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Zukunft "Bonner Loch":

Ergebnisse des "Runden Tisches"

Wie geht es weiter mit dem "Bonner Loch"? Das Thema um den sozialen Brennpunkt am Hauptbahnhof beherrscht die Diskussion seit Jahren. Die Kirchen haben erstmalig alle politisch Beteiligten zu einem Runden Tisch eingeladen. Hier lesen Sie die Ergebnisse.

Der soziale Brennpunkt am Hauptbahnhof: Das so genannte "Bonner Loch". (Foto: Lothar Homey) Der soziale Brennpunkt am Hauptbahnhof: Das so genannte "Bonner Loch". (Foto: Lothar Homey)

„Der Runde Tisch zum Bonner Loch war für alle ein Gewinn. Jetzt können Lösungen angegangen werden.“

Stadtdechant Wilfried Schumacher und Superintendent Eckart Wüster zeigen sich äußerst zufrieden mit dem Abschluss des „Runden Tisches Bonner Loch“: „Für alle Beteiligten war diese Form der Diskussion ein großer Erfolg und da-mit ein Gewinn für die sich im Bonner Loch aufhaltenden Betroffenen ebenso wie für alle Bürger und Besucher unserer Stadt. Dass die beiden großen Kirchen die Initiato-ren sind, war die große Chance. Es ging uns nicht um Parteipolitik, nicht um Gewinn, nicht um Ideologien. Uns ging es um konkrete Lösungen für akute Probleme und um das Wohl aller Menschen in unserer Stadt. Die große Beteiligung und die offene At-mosphäre zeigen uns, dass die Idee zum „Runden Tisch Bonner Loch“ für alle ein Gewinn war. Jetzt können Lösungen angegangen werden.“

Teilnehmer am Pressegespräch zum Abschluss des Runden Tisches am 27. September 2006: Wolfgang Albers (Polizeipräsident Bonn), Bärbel Dieckmann (Oberbürgermeisterin der Stadt Bonn), Ulrich Hamacher (Diakonie-Geschäftsführer, Diakonisches Werk der Evangelischen Kirchenkreise Bonn und Bad Godesberg-Voreifel), Jean-Pierre Schneider (Caritasdirektor, Caritasverband für die Stadt Bonn e.V.), Wilfried Schumacher (Stadtdechant, Katholisches Stadtdekanat Bonn), Burkard Severin (Institut für Systemische Organisationsentwicklung ISO), Eckart Wüster (Superintendent, Evangelischer Kirchenkreis Bonn)


1. Die Zielsetzung

Die beiden großen Kirchen (Evangelische Kirchenkreise Bonn, Bad Godesberg-Voreifel, An Sieg und Rhein  und  das Katholische Stadtdekanat Bonn) haben den „Runden Tisch zum Bonner Loch“ einberufen, weil sie die Diskussion aus der partei-politischen Debatte herausholen und in einem geschützten Raum, d.h. in großer Of-fenheit und Ehrlichkeit führen wollten. Der „Runde Tisch Bonner Loch“ hat ein Forum geschaffen, in dem auf einander gehört wurde und vorurteilsfrei um Lösungen ge-rungen werden konnte.

Die Initiatoren und Veranstalter verfolgten mit dem „Runden Tisch zum Bonner Loch“ folgende Ziele:
1. Benennung und Austausch der unterschiedlichen Interessen hinsichtlich der Situation im Bonner Loch und in der Bonner Innenstadt.
2. Erarbeitung des vorrangigen Handlungsbedarfs zum Umgang mit der sozialen Herausforderung „Wohnungslosen- und Drogenszene im Bonner Loch und in der Bonner Innenstadt“.
3. Einbeziehung aller Partner (aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis) in den Son-dierungsprozess und gemeinsame Abstimmung anstehender Maßnahmen.
 
2. Die TeilnehmerInnen

An den fünf Arbeitstreffen des „Runden Tisches zum Bonner Loch“ haben sich
51 Personen beteiligt (nach Interessengruppen):
- Verwaltung der Stadt Bonn: 4 TeilnehmerInnen
- Vertreter der im Rat der Stadt Bonn vertretenen Parteien: 13
- Polizei Bonn: 3
- Staatsanwaltschaft Bonn: 1
- Einzelhandel: 2
- Träger der Suchthilfe (Bonn): 20
- Träger der Suchthilfe (Rhein-Sieg-Kreis): 4
- Veranstalter: 4

