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Bonner Kreissynode hat getagt:

Religion an der Schule ist "elementarer Grundlagenunterricht"

Mancher fühlte sich in seine Schulzeit zurückversetzt. Vorne redeten die Lehrer, hinten schwieg die Klasse. Doch das Thema war brisant. Es ging um den Religionsunterricht. Und beteiligt haben sich am Ende doch sehr viele.

Die gute Nachricht vorab: Auf 7.522 evangelische Schüler kommen im Kirchenkreis Bonn nur 197 Abmeldungen. Da hatten die 84 Vertreter aus den elf Kirchengemeinden in Bonn, Bornheim, Alfter und Hersel aus ihrer eigenen Schulzeit ganz andere Zahlen in Erinnerung. „Das Fach Religion erfreut sich unter Schülern mehr denn je großer Beliebtheit“, erklärte Superintendent Eckart Wüster. Aber die Rahmenbedingungen sind zumindest teilweise und das besonders an Grund- und Gesamtschulen in Schulnoten ausgedrückt „mangelhaft“: Unterricht fällt aus, ganze Jahrgänge im siebten und achten Schuljahr bleiben „religionslos. Es gibt zu wenig Lehrer, so dass an einigen Schulen jede dritte Unterrichtsstunde von einem Fachfremden erteilt wird.
Die Kreissynode hatte sich für ihre Jahresversammlung am Freitag und Samstag im Haus der Evangelischen Kirche in Bonn Experten aus Schulen und Behörden eingeladen. Für Christa Hahn, Rektorin an der Ludwig Richter-Gemeinschaftsgrundschule in Duisdorf, kommen viele ihrer Kinder erst an der Schule mit Religion in Berührung. „Bei uns wissen oft nur die Muslime, welchem Glauben sie angehören.“ Das Fach Religion ist deshalb für sie kein Randthema, sondern „elementarer Grundlagenunterricht“. Trotzdem muss sich das Fach, das wie kein anderes sogar im Grundgesetz abgesichert ist, immer wieder neu im Schulalltag behaupten, berichtete Schulrätin Helga Jarosch von der Kölner Bezirksregierung. Hier sei vor allem der Elternwillen entscheidend. „Wenn die Eltern den Religionsunterricht vor Ort einklagen, dann wird er auch erteilt“, so ihre Einschätzung.
Nach langer Diskussion, beschloss das Kirchenparlament  am Ende einstimmig ein programmatisches Gesamtpaket zur Stärkung des Religionsunterrichts: Der Staat soll mehr Lehrer einstellen. In Bonn und der Region nähmen die Schülerzahlen nämlich gegen den Landestrend sogar noch zu, so Schulreferentin Elisabeth Thissen. Auch Islamkunde soll flächendeckend eingeführt werden. Die Kirche selber will Schulgottesdienste pofilieren und die Kooperation zwischen Schule und Kirchengemeinde ausbauen, zum Beispiel mit „schulnaher Jugendarbeit“ oder ihrem Engagement bei den Offenen Ganztagsschulen.

 

Superintendent Eckart Wüster: "Der Schutz des Sonntags sollte zentrales Anliegen aller Christen sein." (Foto: J.Gerhardt) Superintendent Eckart Wüster: "Der Schutz des Sonntags sollte zentrales Anliegen aller Christen sein." (Foto: J.Gerhardt)

Hohe Gäste begleiteten die Kreissynode dieses Jahr. Die Delegation aus dem Partnerkirchenkreis "Kusini A", vier Vertreter aus dem Nordwesten Tansanias, verfolgten aufmerksam und mit sichtbarer Freude die munteren Debatten des Bonner Kirchenparlaments. Im Festgottesdienst zum Beginn der Synode in der Schloßkirche der Universität hatte Pastor Jackson, der die tansanische Delegation anführt, die Predigt gehalten.

Der kreiskirchliche Haushalt mit einem Volumen von 5,3 Millionen Euro passierte mit einhelliger Zustimmung die Synode. Keine Mehrheit fand der Antrag, die kaufmännische Buchführung nur eingeschränkt für das kirchliche Finanzwesen einzuführen und eine Verwaltungsordnung zur Substanzerhaltungsrücklage für kirchliche Gebäude nicht umzusetzen. Die rege Diskussion hatte aber für viele zumindest den Nutzen, sich noch einmal nachhaltig mit der eigenen Haushaltsplanung, ihrem Sinn und den Schwierigkeiten, zu beschäftigen. Auch ein Eilantrag, die Situation der Pfarrerinnen und Pfarrer im Wartestand (auf Lebenszeit verbeamtete Pfarrer derzeit ohne eigene Stelle) anders zu regeln, als es die Landessynode plant, fand keine Mehrheit. Oberkirchenrat Jürgen Dembek, eigens zu diesem komplexen Thema aus Düsseldorf angereist, warb für die landessynodale Position. Sie sieht ein Art neues Bewerbungsverfahren für die betroffenen Pfarrerinnen und Pfarrer vor, ob und wo sie im Rheinland Verwendung finden können. Synodale äußerten die große Befürchtung, dass Pfarrer bei negativem Ausgang des Testes ein für alle Mal als "berufsunfähig" gekennzeichnet seien.

Gewählt wurde auch: Neues berufenes Mitglied der Bonner Syode ist der Neutestamentler Prof Dr. Günter Röhser (Universität Bonn), der auch gleich Synodalbeauftragter für Gemeindeentwicklung und missionarische Dienste wurde. Als Synodalbeauftragter für Diakonie wurde Synodalassessor Pfarrer Wolfgang Harnisch bewählt.

Zum Auftakt der Synode hatte sich der Superintendent und Herseler Pfarrer Eckart Wüster noch einmal ausdrücklich für den Schutz der Sonntags ausgesprochen. Er nahm dabei besonders die Vertreter der Kirchengemeinden um Bonn herum in die Pflicht. Die Gemeinden im Rhein-Sieg-Kreis sollten sich ähnlich deutlich und öffentlich wie die Bonner gegen eine Aushöhlung des Sonntagsschutzes einsetzen, „damit wir diesen Tag als gemeinsamen Tag für Ruhe, Freizeit und Familie für unsere ganze Region bewahren können“. Wüster schloss mit einem Appell: „Wenn es gelingt, dass alle Kirchenmitglieder – mehr als 70 Prozent in Bonn und der Region – die Angebote der verkaufsoffenen Sonntage nicht nutzen, haben die Geschäfte bald wieder geschlossen, weil es sich nicht lohnt.“

Auch zum Thema Moscheebau äußerte sich Wüster. Er unterstütze die Muslime nach einem angemessenen Gottesdientraum auch in Bonn, sagte der Superintendent. Zugleich riet er aber, den Bau einer Moschee von der Errichtung eines Kulturzentrums zu trennen. Ausdrücklich lobte der Superintendent die gute Ökumene in Bonn und der Region. (Den ganzen Jahresbericht finden Sie unten auf dieser Seite zum Downlaod.)

Ebenfalls am Freitag hatte Stephan Langerbeins, Leiter des gemeinsamen Jugendreferats der Kirchenkreise Bonn und An Sieg und Rhein, seinen ersten mündlichen Bericht vor der Synode vorgelegt und kompetent wie hintergründig über die gute Zusammenarbeit der evangelischen Jugendarbeit zu beiden Seiten des Rheins berichtet.

 

 

 

Joachim Gerhardt /

 



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