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Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel können dich nicht fassen - wie sollte es dann dies Haus tun, das ich gebaut habe? 1.Könige 8,27

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Gelassenheit ist das neue Jahresthema im Bonner Kirchenpavillon. (Foto: Joachim Gerhardt)

Neue Themeninteraktion im Bonner Kirchenpavillon

Gelassenheit gewinnen

Für welche Angelegenheit hätten Sie gerne mehr Gelassenheit? Die neue Themeninteraktion „Gelassenheit gewinnen“ im Kirchenpavillon in der Bonner Innenstadt lädt dazu ein, sich über diese Frage bewusst zu werden.

Das Wort Gelassenheit löst positive Assoziationen aus: Ruhe im Alltag bewahren, unbeeindruckt über den Dingen stehen. Doch Gelassenheit ist nicht der Normalzustand, sondern wir müssen sie uns erarbeiten. „Wir alle haben Anliegen und Dinge, die uns wichtig sind“, sagt Michael Schmidt vom Kölner Studio komplementær, der wie in den letzten Jahren die Themeninteraktion zusammen mit Dorle Schmidt gestaltet hat. 

Der Mystiker und Philosoph Meister Eckhart beschreibt, wie wir Gelassenheit erlangen können: „Man muss erst lassen können, um gelassen zu sein.“ Von etwas lassen können heißt nicht nachlässig zu sein. Vielmehr meint es, ein Anliegen, das uns gerade umtreibt, für einen Moment loszulassen – Abstand gewinnen und sich neu zu fokussieren auf das, was einem wichtig ist. Das Loslassen fällt Christen in der Gewissheit, von Gott umgeben zu sein, leichter. Das Vertrauen in Gottes wohlwollende Obhut ist in den Psalm 139 eingebettet: „Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.“

Auf edelsteinförmige Karten schreiben die Besucher, wofür sie sich mehr Gelassenheit wünschen. (Foto: Joachim Gerhardt) LupeAuf edelsteinförmige Karten schreiben die Besucher, wofür sie sich mehr Gelassenheit wünschen. (Foto: Joachim Gerhardt)

Mehr Gelassenheit für wertvolle Dinge

In diesem Sinne ist auch die Themen-Interaktion, die das ganze Jahr 2018 Besuchern des Kirchenpavillons offen steht, zu verstehen. Auf den ausliegenden Karten können die Besucher für sich die Frage beantworten, für welche Angelegenheit sie sich mehr Gelassenheit wünschen. Der Wunsch wird auf dem leuchtenden Podest platziert. Als Andenken und Hinweis auf Gottes Obhut im Alltag kann der Psalm 139 von der Wunsch-Karte abgetrennt und mitgenommen werden. „Das fünfeckige Dach der Installation steht symbolisch für die schützende Hand Gottes“, erklärt Designer Michael Schmidt. „Gleichzeitig erinnert es aber auch an eine Schatztruhe und die Form der Karten an Edelsteine. Das symbolisiert: Es sind die uns wertvollsten Dinge, für die wir uns mehr Gelassenheit wünschen.“

Wie gelassen sind Sie gerade? Zeigen Sie es Ihrem Gegenüber mit den Voting-Tafeln auf den Tischen im Cafébereich. (Foto: Johanna Nolte) LupeWie gelassen sind Sie gerade? Zeigen Sie es Ihrem Gegenüber mit den Voting-Tafeln auf den Tischen im Cafébereich. (Foto: Johanna Nolte)

Wie gelassen sind Sie gerade?

„Das Motto des Kirchenpavillons lautet „Gutes für Leib und Seele“, sagt Martina Baur-Schäfer, Leiterin des Kirchenpavillon. „Wir schaffen einen Ort, an dem man Gelassenheit üben und kurz vom Alltag Abstand nehmen kann.“ Deshalb wird das Thema auch auf den Tischen im Café-Bereich aufgenommen. Kleine Voting-Tafeln laden die Besucher dazu ein, sich über ihr Gelassenheitslevel Gedanken zu machen: Sind Sie „stark ruhebedürftig“ oder „vor Coolness kaum ansprechbar“?

Martina Baur-Schäfer und Kirchenpavillon-Pfarrerin Ulrike Verwold freuen sich, wieder eine alltagsnahe, lebenstaugliche und geistreiche Themeninteraktion im Kirchenpavillon anbieten zu können. „Schauen Sie vorbei und üben Sie Gelassenheit!“

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Johanna Nolte / 17.01.2018



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