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„Himmel und Erde“: das Magazin der Kirchen, jeden Sonntag und Feiertag in ganz NRW im Lokalradio – dem meistgehörten Sender in Deutschland

Evangelische Kirche im Radio

"Unser System von Selbstbeschau, Ausbeutung und Konsum auf den Kopf gestellt"

Der 1. Juni ist der Gedenktag an Albert Schweitzer. Wie aktuell der evanglische Theologe auch heute noch ist, sagt der Kulturwissenschaftler Gunther Hirschfelder im Lokalradio. Hören Sie rein: Fronleichnam zwischen 8.00 und 9.00 auf Radio Bonn/Rhein-Sieg.

Anmoderation: Menschen, die in der ganzen Welt geachtet werden, die gibt es nicht so oft. Aber er gehört mit Sicherheit dazu: Dr. Albert Schweitzer, Jahrgang 1875. Er war evangelischer Theologe, Philosoph, Pazifist und Musikforscher. Ein Universalgenie könnte man sagen. Den meisten Eindruck hat er aber als Urwaldarzt in Afrika hinterlassen. Sein Hospital in Lambarene, das er 1913 gegründet hat, steht heute noch. Und morgen ist ihm ein weltweiter Gedenktag gewidmet:

Gunther Hirschfelder: Albert Schweitzer war ja ein Superstar seiner Zeit. Aber ganz anders als die heutigen Popstars. Er hat keine Events organisiert, er hat nicht versucht, schick auszusehen, etwas aus sich zu machen, er hat versucht, etwas für die anderen zu machen, und zwar mit Erfolg, er hat ja eigentlich dieses gesamte System von Selbstbeschau, Ausbeutung und Konsum auf den Kopf gestellt.

Joachim Gerhardt: sagt der Bonner Kulturwissenschaftler Gunther Hirschfelder. Albert Schweitzer hatte „Ehrfurcht vor dem Leben“. Dieser Grundsatz bestimmte sein Denken und Handeln. In seinem Geburtshaus im Elsass lässt sich das heute noch spüren:

Der Kulturwissenschaftler Prof. Dr. Gunther Hirschfelder in Bonn im Gespräch mit Pfarrer Joachim Gerhardt (Foto: Hirschfelder/privat) Der Kulturwissenschaftler Prof. Dr. Gunther Hirschfelder in Bonn im Gespräch mit Pfarrer Joachim Gerhardt (Foto: Hirschfelder/privat)

Hirschfelder: Wenn man das Haus von Albert Schweitzer in der Nähe von Colmar in Kaiserberg besucht, was ja heute ein Museum ist, dann kommt diese Aura rüber: das war ein bescheidener Mann, das war ein weltoffener Mann, ein Mann, der aus wissenschaftlichen Erkenntnissen die Gewissheit gezogen hat, wie man der Welt helfen kann, eine Aura der Bescheidenheit.

Gerhardt: Viele bewundern die Menschenfreundlichkeit von Albert Schweitzer. Er wird heute aber auch in esoterischen Kreisen sehr verehrt. Das allerdings passt nicht wirklich, sagt der Kulturexperte und Historiker Gunther Hirschfelder:

Hirschfelder: Schweitzer war kein Esoteriker, Schweitzer war ein bodenständiger Protestant, ein glasklarer Wissenschaftler. Er hat angepackt. Er hat ein Krankenhaus in Afrika gegründet, er hat vor Ort geholfen, er hat sich gegen Widerstände durchgesetzt. Schweitzer war Praktiker.

Gerhardt: Ein Praktiker, der Anfang der 1950-er Jahre sogar den Friedensnobelpreis bekam. Weltweit gibt es unzählige Schulen, Krankenhäuser und soziale Einrichtungen die seinen Namen tragen. Schweitzer starb 1965 im Alter von 90 Jahren in Afrika – in seiner Krankenstation in Lambaréné. Sein größtes Vermächtnis ist seine Vorbildfunktion:

Hirschfelder: Heute sagen viele Menschen, man kann eigentlich gar nichts ändern, man müsste eine Revolution haben, aber das können wir nicht, wir sind zu klein, da machen wir lieber gar nichts oder eine kleine Spende. Schweitzer hat gesagt: Der einzelne Mensch ist wichtig. Er braucht unsere Zuwendung. Und das ist die große Message.

Joachim Gerhardt für Himmel und Erde

Nachhören

Beitrag zu hören am 31. Mai 2018, in der Sendung Himmel & Erde, dem Magazin der Kirchen immer sonntags und feiertags von 8.00 bis 9.00 Uhr auf Radio NRW / Redaktion: Manfred Rütten, Hier können Sie den Beitrag anhören: http://www.himmelunderdeonline.de/hue/index.php

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30.05.2018



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