer Joachim Gerhardt und der stellvertretende Museumsdirektor Dr. Christoph Schreier die Zusammenhänge von Kunst und Religion. Über 100 Gäste feierten den Gottesdienst im Bonner Kunstmuseum. 

"Gott spricht nicht nur in der Kirche" (Pfarrer Gerhardt) und die Kunst ist aufgerufen, ihr "Ghetto des rein Ästhetischen" zu verlassen (Museumsvize Schreier). Zwei Worte zum Eingang der Feier, die diesem so ungewöhnlichen Gottesdienst in den Räumen des Kunstmuseums Bonn den Weg wiesen. Ausgangspunkt aller weiteren Überlegungen bot dann das Werk "Parkverbot" der Künstlerin Nadia Kaabi-Linke, das an diesem Sonntag, 28. Januar 2018, letztmalig im Kunstmuseum Bonn zu sehen war.

Das mit Taubenabwehrdraht überzogene Kunstwerk "Parkverbot" gibt Anlass für Fragen nach Leben, Frieden, Schmerz und biblische Bezüge. (Foto: Johanna Nolte) LupeDas mit Taubenabwehrdraht überzogene Kunstwerk "Parkverbot" gibt Anlass für Fragen nach Leben, Frieden, Schmerz und biblische Bezüge. (Foto: Johanna Nolte)

Paradoxien des Lebens

Die mit Taubenabwehr überzogene Parkbank erschließt sich vielleicht nicht jedem auf den ersten Blick als Kunst - und das ist gewollt. Die heutige Kunst ist genauso wenig Wohlfühlkunst wie das Christentum eine Wellness-Religion. "Kunst und Theologie lehren uns, die Paradoxien des Lebens auszuhalten und daraus idealerweise etwas Gutes zu machen", erläutert Pfarrer Gerhardt, was die Parkbank, auf der niemand sitzen kann, als Widerspruch in sich verdeutlicht.

Das Kunstwerk führt Gerhardt und Schreier von der Frage "Wo ist mein Platz im Leben?" – Sicherlich nicht auf dieser Bank! –, über die Symbolik der Taube bis zum "Parkverbot" für Adam und Eva, der Vertreibung aus dem Paradies, dem biblischen "Park Gottes". Diese Geschichte gab neben dem Kunstwerk Inspiration für den Titel des Gottesdienstes "Paradise lost".

Das Kunstwerk habe gesellschaftspolitische Relevanz, erläutert Christoph Schreier. Und Pfarrer Gerhardt macht klar, dass eine Gesellschaft, die auf Abwehr schaltet wie diese Parkbank auf Taubenabwehr, auf Dauer auch keinen inneren Frieden finden wird, also den Frieden, den sie sich durch ihre Abwehr gerade erhofft".

Wie kann es sein, dass Schmerz im Leben alltäglich ist? - Berthold Wicke rezitiert aus dem 38. Psalm. (Foto: Johanna Nolte) LupeWie kann es sein, dass Schmerz im Leben alltäglich ist? - Berthold Wicke rezitiert aus dem 38. Psalm. (Foto: Johanna Nolte)

Einzigartiger Dialog von Kunst und Theologie

Der ebenso tiefgründige wie kurzweilige Dialog zwischen Joachim Gerhardt und Christoph Schreier wurde ergänzt durch Psalm-Rezitationen von Berthold Wicke sowie Musik von Matthias Höhn mit der  höchst ungewöhnlichen Mischung von sphärischer E-Gitarre mit anmutiger Concertina. Die Künstlerin Nadia Kaabi-Linke hatte sich übrigens mit Kind und Mann unter die Gottesdienstgemeinde gemischt, ganz unauffällig und am Ende "sehr angetan und bewegt", wie ihr Kunstwerk auch aus geistlicher Perspektve bedacht worden war. "Ich fühle mich bestens verstanden."

Dieser deutschlandweit einzigartige Gottesdienst im Dialog mit einem modernen Kunstwerk in den Räumen eines Museums ist eine Kooperation der Lutherkirchengemeinde mit dem Kunstmuseum Bonn und dem Evangelischen Forum. Fortsetzung folgt, versprachen Christoph Schreier und Pfarrer Gerhardt der interessierten Kunstgottesdienst-Gemeinde, "am besten dieses Jahr noch einmal".

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JoNo / 29.01.2018



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