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Krreissynode Bonn debattierte über die Zukunft der Kindertagesstätten:

"Kirche wird weiter Verantwortung tragen"

Kinder sind ein Reichtum und die Einrichtungen, die mit ihnen arbeiten, sind es auch. So der Tenor der Bonner Kreissynode auf ihrer Tagung am 2. Juni im Haus der Evangelischen Kirche. Thema war die Zukunft evangelischer Kindertagesstätten.

Oberkirchenrat Klaus Eberl: "Eine missionarische Volkskirche kann auf Kindergärten nicht verzichten." (Foto: ekir.de) Oberkirchenrat Klaus Eberl: "Eine missionarische Volkskirche kann auf Kindergärten nicht verzichten." (Foto: ekir.de)

Programmatischen Anstoß der Debatte gab Klaus Eberl: „Eine missionarische Volkskirche kann auf Kindergärten nicht verzichten“, sagte der bei der Rheinischen Landeskirche für Kindertagesstätten zuständige Oberkirchenrat und betonte den „eigenständigen Bildungsauftrag“ evangelischer Kindertageseinrichtungen. Religiöse Erziehung sei grundlegende Wertevermittlung und helfe Kindern, Vertrauen zu Gott und dem Leben aufzubauen, so Eberl.

Diese Botschaft ist in Geld nicht aufzuwiegen und doch geht es beim Thema Kinderbetreuung in diesen Tagen auch um Finanzen. Denn Oberkirchenrat Eberl war eigens gekommen, um die Bonner Protestanten über den aktuellen Stand des neuen Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) zu informieren. "Mit der Landesregierung laufen schwierige Verhandlungen", so der Oberkirchenrat. "Die neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen müssen unseren Gemeinden, von denen sich die meisten finanziell an der Grenze des Machbaren befinden, eine spürbare Entlastung und Planungssicherheit bringen."

So forderte dann auch die Bonner Kreissynode in der Debatte um KiBiz von der Landesregierung "zu verlässlichen Rahmenbedingungen zurückzukehren“. Die angestrebte Qualitätssteigerung von Bildung, Erziehung und Betreuung für Kinder stehe auf der Kippe. Das Gesetz dürfe sich nicht als „verstecktes Sparpaket entpuppen“, warnte Lukaskirchenpfarrer Ulrich Thomas, Synodalbeauftragter für Kindergärten.

 

 

Spielend gemeinsam lernen: in einer altersgemischten Gruppe in der Kindertagesstätte der Bonner Lutherkirchengemeinde. (Foto: B.Worringer) Spielend gemeinsam lernen: in einer altersgemischten Gruppe in der Kindertagesstätte der Bonner Lutherkirchengemeinde. (Foto: B.Worringer)

OKR Eberl riet den Gemeinden in Bonn und der Region, im Bereich der Kindergärten Trägerverbünde zu gründen. Das habe erhebliche Vorteile bei der politischen Interessensvertretung sowie bei der Personalentwicklung. Mit dem neuen Kinderbildungsgesetz werde sich die Notwenigkeit noch erhöhen. Allerdings: Ein regionaler Trägerverbund dürfe nicht die Verankerung der Einrichtungen in den Gemeinden aufheben. „Die enge Verknüpfung von Kirchengemeinde und Kindergarten ist wesentlicher Teil unseres Profils“, so der Oberkirchenrat. Die Synode beschloss entsprechend, den bereits vollzogenen Schritt, der zur Gründung einer Interessensgemeinschaft auf dem Bonner Stadtgebiet geführt hat, "weiter zu gehen" und "noch stärker zu verbindlichen, gemeinsanen Abspachen zu kommen".

Mindestens so wichtig: Die Bonner Kreissynode bekräftigte ihre Bereitschaft, im Bereich Kindergärten auch weiterhin „Verantwortung zu tragen.“ Kindergärten "bleiben ein wichtiges Arbeitsfeld der Kirchengemeinden", so das einstimmige Votum des Kirchenparlaments. Die evangelischen Gemeinden in Bonn geben laut Superintendent Eckart Wüster jährlich fast eine Million Euro für Kindertageseinrichtungen aus. Doch nur jeder zweite Platz sei von einem evangelischen Kind besetzt. In den evangelischen Einrichtungen in Bonn und der Region seien 17 Prozent der Kinder ohne Konfession, 15 Prozent katholisch, 13 Prozent muslimisch und 5 Prozent freikirchlich oder andersgläubig. „Evangelische Kirche nimmt hier eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe wahr“, so Wüster.

 

 

Synodale im Gespräch: Bonns Polizeipräsident Wolfgang Albers (r.) mit FDP-Chef Werner Hümmrich, Studierendenpfarrerin Dagmar Müller und Dr. Jürgen Reifarth von Caesar. (Foto: J.Gerhardt) LupeSynodale im Gespräch: Bonns Polizeipräsident Wolfgang Albers (r.) mit FDP-Chef Werner Hümmrich, Studierendenpfarrerin Dagmar Müller und Dr. Jürgen Reifarth von Caesar. (Foto: J.Gerhardt)

Das war auch die Botschaft an zwei Gäste, die der Tagung aufmerksam folgten: Einträchtig saßen die Jugendamtsleiter vom Rhein-Sieg-Kreis, Ulla Schrödl, und Udo Stein aus Bonn nebeneinander unter 85 Vertreterinnen und Vertretern aus den zehn evangelischen Kirchengemeinden aus Bonn, Bornheim und Alfter und lauschten der Debatte. Die beiden Jugendamtsleiter hatten eingangs mit Lob nicht gespart: „Evangelische Kindergärten sind unverzichtbar für Bonn“, sagte Stein und hob besonders „die gute Qualität“ der Einrichtungen hervor. Beispielhaft nannte er das "Haus der Familie“ in Godesberg und die Kindertagesstätte der Trinitatiskirchengemeinde in Endenich. Letztere darf in den nächsten Tagen erwarten, das offizielle NRW-Siegel „Familienzentrum“ verliehen zu bekommen - als erste evangelische Einrichtung der Region.

Mehr an die eigenen Adresse und so manchen Synodalen, der auch im politischen Bereich wirkt, warb Stein: „Neben den Plätzen für unter Dreijährige müssen wir vor allem die familienergänzenden Aufgaben ausbauen.“ Ulla Schrödel machte sich stark für „Erziehungspartnerschaften zwischen Eltern und Kindergärten“. Das alles gerne mit der evangelischen Kirche und ihren 61 Einrichtungen in Bonn und der Region, „allerdings müssen die Rahmenbedingungen stimmen“, so Diakoniechef Ulrich Hamacher mit Hinweis auf die politische Debatte im Landtag. Die regionale Kindergartenfachberaterin Ursula Gerlach-Keuthmann erinnerte auch an die Erzieherinnen und Erzieher, denen immer neue Aufgaben aufgeladen würden. Die Ansprüche wüchsen, die Finanzen nicht - das könne auf Dauer nicht gut gehen. Gerlach-Keuthmann: "Unsere Kirche wird auch hier eine Anwältin für Qualität sein und bleiben."

 

Joachim Gerhardt /

 



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