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"stadtkunst bonn" auch in evangelischen Einrichtungen:

"Die Meditierenden" zu Gast im Kirchenpavillon

Im Rahmen des ambitionierten Projekts "stadtkunst bonn" sind im Kirchenpavillon, der Citykircheneinrichtung des Evangelischen Kirchenkreises, ab sofort ein außergewöhnlicher Bilderzyklus zu sehen: "Die Meditierenden" der Kölner Künstlerin Divna Omaljev.

Der evangelische Kirchenpavillon in der City: ein guter Ort - nicht nur für Kunst. (Fotos: Martina Baur-Schäfer) LupeDer evangelische Kirchenpavillon in der City: ein guter Ort - nicht nur für Kunst. (Fotos: Martina Baur-Schäfer)

Im Rahmen des Projektes „stadtkunst bonn“ zeigt der Evangelische Kirchenpavillon eine Ausstellung mit Arbeiten der Künstlerin Divna Omaljev. Zu sehen ist die 10-teilige Serie „Die Meditierenden“, in der mit fast fotografischer Detailgenauigkeit zehn unterschiedliche Frauen in meditierender Pose dargestellt werden. Das Hauptthema der Serie ist die Darstellung weiblicher Spiritualität, die individuelle und persönliche Erfahrung einschließt und gleichzeitig einen kollektiven, transpersonalen Charakter hat. Dieser Aspekt ist im farbigen Hintergrund sichtbar, wo die Farbe von einem Bild zum anderen springt, und auf diese Weise eine energetische Bindung zwischen allen diesen meditierenden Frauen zeigt. Divna Omaljev, geb. 1968 in Paris, lebt und arbeitet in Köln.

Die Ausstellung ist kostenlos zu sehen vom 6. bis 28. August 2005. Besichtigung möglich während der Öffnungszeiten des Kirchenpavillons (Budapester Straße 7, Bonn-Zentrum, Nähe Friedensplatz): Dienstag bis Freitag, 11.00 - 18.00 Uhr, Samstag, 11.00 - 15.00 Uhr.

Am Projekt "stadtkunst bonn" sind evangelischerseits in der Bonner City auch die Kreuzkirche am Kaiserplatz (mit zwei Objekten) sowie die Schlosskirche im Hauptgebäude der Universität beteiligt.

Alle Infos: www.stadtkunst-bonn.de

 

 

Gemalte Gesichter von Divna Omaljev: in sich gekehrt und doch präsent... LupeGemalte Gesichter von Divna Omaljev: in sich gekehrt und doch präsent...

Hier lesen Sie eine Andacht zur „Stadtkunst“-Ausstellung im Kirchenpavillon, gehalten von Pfarrer Kurt Pick:

Die „Meditierenden“ – so betitelt die Künstlerin Divna Omaljev die Serie von 10 Bil-dern, die z.Zt. im Rahmen des Projektes „stadtkunst 2005 Bonn“ im Kirchenpavillon zu sehen sind.

Mit fast fotografischer Detailgenauigkeit werden die Gesichter von 10 Frauen darge-stellt. Beim ersten Hinschauen hatte ich zunächst keineswegs den Eindruck, es handele sich hier um Meditierende. Zwar haben die meisten der Frauen – außer zweien – die Augen geschlossen, doch habe ich nicht das Gefühl, dass sie sich in einem tranceartigen, ruhigen, versunkenen Zustand befinden.

Ich habe zunächst vielmehr den Eindruck, dass die Frauen die Augen geschlossen haben, um weg zu schauen, um nicht mehr hin sehen zu müssen. Auf was nicht mehr hinsehen zu müssen?

Vielleicht auf schlimme Erfahrungen und Erlebnisse in ihrem Leben. Vielleicht auf einen Verlust, auf eine gescheiterte Beziehung, auf Enttäuschungen, auf Erfahrungen von Gewalt. Die meisten Gesichter haben eine Ausstrahlung von Unglücklichsein, von Leid, von Müdigkeit.

Doch genau solche Erfahrungen können ja Anlass sein, um zunächst einmal wegzuschauen, um nicht dauernd mit dem erlebten Unglück konfrontiert zu werden – aber um dann allmählich den Blick nach innen zu wenden. Auch das sehe ich in den Gesichtern mit den geschlossenen Augen. Der Blick geht nach innen, um zu sich selbst zu finden. Um die Ressourcen und die Kraft zu entdecken und zu finden, die uns in Verbindung bringt mit unserem wirklichen Ich, mit unserem wahren Selbst, das jedem Menschen auf unverwechselbare Weise von Gott geschenkt wird, und das uns Kraft gibt zum Leben, und zwar zu unserem je eigenen Leben, so dass wir nicht mehr gelebt werden, sondern von innen heraus selbst leben, voller Kraft und Schönheit, die jedem Menschen zu eigen sind. Das könnte der Weg und das Ziel sein von Meditation, und insofern ist der Titel „Die Meditierenden“ berechtigt.

Meditation hat das Ziel, abzuschalten, die negativen Erfahrungen auf die Seite zu stellen und in einem vielleicht langen Prozess der Besinnung zu unserem wahren Selbst zu finden. Die Methode der Meditation ist dabei zweitrangig. Es gibt in allen Religionen erprobte Wege der Meditation. Die eine ist für bestimmte Menschen gut und hilfreich, die andere für andere Menschen.

Zu unserem wahren Selbst zu finden, habe ich als das Ziel der Meditation genannt. Aber nicht, um die Erfahrungen von Leid und Negativität zu verdrängen oder sie zu überspielen, sondern um Kraft zu entdecken, um jene Erfahrungen von Unglücklichsein und Selbstverlust dann umso besser verarbeiten und bewältigen zu können.

Insofern wünsche ich den 10 Meditierenden und uns allen, dass wir aus der Besin-nung heraus dann irgendwann die Augen wieder hellwach öffnen können, um gestärkt unser Leben zu führen. Beide Bewegungen sind notwendig: die Hinreise nach innen zu unserem Selbst und zu unseren Kraftquellen und danach die Rückreise ins Leben – gestärkt, mutig und voller Vertrauen.


Pfarrer Kurt Pick

 

 

ger /

 



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