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Herbstsynode Bonn: Sozialwort, Leitbild und Wahlen

Für eine menschenwürdige Umsetzung der Hartz-Reformen

Eine menschenwürdige Umsetzung der Sozial-Reformen hat die Synode des Evangelischen Kirchenkreises Bonn angemahnt.

Der zur Hälfte neu gewählte Kreissynodalvorstand in Bonn: Wolfgang Knoch (v.l.), Annelene Mittring, Superintendent Eckart Wüster, Martina Baur-Schäfer, Dirk Stock, Jörg Zimmermann und Wolfgang Harnisch. (Foto: Barbara Frommann) LupeDer zur Hälfte neu gewählte Kreissynodalvorstand in Bonn: Wolfgang Knoch (v.l.), Annelene Mittring, Superintendent Eckart Wüster, Martina Baur-Schäfer, Dirk Stock, Jörg Zimmermann und Wolfgang Harnisch. (Foto: Barbara Frommann)

„Der Mensch ist nicht für die Reform da, sondern die Reform für den Menschen“, heißt es in einer Erklärung, die die Herbstsynode am 13. November nahezu einstimmig verabschiedete. Unter dem Titel „Sozialstaat gestalten – nicht Sozialabbau“ warnt das Kirchenparlament davor, die so genannten „1-Euro-Jobs“ als Instrument der Disziplinierung einzusetzen. Auch in Bonn mangele es nicht am Arbeitswillen, sondern an Arbeitsplätzen, heißt es in der „Sozial-Erklärung“, die wesentlich vom Diakonie-Chef Ulrich Hamacher vorbereitet worden war.
Zum Auftakt der Beratungen hatte Manfred Kusserow, stellvertretender Leiter der Bonner Agentur für Arbeit, den 80 gewählten Vertreterinnen und Vertretern aus zehn Kirchengemeinden die Eckpunkte der „Hartz-Reform“ und deren Folgen für die Bonner Region dargelegt. Für das neue Arbeitslosengeld II rechne er mit 18.000 anspruchsberechtigten Personen in Bonn, 25.000 im Rhein-Sieg-Kreis.

Laut Kusserow ist die Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe „ein echter Fortschritt“. Zudem konnte er berichten, dass bereits 90 Prozent der Anträge für 2005 eingegangen seien und „voraussichtlich bis zum 10. Dezember auch beschieden werden“.  „Wir können Arbeitslosen künftig differenzierter und besser helfen“, resümierte Kusserow und ergänzte dann aber nachdenklich: „In wesentlichen Punkten der kritischen Anfragen sind wir gar nicht weit auseinander.“ Er sehe „viele fragwürdige Ideen“, 1-Euro-Jobs zur Reduzierung der Personalkosten zu missbrauchen. In Bonn werde daher ein Beirat aus Stadt und Arbeitsagentur die Angebote „sehr genau“ prüfen.

Kirche: "1-Euro-Jobs" nur nach sorgfältiger Prüfung


Die Synode verständigte sich ihrerseits darauf, 1-Euro-Jobs nur anzubieten, wenn diese „eindeutig zur Qualifizierung der Arbeitssuchenden beitragen“ und die Menschen für die Beschäftigung „gewonnen und nicht gezwungen werden“. Denkbar seien Angebote im Bereich der Diakonie, bei der Einkaufshilfe für ältere Menschen oder bei der Gemeindebriefproduktion. Leitend müsste aber eine befriedigende Antwort auf die Frage von Pfarrer Uwe Grieser (Trinitatiskirchengemeinde Endenich) sein: „Werden wir den Menschen damit gerecht?“


Von Stadt und Arbeitsagentur forderte die Synode jährlich einen Bericht über die Wirksamkeit der Maßnahmen im Rahmen des Arbeitslosengeldes II. Nicht zuletzt im Hinblick auf die großen in Bonn ansässigen Unternehmen formulierte Superintendent Eckart Wüster den biblischen Grundsatz „Reichtum braucht ein Maß – Armut eine Grenze“. Und so heißt es dann auch in der „Sozial-Erklärung“: „Wir widersprechen einer Entwicklung, in der der Abbau von Arbeitsplätzen wie selbstverständlich als Erfolg in Unternehmensbilanzen dargestellt wird.“

Leitbild 2010 verabschiedet

Neben dem „Sozialwort“ verabschiedete die Synode zum Abschluss eines zweijährigen, intensiven Beratungsprozesses auf allen Ebenen auch ihr Leitbild „Evangelischer Kirchenkreis Bonn 2010“. Darin richten die Bonner Protestanten ihr Augenmerk vor allem auf die Men-schen, die bislang nicht von den klassischen Gemeindeangeboten angesprochen werden. Hier wolle man „mehr Profil“ und „Präsenz“ zeigen, heißt es. Diese Botschaft an die eigene Adresse ist nicht zuletzt beflügelt durch eine „höchst erfreuliche Entwicklung“ (Superintendent Wüster): Angestoßen durch die Kircheneintrittsstelle treten in Bonn derzeit mehr Menschen wieder in die evangelische Kirche ein als aus.
 

 

Leitung des Kirchenkreises neu gewählt

Turnusgemäß wählte die Kreissynode am Samstag auch die Hälfte des Kreissynodalvorstandes (KSV) neu. Der KSV ist die Leitung des Kirchenkreises und führt die Beschlüsse der Kreisynode aus. Er besteht aus drei Theologen und vier Laien. Als stellvertretender Superintendent wurde Pfarrer Wolfgang Harnisch (50) der Johanniskirchengemeinde (Medinghoven) wieder gewählt. Bei den Laien wurde Wolfgang Knoch (66) aus der Trinitatiskirchengemeinde (Endenich) bestätigt, neu in den Vorstand kommt Dirk Stock (43) aus der Apostelkirchengemeinde (Tannenbusch).
Als stellvertretende Scriba wurden gewählt die Pfarrer Uwe Grieser und Siegfried Virgils, als stellvertretende Syndoalälteste Johannes Hack und Lisa Inhoffen-Baumann. Die Amtszeiten im KSV betragen acht Jahre. Bereits im Vorstand sind Superintendent Eckart Wüster und Pfarrer Jörg Zimmermann sowie Mar-tina Baur-Schäfer und Annelene Mittring.

 

 

ger /

 



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