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Die Johanniskirchengemeinde in Bonn teilt sich:

"Teilen um zu fusionieren"

Am 1. Juli 2007 ist es soweit: Die Johanniskirchengemeinde Duisdorf teilt sich. Die Gemeinde mit neuem Namen wird die "Evangelische Kirchengemeinde am Kottenforst". Pfarrer A. Schneider spricht von "Teilen um zu fusionieren" und erläutert Hintergründe...

Die Jesus-Christus-Kirche in Witterschlick ist eine von drei Predigtstätten der neuen "Evangelischen Kirchengemeinde am Kottenforst". (Foto: Joachim Gerhardt) Die Jesus-Christus-Kirche in Witterschlick ist eine von drei Predigtstätten der neuen "Evangelischen Kirchengemeinde am Kottenforst". (Foto: Joachim Gerhardt)

Teilen um zu fusionieren: Zwei Bezirke der Johanniskirchengemeinde bilden die neue Evangelische Kirchengemeinde am Kottenforst.

In einem Protokoll des 5. Pfarrbezirkes der Ev. Johanniskirchengemeinde ist zu lesen,  „dass deutliche Anzeichen zu bemerken sind, dass die Gemeinde zu groß wird. Es wird beraten, ob einer Klausur des Presbyteriums eine Gemeindeteilung vorgeschlagen werden soll... Unter Umständen kann auf Entwürfe früherer Aktivitäten zurückgegriffen werden.“ Das Außergewöhnliche dieser Protokollnotiz ist nicht ihr Inhalt, sondern das Datum ihrer Niederschrift, der 11. August 1980.

 

Die Thomaskirche in Röttgen ist Predigtstätte für die Gemeinde in Ückesdorf und Röttgen. (Foto: J.Gerhardt) Die Thomaskirche in Röttgen ist Predigtstätte für die Gemeinde in Ückesdorf und Röttgen. (Foto: J.Gerhardt)

Seit über 30 Jahren machte man sich in der Evangelischen Johanniskirchengemeinde Gedanken über eine Teilung der Gemeinde, da aufgrund der vielen Ortsteile und der ehemals sieben Pfarrbezirke es für das Presbyterium immer schwerer wurde, seine Leitungsaufgabe wahrzunehmen. Sitzungen dauerten oft bis Mitternacht, da die Fülle der zu besprechenden Themen den Rahmen jeder Sitzung sprengte.
1980 wurde dann die bestehende Gemeindesatzung dahingehend geändert, dass den einzelnen Pfarrbezirksausschüssen mehr Entscheidungskompetenz übertragen wurde.

Dies entlastete zwar das Presbyterium, führte aber in den weiteren Jahren dazu, dass die einzelnen Bezirke sich mehr und mehr voneinander isolierten und ein Eigenleben entwickelten, was wiederum nicht unproblematisch war, da dass Presbyterium nach wie vor in letzter Instanz die Verantwortung für alles trug. Ein Zustand, der sich in den vergangenen Jahren bei manchen Entscheidungsprozessen als äußerst schwierig erwies, so dass erneut, angestoßen durch die Visitation des Kreissynodalvorstandes im Jahr 2001, die Frage nach einer Gemeindeteilung aufgeworfen und schließlich dahingehend gelöst wurde, dass die Bezirke 3 und 5 der Evangelischen Johanniskirchengemeinde ab dem 1. Juli 2007 offiziell die Evangelische Kirchengemeinde am Kottenforst bilden werden. Dieser Vorschlag der Johanniskirchengemeinde wurde vom Kreissynodalvorstand befürwortet und im Februar vom Kollegium des Landeskirchenamtes genehmigt.

 

Das Katharina von Bora-Haus, benannt nach der Ehefrau Martin Luthers, ist Predigtstätte in Alfter-Oedekoven. (Foto: J.Gerhardt) Das Katharina von Bora-Haus, benannt nach der Ehefrau Martin Luthers, ist Predigtstätte in Alfter-Oedekoven. (Foto: J.Gerhardt)

Auch wenn sich nun die beiden Bezirke von der Johanniskirchengemeinde trennen, ist dieser Prozess alles andere als eine Verstärkung der Absonderung. Beide Bezirke sind sich von Beginn an darin einig, dass das Gemeindeleben gemeinsam gestaltet werden muss, ein Prozess den beide Partner zur Zeit als Bereicherung erleben.

Pfarrer Jörg Zimmermann: „Ich erlebe die derzeitige Phase der Gemeindebildung als anregende Inventur der eigenen Arbeit. Das Zusammenwachsen nötig einen dazu, jeden Arbeitsbereich noch einmal neu zu betrachten.“

Pfarrer Andreas Schneider: „Bei der Auflistung der bisherigen Aktivitäten zeigt sich, dass man sich in vielerlei Bereichen schon jetzt in guter Weise ergänzt.“

So wird es in der neuen Gemeinde keine Pfarrbezirksauschüsse mehr geben, sondern nur noch ein Presbyterium mit zwölf Mitgliedern und ein bis zwei Mitarbeiterpresbytern. Mit dieser Größe ist es möglich, im Rahmen des Leitungsgremiums auch wieder intensiv thematisch zu arbeiten. In den kommenden Wochen muss nun ein Siegel und ein Logo gefunden und ein neuer Gemeindebrief konzeptioniert werden, der dann Anfang Juni erscheinen soll. "Band" ist der Titel des bisherigen Gemeindebriefes im Bezirk Röttgen.
Und eben ein solches Band soll im Rahmen eines Festgottesdienstes am 5. August durch den Kottenforst von der Jesus-Christus-Kirche in Witterschlick zur Thomaskirche in Röttgen gespannt werden. Denn fortan an wollen beide Bezirke gemeinsam das Gemeindeleben gestalten. "Gemeinsam" wird dann auch der Titel des zukünftigen Gemeindebriefs sein.                           Autor: Andreas Schneider

Weiter Informationen: Die neue Evangelische Kirchengemeinde am Kottenforst umfasst auf Bonner Stadtgebiet Röttgen und Ückesdorf sowie auf Alfterer Gebiet die Orte Gieldsdorf, Oedekoven, Impekoven, Witterschlick, Volmershoven sowie Heidgen mit insgesamt fast 5.000 Gemeindegliedern. Sie hat drei Predigtstätten: Thomaskirche in Röttgen, Jesus-Christus-Kirche in Witterschlick sowie  Katharina-von-Bora-Haus in Oedekoven.

Die Johanniskirchengemeinde behält ihren Namen in ihren Gemeindeteilen auf der Fläche des Bonner Stadtbezirks Hardtberg in Duisdorf, Lengsdorf, Medinghoven und auf dem Brüser Berg. Die Johanniskirchengemeinde hat dann etwa 10.000 Gemeindeglieder und ist damit immer noch die größte evangelische Kirchengemeinde im Kirchenkreis Bonn. Ihre vier Predigtsstätten sind die Johanniskirche in Duisdorf, die Matthäikirche in Lengsdorf, das Martin-Bucer-Haus in Medinghoven sowie die Emmaus-Kirche auf dem Brüser Berg.  (ger)

 

 



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