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„Mein Sohn war tot und er ist wieder lebendig geworden.“ In diesem Satz des Vaters gipfelt die Geschichte „Vom verlorenen Sohn“ in der Bibel. Es ist toll, wenn eine schwierige Familiengeschichte so heilt, dass nach Jahren der Entfremdung und Distanz ein Vater einen solchen Satz sagen kann.

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Gerd Heidemann gestorben

Wüster: "Engagierten Protestanten verloren"

Die Evangelische Kirche in Bonn trauert um Gerd Heidemann. „Wir haben einen engagierten Protestanten verloren", sagt Superintendent Eckart Wüster. Trauergottesdienst ist am Dienstag, 10. Juli, 18.00 Uhr in der Poppelsdorfer Lutherkirche (Reuterstr. 11).

Superintendent Eckart Wüster erklärt: „Der Tod Gerd Heidemanns überrascht uns und trifft uns sehr. Wir haben einen engagierten Protestanten verloren. Gerd Heidemann hat sich in seinen vielfachen politischen Funktionen immer wieder für seine evangelische Kirche eingesetzt. Viele Anliegen vor allem im sozialen Bereich haben uns verbunden. Der enge Kontakt zu seiner Heimatgemeinde, der Lutherkirchengemeinde in der Bonner Südstadt, ist für mich Ausdruck seiner tiefen evangelischen Lebenshaltung gewesen.“

Gerd Heidemann hat sich vielfältig ehrenamtlich für die evangelische Kirche engagiert. Von 1988 an bis zuletzt war er Synodaler der Bonner Kreissynode. Zudem war er seit 2000 im Kuratorium der neu gegründeteten Stiftung Krankenhausseelsorge des Evangelischen Kirchenkreises Bonn. Gerd Heidemann war am Montagmorgen (2. Juli 2007) überraschend in seiner Bonner Wohnung verstorben. Heidemann wird in der Heimat seiner Familie in Herford beigesetzt. Den öffentlichen Bonner Trauergottesdienst hält am Dienstag, 10. Juli um 18.00 Uhr in der Lutherkirche Pfarrerin Ulrike Veermann. Mit dabei auch Superintendent Eckart Wüster. Die Bonner SPD lädt anschließend zu einem Empfang.

Zum Nachlesen: Gerd Heidemann hat im März 2001 den Fragenbogen über "Gott und die Welt" in der Bonner Kirchenzeitung PROtestant beantwortet. Hier seine Gedanken: 

? Ihre Lieblingsgeschichte aus der Bibel?
Es gibt viele. Und das wechselt. Im Augenblick die Geschichte von Zachäus.

? Was bedeutet für Sie „Sünde”?
Ich weiß, was Theologie damit meint. Und kenne eigene Schuld und Fehlverhalten. Dennoch: für meine Lebenswirklichkeit treibt mich das Problem "der Sünde" nicht in besonderer Weise um. Dies gilt auch für Luthers Frage nach dem "gnädigen Gott".

? Welche Zukunft hat die Evangelische Kirche?
Ich mache mir da keine besonderen Sorgen. Als Volkskirche vielleicht keine. Als "Salz der Erde" allemal.

? Welche Bedeutung hat das Gebet für Ihren Alltag?
Eher die gelegentliche Funktion eines Stoßgebetes, obwohl Luthers Morgen- und Abendsegen schon Orientierung bedeuten wie auch die formulierten Gebete der alten Kirche.

? Was würde Jesus von Nazareth heute predigen?
Ich hoffe dasselbe. Denn seine Botschaft ist aktuell geblieben.

? Kennen Sie noch Ihren Taufspruch?
Taufspruch nein. Konfirmationsspruch ja.

? Sind Sie schon mal während einer Predigt eingenickt?
Geschlafen nicht. In Gedanken abwesend öfters.

? Was ärgert Sie am Christentum am meisten?
Ich habe hier keine intensiven Regungen des Ärgers.

? Was freut Sie am Christentum am meisten?
Eintreten für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung.

? Was bedeutet für Sie Auferstehung?
a. Gültigkeit der christlichen Botschaft. b. Hoffnung, dass auch mit meinem Tode nicht alles aus ist.

? Welches Kirchenlied kennen Sie auswendig?
Etwa 35.

? Ihre Lieblingsgestalt aus der Kirchengeschichte?
Bonhoeffer

? Spielt es für Sie eine Rolle, ob Ihre Freunde und Bekannten in der Kirche oder ausgetreten sind?
Sicher nicht die erste Frage. Und Freundschaft ist hiervon nicht abhängig. Aber es spielt irgendwann natürlich eine Rolle, weil es Gemeinsamkeit und Verbundenheit schafft, sofern sie oder er nicht nur Kirchensteuerzahler ist.

? Die Rolle Ihrer Heimatgemeinde in Ihrem Leben?
Ich gehe nicht regelmäßig in den Gottesdienst, fühle mich meiner Gemeinde aber zugehörig.

? Freuen Sie sich auf die Ewigkeit?
Die verbal emphatisch bekundete Freude früherer Generationen ist mir fremd. Dazu weiß ich zu wenig von der Ewigkeit und bin zu stark im Hier und Jetzt verankert. Noch.

? Evangelisch - katholisch, muss das noch sein?
Ich bin für Ökumene, ohne die Unterschiede zu verwischen, die mich veranlassen, bewusst und gerne "evangelisch" zu sein.

? Was denken Sie über “Mission”?
Wer gibt nicht gerne eine gute Nachricht weiter, die auch andere betrifft. So verstanden ist Mission eigentlich selbstverständlich. Aber nicht penetrant und eifernd sondern "sanftmütig" und mit Respekt vor anderen Kulturen und Meinungen.

? Und der Teufel?
Ich glaube nicht an ein personifiziertes Böses.

? Drei Wünsche an und für die Kirche:
a. Seligpreisungen ernster nehmen.  b. Nicht modisch sondern modern sein. Dabei beherzigen, dass die Traditionen unserer Kirche nicht eo ipso veraltet sind. c. Licht der Welt sein, ohne selbst allzu erleuchtet zu wirken.

 

 

 

Joachim Gerhardt /

 



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