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Erfahrungen nach Bonner Besuch in Tansania:

Lebendige Partnerschaft mit Kusini A

Reich beschenkt, nicht zuletzt mit einer Ziege, sind die Bonner von einer Reise zu den Partnern in Tansania zurückgekehrt. Superintendent Eckart Wüster, Ulrike Hensel-Kornblum, Stefanie Graner und Jörg Zimmermann berichten von ihren Eindrücken:

Besuch aus Bonn: immer willkommen und herzlich. Hier die Delegations-Leiterin Ulrike Hensel-Kornblum. (Foto: E.Wüster) LupeBesuch aus Bonn: immer willkommen und herzlich. Hier die Delegations-Leiterin Ulrike Hensel-Kornblum. (Foto: E.Wüster)

Ulrike Hensel-Kornblum, Leiterin der vierköpfigen Delegation des Evangelischen Kirchenkreises Bonn, die im Juli den Partnerkirchenkreis „Kusini A“ im äußersten Nordwesten Tansanias besuchte, stellt fest: „Es hat sich viel ereignet in  Kusini A. Wir haben an vielen Orten Eigeniniative der Menschen erlebt. Die Entwicklung in Afrika ist besser als sie oft in Deutschland wahrgenommen wird. Der Schuldenerlass zeigt erste positive Folgen, zum Beispiel im Gesundheitswesen. Neue Strassen wurden gebaut, die  auch  entfernte Gemeinden erreichbarer machen. Ganz besonders eindrücklich war für uns der HUYAWA-Tag. In diesem überzeugenden Projekt wird – auch mit Spenden Bonner Christen – der großen Herausforderung Aids/ HIV begegnet."

 

Lebendige Begegnungen und Gespräche der Bonner Delegation vor Ort. (Foto: privat) LupeLebendige Begegnungen und Gespräche der Bonner Delegation vor Ort. (Foto: privat)

Für Superintendent Eckart Wüster fällt die Bonner Hilfe in Tansania „auf fruchtbaren Boden“. Die Reise nach "Kusini A" - die erste nach fünf Jahren wieder - habe gezeigt, wie "unersetzlich die persönlichen Kontakte für eine nachhaltige Partnerschaft sind". Die menschlichen Verbindungen und das gegenseitige Nehmen und Geben seien die Stärke der kirchlichen Projekte in der weltweiten Ökumene. „Computer kann man nicht umarmen“, so Wüster.

Das ostafrikanische Land wirkt vergleichsweise politisch stabil, lautet auch der Eindruck von Pfarrer Jörg Zimmermann (Johanniskirchengemeinde Röttgen), der vor zehn Jahren den Bürgerkrieg und Völkermord im eng benachbarten Ruanda am eigenen Leib erleben musste. Der Frieden in Tansania sei "ein Segen für dieses Land" und er habe die Menschen immer wieder daran erinnert, sich diesen Frieden zu bewahren. "Ich glaube, unsere stabile Partnerschaft dazu ihren Beitrag leistet", so Zimmermann. Bewegend sei für ihn auch, die gelebte Frömmigkeit der Menschen in Afrika zu erleben. "Davon können wir Mitteleuropäer uns hier immer wieder anstecken lassen.“

Pfarrerin Stefanie Graner (Friedenskirchengemeinde Kessenich) zeigte sich "sehr beeindruckt" von der Reise. Höhepunkte waren für sie "die persönlichen Begegnungen, die gemeinsamen Gottesdienste, in denen wir unter anderem auch Kinder getauft haben, und die Gespräche, in denen wir uns über unseren Glauben und über theologische und gesellschaftliche Fragen ausgetauscht haben." Die Gegenseitigkeit sei das Entscheidende. "Es geht nicht um Patenschaft, sondern um Partnerschaft", so Graner. "Dies bedeutet für mich, dass ich von den Partnern höre, was Sie mir geben können und was sie von mir bekommen möchten, und dass wir genauso überlegen und sagen, was wir geben können und was wir von ihnen brauchen.“

 

Pfarrer Jörg Zimmermann überreichte Fußballtrikots, Stiftung einer Fußballmannschaft aus Bonn-Röttgen. (Foto: E.Wüster) LupePfarrer Jörg Zimmermann überreichte Fußballtrikots, Stiftung einer Fußballmannschaft aus Bonn-Röttgen. (Foto: E.Wüster)

Die Bonner Delegation hatte unter anderem Krankenstationen und Projekte für Aids-Waisen besucht, die wesentlich vom evangelischen Kirchenkreis Bonn unterstützt werden. Sie wohnte während ihres Besuchs in der Landwirtschaftsschule "Igabiro", dessen Aufbau vor 35 Jahren den Beginn der Partnerschaft zwischen den Kirchenkreisen Bonn und "Kusini A" markiert. Zudem überzeugten sich die Bonner davon, dass der gerade gestiftete Jeep einsatzfähig ist. In vier Jahren waren für das Fahrzeug, das vor allem für Krankentransporte eingesetzt werden soll, in Bonner Gemeinden und mit Spenden 33.000 Euro gesammelt worden.

In zwei bis drei Jahren wird nun wieder eine Delegation aus Tansania am Rhein erwartet. "UnserePartnerschaft lebt", lautet das Fazit von Ulrike Hensel-Kornblum. - Die Ziege übrigens haben die Bonner als "Dankeschön" vor Ort zurückgelassen.

 

Joachim Gerhardt /

 



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