3. Der vorrangige Handlungsbedarf

(1) Der „Runde Tisch zum Bonner Loch“ empfiehlt die Schaffung von bedarfsgerech-ten und attraktiven Alternativen zum Bonner Loch.
(2) Zur Realisierung dieser Zielperspektive begrüßt der „Runde Tisch zum Bonner Loch“ drei Strategien:
1. Dezentrale zielgruppenspezifische Angebote realisieren durch:
• Verstärkung aufsuchender Tätigkeiten (mobile soziale Dienste)
• Beschäftigungsangebote und Wohnraum für Suchtkranke, Wohnungs- und Obdachlose
• den Aufbau eines Anreizsystems für Suchtkranke. Dazu wird eine Arbeits-gruppe gebildet.
• Prüfung des Alkoholverkaufs im Umfeld der City-Station
2. Eine koordinierte Zusammenarbeit (Ordnungs- und Sozialpartnerschaft) von Polizei, Sozialverwaltung und Trägern sozialer Dienste praktizieren:
• Im Rahmen der begonnenen Kooperation von Sozialverwaltung und Polizei werden unter Einbeziehung der Träger sozialer Dienste aufsuchende Maß-nahmen zur Kontaktvermittlung zwischen Suchtkranken, Wohnungs- und Obdachlosen und sozialen Angeboten und Einrichtungen in einem zeitlich befristeten Projekt erprobt und ausgewertet.
• Im Rahmen der Vernetzung werden mit den Betroffenen „Spielregeln“ oder ein „Verhaltenskodex“ für das Bonner Loch vereinbart, die selbstverständlich auch in der gesamten Innenstadt gelten müssen. Dies darf nicht zu einer Stärkung des Bonner Lochs in seiner jetzigen Form führen. Eine Projekt-gruppe bearbeitet dieses Anliegen weiter.
• Gleichzeitig empfiehlt der „Runde Tisch zum Bonner Loch“, die Ergebnisse der Bürgerwerkstatt „Dein, mein, unser Bahnhofsvorplatz“ zur „Rückgewin-nung des öffentlichen Raumes“ zu berücksichtigen. Ziel dabei ist, die Quali-tät und Attraktivität des Bahnhofs zu steigern.
3. Ein Rückführungskonzept entwickeln:
• Der „Runde Tisch zum Bonner Loch“ empfiehlt der Bundesstadt Bonn, in Zusammenarbeit mit den angrenzenden Kreisen unter sozialpädagogischer Betreuung ein Rückführungskonzept zu entwickeln und umzusetzen, das die Ansprache nicht ortsansässiger Suchtkranker, Wohnungs- und Obdachloser regelt und ihre wohnortnahe Betreuung sicherstellt. Der Runde Tisch be-grüßt die Initiative von Polizei, Sozialamt und Verein für Gefährdetenhilfe (VFG), die Rückführung in einem zweimonatigen Projekt zu testen.
(3) Flankierend empfiehlt der „Runde Tisch zum Bonner Loch“, die Präventionsarbeit in Kindergarten und Schule weiter zu entwickeln und auszubauen.
Weiterhin soll eine Arbeitsgruppe von Caritas und Diakonie aus Bonn und dem Um-land zum Thema „Suchttelefon/Verzeichnis Hilfseinrichtungen“ gebildet werden.

4. Der Fortgang

(1) Der „Runde Tisch zum Bonner Loch“ dokumentiert seine Ergebnisse in einem ausführlichen Abschlussbericht bis Ende Oktober 2006.
(2) Der „Runde Tisch zum Bonner Loch“ hat zur Fortsetzung seiner Arbeit eine „Len-kungsgruppe Runder Tisch zum Bonner Loch“ eingerichtet.
Ihr gehören folgende Mitglieder an: Wolfgang Albers, Nelly Grunwald, Ulrich Hama-cher, Dieter Liminski, Jean-Pierre Schneider, Wilfried Schumacher, Eckart Wüster sowie ein Vertreter des Einzelhandels.
Die Lenkungsgruppe arbeitet bis September 2007 und hat folgende Aufgaben:
• Anwaltschaftliche Begleitung der Umsetzung der inhaltlichen Ergebnisse
• Fortsetzung der Zusammenarbeit des „Runden Tisches Bonner Loch“
• Vernetzung und Kooperation auf oberster Ebene
• Kommunikation der Ergebnisse des „Runden Tisches Bonner Loch“ in Gre-mien und Interessengruppen
 (3) Der „Runde Tisch zum Bonner Loch“ trifft sich im September 2007 zu einer Eva-luation der bereits durchgeführten und eingeleiteten Maßnahmen.

 

 

 

ger /

 



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