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Ergebnisse der Kreissynode Bonn:

Kritik an Regelung zum Bleiberecht - Stelle für Fundraising einrichten

Migration und Fundraising waren die großen Themen einer mit Spannung erwarteteten Bonner Kreissynode. Die Debatten waren kontrovers, die Ergebnisse am Ende doch erstaunlich eindeutig.

Auf zum Kirchentag nach Köln: Unter dem Motto "Das Rheinland strömt zusammen" schöpfen auch die Bonner aus ihren Quellen und Flüssen. (Foto: S.Eichhorn) LupeAuf zum Kirchentag nach Köln: Unter dem Motto "Das Rheinland strömt zusammen" schöpfen auch die Bonner aus ihren Quellen und Flüssen. (Foto: S.Eichhorn)

Den jüngsten Beschluss der Innenministerkonferenz zum Bleiberecht geduldeter Flüchtlinge kritisierten die Bonner Protestanten scharf. Er sei unzureichend, weil er der Wirklichkeit der meisten der rund 190.000 Betroffenen nicht gerecht werde. „Migrationspolitik muss positiv gestaltet werden“, so die Forderung der Kreissynode bei ihrer Tagung am Samstag im Haus der Evangelischen Kirche.
Vom christlichen Menschenbild her sei es zudem „höchst fragwürdig, das Bleiberecht eines Menschen von seiner Erwerbstätigkeit abhängig zu machen.“, heißt es in der Erklärung der gewählten Kirchenvertreterinnen und Vertreter aus den Gemeinden in Bonn, Alfter, Bornheim und Hersel.

Für die Stadt Bonn wünscht sich die Synode ein „Integrationskonzept“. Das sei längst überfällig und die evangelische Kirche gerne bereit, daran mitzuwirken, sagten Hidir Celik, Almut Schubert und Pastorin Gundula Schmidt von der Evangelischen Flüchtlings- und Migrationsarbeit Bonn (EMFA).
Auf Anregung des Bonner Polizeipräsidenten Wolfgang Albers, Mitglied der Kreissynode, mahnte das Kirchenparlament auch eine „gerechte Perspektive für Menschen ohne Papiere“ an. Die so genannten „Illegalen“ blieben bei den jüngsten Beschlüssen zum Bleiberecht einmal mehr außen vor. Polizeipräsident Albers wies auf die Hoffnungslosigkeit vieler dieser Menschen hin. Sie lebten in einem Kreislauf der Kriminalität und würden vielfach ohne jeden rechtlichen Schutz ausgebeutet, sei es als billige Arbeitskraft oder in der Prostitution.

Die Aktualität hatte Vorrang auf der Tagung der Kreissynode. Neben der Erklärung zum Bleiberecht verabschiedete die Synode aber auch mit großer Zustimmug die Konzeption der EMFA, bewährt und doch neu ausgerichtet am Leitbild des Kirchenkreises.

Eigene Stelle für Fundraising

Mit großer Mehrheit sprach sich die Kreissynode dann auch für eine professionelle „Stelle für Fundraising“ aus. Sie soll der Arbeit im Kirchenkreis genauso zu gute kommen wie den Gemeinden und kirchlichen Stiftungen im Kirchenkreis. Die erste Stelle dieser Art eines rheinischen Kirchenkreises ist erst einmal auf zwei Jahre befristet. Der Kirchenkreis übernimmt für diese Zeit die Anschubfinanzierung von 164.000 Euro aus Erlösen der vor drei Jahren verkauften Jugendbildungsstätte Ehlscheid. Mit der neuen Fundraisingstelle erhofft sich der Kirchenkreis nun neben der Kirchensteuer  eine „planbare finanzielle Säule für die Zukunft“, so Superintendent Eckart Wüster, Pfarrer in Hersel.

Die Debatte war kontrovers. Die Angst "so viel Geld über den Tisch zu geben, ohne zu wissen, was zurückkommt", bei einigen groß. Auch der Gedanke ohne Ausnahme alle Gemeinden an dem Konzept zu beteiligen, war zuerst nicht unumstritten. Für die Berichterstatter der vorbereitenden Arbeitsgruppe um Susanne Eichhorn und Jürgen Reifarth galt es Chancen und Risiken abzuklopfen.
Die Kreissynode folgte am Ende mit ihrem neuen Fundraisingkonzept auch den guten Erfahrungen des hiesigen Diakonischen Werks. Dessen Chef Ulrich Hamacher hatte neben Superintendenten Wüster für die Einrichtung der Stelle geworben. „Wer Geld haben möchte, muss den Mut haben, erst einmal selbst Geld in die Hand zu nehmen“, betonte Hamacher. 
Noch hat man dazu in Bonn finanziellen Spielraum: Der Kreissynodalvorstand konnte zum zweiten Mal in Folge - Ergebnis der Sparrunden der letzten Jahre - einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen.

So ging der Blick nach vorne in mehrfacher Hinsicht: Unter dem Motto „Das Rheinland strömt zusammen“ sind die Bonner wie alle 42 Kirchenkreise im Rheinland aufgerufen, bis zum Evangelischen Kirchentag in Köln vom 6.-10. Juni 2007 Wasser aus Flüssen und Bächen der Region zu sammeln. Am Rande der Kreissynode nahm Superintendent Eckart Wüster vom Synodalbeauftragten für den Kirchentag, dem Röttgener Pfarrer Jörg Zimmermann, ein mit 30 Liter zu füllenden Fass in Empfang und verteilt Sammelflaschen an alle zehn Gemeinden im Kirchenkreis. Erster Zusammenfluß mit den Sammlungen der Kirchenkreise Bad Godesberg-Voreifel und An Sieg und Rhein ist der so genannte große öffentliche Bonner "Pre-Event" zum Kölner Kirchentag am Himmelfahrstag (17. Mai 2007) in der Rheinaue.

 

 

 

Joachim Gerhardt /

 



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