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Aus Liebe

„Mein Sohn war tot und er ist wieder lebendig geworden.“ In diesem Satz des Vaters gipfelt die Geschichte „Vom verlorenen Sohn“ in der Bibel. Es ist toll, wenn eine schwierige Familiengeschichte so heilt, dass nach Jahren der Entfremdung und Distanz ein Vater einen solchen Satz sagen kann.

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Bedrückt nicht die Witwen, Waisen, Fremdlinge und Armen! Sacharja 7,10

Was gering ist vor der Welt und was verachtet ist, das hat Gott erwählt. 1.Korinther 1,28

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Heiliger Abend in Bonn: Überblick über die Predigten

"Fest der Menschlichkeit"

Am Heiligen Abend feiern die christlichen Kirchen in Bonn rund 200 Gottesdienste. Allein in den 28 evangelischen Kirchen im Stadtgebiet finden 84 Gottesdienste statt. Dazu kommen noch einmal mehr als 30 Andachten in Krankenhäusern und Altenheimen.

Weihnachten in der Lutherkirche in Poppelsdorf. (Foto: B.Frommann) Weihnachten in der Lutherkirche in Poppelsdorf. (Foto: B.Frommann)

Laut Superintendent Eckart Wüster ist Weihnachten vor allem ein „Fest der Menschlichkeit“. „Gott wird Mensch, damit auch wir menschlicher miteinander umgehen“, predigt der Bonner Superintendent am Heiligen Abend um 17.00 Uhr in der Herseler Dreieinigkeitskirche. Diese Botschaft sei wichtig und anstößig zugleich, in einer Zeit, in der sich „an vielen Ecken und Enden vor allem die Ellenbogen durchzusetzen scheinen“. Wüster: „Das Fest der Menschwerdung Gottes muss Anstoß für jeden von uns sein, den Anderen, erst Recht den Fremden nicht als Bedrohung zu sehen.“

 „Soziale Kälte und Egoismus entziehen unserer Gesellschaft die Lebensgrundlage und zerstören, schneller als man das selbst oft wahrhaben will, jede Gemeinschaft. Das gilt für die Gemeinwesen in unserer Stadt und Region genauso wie für die Familie und die privaten Lebensräume“, erklärt Wüster. „Weihnachten aber ist der Aufruf, die Nähe zu anderen zu suchen – so wie es die Hirten und Könige in der Weihnachtsgeschichte vorgemacht hätten – und dabei aufeinander acht zu geben.“

 

 

„Gott ist bei denen, die draußen bleiben“

Für den stellvertretenden Godesberger Superintendenten Christian Werner gibt das Kind in der Krippe „unserem zerrissenen Leben eine Würde, die uns niemand nehmen kann“. Bewusst stehe die Krippe des Kindes in einem armseligen Stall, also draußen vor der Tür der Gesellschaft. Solch eine Geburt wünsche sich keiner „Doch es geschah als Zeichen für die Menschen, damit wir glauben: Gott liebt diese zerrissene Welt und er ist auch heute bei den Menschen, die innerlich wie äußerlich draußen bleiben: bei den Verzweifelten, den Mühseligen und Beladenen“, so Pfarrer Werner in seiner Predigt in der Immanuelkirche auf dem Heiderhof um 18.30 Uhr.

„Zuversicht in einer Zeit großer Verunsicherung“

Auch der stellvertretende Bonner Superintendent Wolfgang Harnisch geht in seiner Predigt auf die große Verunsicherung vieler Menschen in dieser Zeit ein. „Was werden die vielen Reformvorhaben bringen? Junge Menschen fragen sich, können wir heute noch eine Familie gründen, wo Kinder zu einem Armutsrisiko geworden sind“, so Pfarrer Harnisch um 18.00 Uhr im Martin-Bucer-Haus in Medinghoven. Die Botschaft von Weihnachten aber laute „Zuversicht und Ermutigung“. Das „Fürchtet Euch nicht!“ der Engel an die Hirten auf dem Feld bei Bethlehem gelte allen Menschen.

Zugleich öffne Weihnachten wie kein anderes christliches Fest „den Horizont für das Miteinander-Teilen“, predigt Pfarrer Harnisch. Neben den Geschenken im privaten und familiären Umfeld gehöre immer auch das weltweite Teilen zum Heiligen Abend dazu. Harnisch erinnert an die jährliche Sammlung „Brot für die Welt“ in allen evangelischen Gottesdiensten an den Weihnachtstagen, dieses Jahr für den Aufbau von Trinkwasserprojekten in den Partnerländern in Afrika, Asien und Lateinamerika. Laut „Brot für die Welt“ sterben allein täglich rund 6.000 Menschen, darunter viele Kinder, weil sie verschmutztes Wasser trinken müssen. (http://www.brot-fuer-die-welt.de/).

„Renaissance der inneren Werte wagen“

Laut Gerhard Schäfer, Pfarrer an der evangelischen Hauptkirche in Bonn, der Kreuzkirche am Kaiserplatz, „öffnet Weihnachten jedes Jahr neu ein Fenster in eine andere Wirklichkeit: die der Freude, Hoffnungen und Sehnsüchte. An der Krippe von Bethlehem tritt alles Laute und Hektische, das uns umgibt, zurück. Und wer diese Szene betrachtet, das stille Glück und die Geborgenheit, das Gelingen von Leben auch unter schwierigen Bedingungen, der entdeckt, dass das Leben mehr ist als Geld, Prestige und Arbeit.“ Weihnachten sei die Einladung, „immer wieder neu eine Renaissance der inneren Werte in unserem Leben einzuleiten und zu wagen“. Das Fest sei damit „ein Gegenbild zu einer Welt, in der viele sich nur selbst die Nächsten sind. In der eine clevere Abzocke mehr Bewunderung findet als maßvolles Verhalten und Bescheidenheit“, predigt Schäfer im Gottesdienst um 18.00 Uhr, der von festlicher Kammermusik gerahmt wird.

 

 

 

Joachim Gerhardt /

 



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