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Ost-West-Begegnung in Brüssel

"Gott in Europa"

Im Rahmen der mehr als 30 Jahre lebendigen "Ost-West-Partnerschaft" zwischen den Kirchenkreisen Bonn und Nauen-Rathenow trafen sich 25 Theologen, Theologinnen und Laien im April in Brüssel zur gemeinsamen Tagung "Gott in Europa". Hier ein Bericht:

Die Bedeutung der Religionen für Europa und die Verfassung wurde auch auf der Konventsfahrt in Brüssel kontrovers diskutiert. Die Bedeutung der Religionen für Europa und die Verfassung wurde auch auf der Konventsfahrt in Brüssel kontrovers diskutiert.

"Dort ist nicht Brüssel, da beginnt Europa." Etwas verwirrt standen 25 Pfarrerinnen und Pfarrer, Katechetinnen und Leitungsmitglieder aus den Kirchenkreisen Bonn und Nauen – Rathenow auf dem Place du Trône und schauten ostwärts, wo sich die Gebäude des Europäischen Parlaments befinden und wohin der Arm des Präsidenten der Vereinigten Protestantischen Kirche Belgiens Dr. Guy Liagre wies. Um Standortbestimmung ging es während der vier Tage dauernden Konventsfahrt, die über die europäische Frage hinaus eine Begegnung Ost–West beinhaltete.
Seit 1977 trafen und treffen sich die Konvente aus Bonn und Nauen regelmäßig, zunächst einseitig im Osten Deutschlands, nach 1989 zum gegenseitigen Besuch oder, wie in diesem Jahr, an einem dritten Ort. Wien, Holland, Liechtenstein, Görlitz, Paris gehörten zu den Orten und Regionen, deren protestantische Prägung wir im wahrsten Sinne des Wortes erfuhren.

 

 

Der Konvent zu Besuch und Diskussion im Europa-Parlament. LupeDer Konvent zu Besuch und Diskussion im Europa-Parlament.

Ost/West-Erfahrungen im europäischen Einigungsprozess


Wo stehen wir als evangelische Kirche im europäischen Einigungsprozess, was können wir einbringen und was haben wir beigetragen? Diese Fragen betreffen Christen in Belgien und Deutschland gleichermaßen. Und doch fallen die Antworten verschieden aus. Von dramatischen Rettungsversuchen des belgischen Protestantismus hörten wir (heute leben in Belgien etwa 50.000 Protestanten) und von einer nicht autoritätshörigen Mentalität. "Wir leben mit Kompromissen", so Liagre, "das ist unsere Lebenshaltung". Sie spiegelt sich in einem offenen ökumenischen Gespräch, einer erstaunlichen Toleranzbereitschaft und einer einladenden Gastfreundschaft wider. Zwei Beispiele: für jede religiöse Gemeinschaft und jede Konfession wird staatlich finanzierter Religionsunterricht angeboten, auch wenn dieser dann im Verhältnis 1:1 von Schüler/in und Lehrkraft stattfindet. In der Euthanasiefrage geben Protestanten einerseits und Muslime und Katholiken auf der anderen Seite sehr unterschiedliche Antworten.

Während unserer Tagung spürten wir, wie wenig Raum die europäische Frage in unseren Gemeinden einnimmt. Doch wie herzlich wurden wir empfangen? Die Führung durch das Europäische Parlament, die Begegnung mit dem Auslandspfarrer der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und mit den Mitarbeiterinnen von EKD–Arbeitsstellen, der Besuch im Erasmus–Haus und das Gespräch mit einer Mitarbeiterin der Auferstehungskapelle, dem geistlichen Ort innerhalb der europäischen Institutionen, machten deutlich, dass wir erwünscht waren, ja, dass diese Brückenarbeit geleistet werden muss, wollen wir als Kirche in Europa ankommen und uns einbringen.
Dr. Gabriele Metzner

Die Autorin war Teilnehmerin der Fahrt und ist Pfarrerin im Evangelischen Kirchenkreis Nauen-Rathenow. Der Artikel ist ein Beitrag für die Berlin/Brandenburgische Kirchenzeitung.

 

 

Zumindest im Europa-Viertel in Brüssel ist die EU auch mit ihren Gebäuden allgegenwärtig. Hier vor dem Eingang zum Europa-Büro der EKD, das der Konvent ebenfalls besuchte. LupeZumindest im Europa-Viertel in Brüssel ist die EU auch mit ihren Gebäuden allgegenwärtig. Hier vor dem Eingang zum Europa-Büro der EKD, das der Konvent ebenfalls besuchte.

Die Reise war neben Pfarrerin Gabriele Metzner wesentlich vorbereitet und betreut worden von dem Bonner Altsuperintendenten Rolf Schleßmann und Pfarrer Jürgen Faber. Beide sind bonnerseits seit Jahren Motor der "Ost-West-Partnerschaft" mit Nauen-Rathenow in Brandenburg, die ihren Anfang in der Zeit des "Kalten Krieges" hatte und dort lebenswichtige Klammer zwischen ost- und westdeutschen Christen war.

 

ger /

 



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