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Superintendent Wüster im Radio

Über Fronleichnam, Kirchentag und das gemeinsame Abendmahl

Was hat Fronleichnam evangelischen Christen zu sagen? Und was hat das Fest mit dem Kirchentag in Hannover zu tun? Der Bonner Superintendent Eckart Wüster wurde von Radio NRW, dem Sender aller Lokalradios in NRW, befragt. Lesen Sie hier seine Antworten:

Superintendent Wüster: "Das gemeinsame Abendmahl ist unser Ziel." (Foto: J.Gerhardt) Superintendent Wüster: "Das gemeinsame Abendmahl ist unser Ziel." (Foto: J.Gerhardt)

Anmoderation: Fronleichnam ist ein katholischer Feiertag, dessen Name immer so ein kleines bisschen morbide klingt – dabei bedeutet "Fronleichnam" übersetzt eigentlich nur soviel wie "der Leib des Herrn". Und der wird an diesem Tag in Gestalt einer geweihten Hostie durch die Straßen getragen. So eine Fronleichnamsprozession gibt es übrigens auch auf dem Evangelischen Kirchentag. Das hat nicht nur Tradition, sondern auch gute Gründe. Das katholische Fronleichnams-Fest hat nämlich auch evangelischen Christen einiges zu sagen. Für den Bonner Superintendenten Eckart Wüster bedeutet es:

Wüster: Auf dem Weg sein. Da können wir Protestanten ja durchaus mitgehen – im wahrsten Sinne des Wortes. Wir sind als Christen gemeinsam wanderndes Gottesvolk. So können wir schon in der Bibel nachlesen. Und auch bei uns, in der evangelischen Kirche ist Jesus Christus unsere Mitte: Er ist das Brot des Lebens. Ich halte es außerdem für angebracht, dass wir in unserer heutigen Welt, unseren Glauben auch öffentlich bekunden. Nicht weil wir meinen, dass wir anderen überlegen wären. Aber darum, dass die Menschen wissen, woran wir glauben. Auch darum finden ja öffentliche Prozessionen statt.

Radio Bonn/Rhein-Sieg: Das klingt ja alles sehr ökumenisch. War es aber nicht immer...

Wüster: In einigen Gegenden war das Fronleichnamsfest eine regelrechte Machtdemonstration gegen die Reformation Martin Luthers. Und an einigen Orten passierte natürlich auch das, dass evangelische Bauern am Vormittag des Fronleichnamsfestes am Weg, an dem die Prozession entlang gehen sollte, ihren Mist ausgefahren haben. Diese Zeiten sind Gott sei Dank vorbei.

Radio Bonn/Rhein-Sieg: Im Kern geht es an Fronleichnam um das Abendmahl (Eucharistie). Im Mittelpunkt steht die Hostie, der Leib Christi. Doch beim Abendmahl sind die evangelische und katholische Kirche auch weiterhin getrennt.

Wüster: Das ist bitter. Dass eine gemeinsame Abendmahlsfeier offiziell immer noch nicht möglich ist. Aber es gibt eben immer noch einige Unterschiede im Verständnis und das zeigt sich am Fronleichnamstag eben auch: Die Katholische Kirche lehrt, dass sich in der Eucharistiefeier Brot und Wein tatsächlich wandeln in Leib und Blut Christi. Wir Evangelische sagen – mit gewissen Unterschieden –, dass Brot und Wein Zeichen sind, Zeichen für die Gegenwart Christi. Aber trotz der Unterschiede hoffe ich, dass zu einer gemeinsamen Abendmahlsfeier kommen kann. Dann wird Fronleichnam sicher ein katholischer Feiertag bleiben. Aber vielleicht machen sich dann noch mehr Evangelische als heute mit auf den Weg.

Joachim Gerhardt für Himmel und Erde.

Die Sendung wird am Donnerstag, 26. Mai 2005, von 8.00 bis 9.00 Uhr auch auf Radio Bonn/Rhein-Sieg gesendet. Alle Infos zur Sendung "Himmel und Erde", dem Magazin der Kirchen in den Lokalradios in NRW, finden Sie: www.himmelunderdeonline.de.

  
 

 

 

 

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