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Wort zum Sonntag

Gegen den Mainstream

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Losung für den 17.12.2018

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Jesus spricht: 

Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke! Johannes 7,37

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Das aktuelle "Wort zum Sonntag" aus der Rundschau:

Zeichen der Hoffnung

Draußen war es kalt, das Frühjahr gerade angebrochen und der Winter noch in den Knochen. Und auch politisch waren es kalte Zeiten.

„Bleibe uns ein Fingerzeig, wie das Leben siegt“: Blühende Mandelbaumzweige, aufgenommen jüngst in Israel (Foto: © Reinhard Sentis) Lupe„Bleibe uns ein Fingerzeig, wie das Leben siegt“: Blühende Mandelbaumzweige, aufgenommen jüngst in Israel (Foto: © Reinhard Sentis)

Täglich verschärfte sich der Konflikt zwischen Juden und Palästinensern mit den Engländern, die das Land verwalteten. Und aus dem fernen Europa kamen immer neue Meldungen über die grausame Verfolgung der Juden durch die Nazis.

Es was das Jahr 1942 in Israel. Schalom Ben-Chorin, begnadeter Schriftsteller und Religionsphilosoph, hatte schon vor sieben Jahren aus Deutschland emigrieren müssen. Nun trat er auf den Balkon seines Arbeitszimmers und sein Blick fiel auf einen Mandelbaum, der bereits weiß-rosa Blütenblätter zeigte, wo alle Bäume ringsumher noch winterlich kahl waren.

„Freunde, dass der Mandelzweig wieder blüht und treibt / Ist das nicht ein Fingerzeig, dass die Liebe bleibt.“ Der Baum inspirierte ihn zu dieser zärtlichen Poesie, trotzig gegen alle Erfahrung der Welt: „Dass das Leben weiterging, soviel Blut auch schreit / Achtet dieses nicht gering, in der trübsten Zeit.“

Ben-Chorin dachte an den biblischen Propheten Jeremia, für den der Mandelzweig  Zeichen der Zuversicht und für Gottes ungebrochene Liebe zu den Menschen ist: „Freunde, dass der Mandelzweig sich in Blüten wiegt / Bleibe uns ein Fingerzeig, wie das Leben siegt.“

Heute stehen diese Verse als Lied im evangelischen Gesangbuch. Auch als Erinnerung, wie wichtig Menschen sind, die durch alles Elend hindurch auf Hoffnung setzen und auf Leben, wo andere ohnmächtig sind, ängstlich oder nur nach Rache und Vergeltung rufen.

1968 erhielt Ben-Chorin die Buber-Rosenzweig-Medaille, die Personen und Projekte auszeichnet, die sich besonders für das Miteinander von Juden und Christen verdient gemacht haben. Die Medaille wird jedes Jahr als Höhepunkt der „Woche der Brüderlichkeit“ verliehen. Morgen beginnt diese Woche wieder und das Motto lautet „Angst überwinden – Brücken bauen“. Vier schlichte Worte, die so etwas sind wie die Lebensmelodie von Ben-Chorin – unverändert aktuell.
Joachim Gerhardt

Kölnische/Bonner Rundschau Kölnische/Bonner Rundschau

Joachim Gerhardt, Pfarrer an der Bonner Lutherkirche und Pressesprecher des Kirchenkreises Bonn, schreibt alle drei Wochen das "Wort zum Sonntag" in der Gesamtausgabe der Kölnischen/Bonner Rundschau, auf Seite 4 in der der großen Tageszeitung in der Köln-/Bonner Region. Hier erfahren Sie mehr: www.rundschau-online.de

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10.03.2018



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