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Das aktuelle "Wort zum Sonntag" aus der Rundschau:

Scheitern und leben

Lassen Sie uns über das Scheitern sprechen. Ungern? Kann ich verstehen. Scheitern ist nicht populär. Schon gar nicht, öffentlich darüber zu reden.

Am Kreuz gestorben: Zum Leben gehört wohl leider auch das Scheitern dazu. Jesus hat das erfahren, aber auch dass Gott sagt „Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig“ (Foto gmh) Am Kreuz gestorben: Zum Leben gehört wohl leider auch das Scheitern dazu. Jesus hat das erfahren, aber auch dass Gott sagt „Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig“ (Foto gmh)

Zumindest so lange es einen selbst betrifft. Über Glück und gelingendes Leben gibt es Ratgeber en masse. Zum Scheitern nicht. Dabei gehört es zum Menschen dazu. Jeder kann da seine Geschichte erzählen. Oft sind es sogar mehrere und sie haben zu tun mit Familie, mit Kindererziehung, mit Ehe, mit Freunden und Nachbarn, mit Schule und Beruf.

Mit diesem Sonntag beginnt die Karwoche („kara“, althochdeutsch Klage, Kummer, Trauer). Die Woche läuft wie der Name schon sagt auf den Karfreitag zu. Der Tag an dem Jesus von seinen Zeitgenossen ans Kreuz genagelt wurde und jämmerlich starb. Der Tod von einem Menschen, der in die Welt gekommen war, um als Gottes Sohn Liebe und Nächstenliebe zu stiften. Die Karwoche erinnert daran, dass das Christentum erst einmal die Bewegung eines Gescheiterten ist.

Ich möchte in dieser Woche daher nicht zu schnell von Ostern und Auferstehung erzählen. Der christliche Glaube hat viel mit der Realität des Lebens zu tun und möchte mir Mut machen, mich meinen eigenen Verwundungen und Narben, die mir das Leben zugefügt hat und manchmal auch ich selbst, zu stellen.

Scheitern ist die wohl ehrlichste Erfahrung, dass kein Mensch perfekt ist. Das ist eine harte Erfahrung. Andererseits: Zu erleben, wie verletzlich ich persönlich bin, das ist erst Voraussetzung dafür, mich in andere Menschen einzufühlen. Also Voraussetzung für ein achtsames, gutes Zusammenleben.

Die Sozialen Medien überfluten mich mit glücklichen Menschen. In den Portraits auf Facebook & Co gibt es fast nur schöne Bilder. Misserfolge werden nicht gepostet.

Das Leben aber ist anders. Und wer es annehmen will, muss auch das Scheitern akzeptieren. In der Bibel heißt es von Gott, dass er sagt: „Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig“ (2. Korintherbrief 12,9). Es wird Zeit, solche Botschaften in unserer Welt zu posten. Und am glaubwürdigsten fange ich damit bei mir selbst an.
Joachim Gerhardt

Kölnische/Bonner Rundschau Kölnische/Bonner Rundschau

Joachim Gerhardt, Pfarrer an der Bonner Lutherkirche und Pressesprecher des Kirchenkreises Bonn, schreibt alle drei Wochen das "Wort zum Sonntag" in der Gesamtausgabe der Kölnischen/Bonner Rundschau, auf Seite 4 in der der großen Tageszeitung in der Köln-/Bonner Region. Hier erfahren Sie mehr: www.rundschau-online.de

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08. April 2016



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