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Experiment gelungen

25 Jahre Oikocredit Westdeutscher Förderkreis

„Ob ich das Geld wohl jemals wiedersehe?“ werden sich manche gefragt haben, als im April 1979 in Düsseldorf der Rheinische EDCS-Förderkreis gegründet wurde. Aber wichtiger als der mögliche Verlust ihrer Kapitalanlage war es den Pionieren der Ökumenischen Entwicklungsgenossenschaft, neue Wege in der Entwicklungszusammenarbeit auszuprobieren: Kredite statt Spenden, Eigenständigkeit statt Abhängigkeit, Geschäftspartner statt Geber – Nehmer. Für dieses Experiment in Sachen Gerechtigkeit wollten sie gern ein paar hundert oder tausend Mark riskieren.

Die Förderkreise entstanden, um Einzelpersonen eine Geldanlage bei EDCS zu ermöglichen. „Ursprünglich war die Idee ja gewesen, einen Teil des Rücklagenkapitals der reichen Kirchen des Nordens zu mobilisieren. Mit diesem Geld wollte EDCS arbeiten, aber es kam nicht“, erinnert sich Jörg Baumgarten, Initiator des Rheinischen Förderkreises. Eine zu unsichere Geldanlage und außerdem eine Konkurrenz zu den kirchlichen Entwicklungsdiensten, lautete die Begründung. „In den ersten Jahren war es eine knochenharte Arbeit, die Gemeinden geradezu gegen die landeskirchlichen Empfehlungen zu gewinnen.“
Kredit geben ist mehr als Geld verleihen

Weitaus weniger zögerlich als die Kirchen gab sich die „Basis“. Aus den gut vierzig Mitgliedern Ende 1979 wurden innerhalb von fünf Jahren knapp 500, aus 40.000 Mark Geldanlagen zwei Millionen. Heute hat Oikocredit Westdeutscher Förderkreis fast 3.000 Mitglieder, darunter rund 2.100 Einzelpersonen.
Hilfe zur Selbsthilfe wollen sie mit ihren Kapitalanlagen leisten, zum Beispiel der Bielefelder Theologe Thomas N.: „Die Menschen in den armen Ländern verfügen über viel Leistungsbereitschaft und Ideenreichtum, ihnen fehlt oft nur ein finanzieller Anschub. Den bekommen sie durch ein Oikocredit-Darlehen, aber darüber hinaus signalisiert das Darlehen auch Vertrauen in sie und ihre Fähigkeiten.“ Und dieses Vertrauen hat sehr positive Auswirkungen. Das hat der Münsteraner Meinolf L. bei mehreren Aufenthalten in Entwicklungsländern selber erfahren: „Ich habe erlebt, dass die Menschen ein ganz anderes Selbstbewusstsein entwickeln, wenn man ihnen als Partner begegnet. Sie lernen, für sich selbst zu sorgen, mit Geld umzugehen und entwickeln eine ganz andere Kreativität.“

Wie richtig diese Einschätzungen sind und wie verlässlich gerade die Armen sind, beweist die Erfahrung von Oikocredit: Der weitaus größte Teil der Kredite wird pünktlich zurückgezahlt, und das trotz Naturkatastrophen, wirtschaftlichen und politischen Krisen.
Investitieren in Gerechtigkeit lohnt sich

Oikocredit International verfügt inzwischen über ein Kapitalvolumen von beinahe 200 Millionen Euro, gute zehn Prozent davon hat der Westdeutsche Förderkreis investiert. Allein von den 110 Mitgliedern aus dem Raum Bonn stammen 1,1 Millionen Euro: Anlagen von zwei Kirchenkreisen, 13 Gemeinden, einem Orden und vielen Einzelpersonen.

Mithilfe von Oikocredit-Darlehen konnten sich in den letzten Jahrzehnten Zehntausende Menschen in den armen Ländern eine bessere Existenz aufbauen. Und auch die Anleger profitieren, bis heute hat keiner von ihnen einen Cent verloren. Mehr noch: Eine Anlage bei Oikocredit bringt im Vergleich mit anderen ethischen und sozialen Fonds einen überdurchschnittlich hohen Gewinn, so das Ergebnis einer Analyse des Hannoveraner Instituts für Markt – Umwelt – Gesellschaft (imug) im Mai 2003. „Oikocredit zahlt mit meist zwei Prozent zwar keine hohe, aber eine stabile Dividende aus. Langfristig rentiert sich das“, so Kirein Franck vom imug.

„Das Ergebnis der imug-Analyse hat uns natürlich sehr gefreut“, meint Ulrike Chini, Leiterin der in Bonn angesiedelten Geschäftsstelle von Oikocredit Westdeutscher Förderkreis. „Aber auch wenn wir inzwischen der viertgrößte ethische Fonds in Europa sind: Zum 25-jährigen Jubiläum des Westdeutschen Förderkreises wünschen wir uns viele neue Mitglieder. Denn faire Kredite werden in den armen Ländern weiter dringend gebraucht.“

Die große Jubiläumsfeier findet übrigens in Bonn statt, am 7. Mai 2004 im Haus der Geschichte. Infos dazu und zu Oikocredit allgemein: Oikocredit Westdeutscher Förderkreis, Adenauerallee 37, 53113 Bonn; Tel.: 0228/92597-38/39; E-Mail: oikocredit.bonn@t-online.de oder im Internet unter www.oikocredit.org/sa/westdt

 

 

 

 



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