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Bonner Reformationsfeier 2007 in der Kreuzkirche:

Dembek: "Beherzter Aufbruch zu Gott"

Mit einem Festgottesdienst in der Kreuzkirche am Kaiserplatz hat die Evangelische Kirche in Bonn den Reformationstag gefeiert. Der Gastprediger Oberkirchenrat Jürgen Dembek rief zu einem "beherzten Aufbruch zu Gott" auf. Hier seine Predigt zum Nachlesen.

Reformation: Ausgangspunkt evangelischer Kirchengeschichte und zugleich immer auch Gegenwart und Zukunft. (Abb.: Joachim Gerhardt) Reformation: Ausgangspunkt evangelischer Kirchengeschichte und zugleich immer auch Gegenwart und Zukunft. (Abb.: Joachim Gerhardt)

Vor jedem persönlichen Aufbruch steht "ein beherzter Aufbruch zu Gott", sagte der OKR Jürgen Dembek in Auslegung des alttestamentlichen Propheten Jesaja (Kap. 62). Persönliche Aufbrüche gelingen laut Dembek wiederum nur, wenn Menschen "das innere Exil verlassen, – den verzagten Rückzug auf sich selbst, der Einschluss in die Gemäuer der eigenen Besitztümer. Wer so in sich selbst verschlossen lebt, ohne Aussicht, so verstrickt in seine Fragen ohne Antwort, wer nicht anders kann, als sich selbst zu genügen in seiner Resignation, der findet von selbst nicht heraus, kann sich nicht selbst befreien, nicht aus eigenen Kräften aufbrechen."

"Zum Aufbruch gehört Gottvertrauen." Das predigte Dembek, der Mitglied der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland ist, auch mit Blick auf die Kirche selbst und "manche Diskussion in den letzten Jahren über sinkende Mitgliederzahlen, schrumpfende Finanzen, fortschreitende Säkularisierung, Traditionsabbruch und abnehmende Akzeptanz in der Gesellschaft. Eine kultivierte Depressivität machte sich breit – nicht nur in Sitzungszimmern. Diesen Zustand der Selbsteinschüchterung zu verlassen, das gelingt wohl nur, wenn das Vertrauen zu Gott gestärkt wird. Damit sind die Probleme nicht gelöst, schwierige Rahmenbedingungen werden nicht schön geredet, aber all das bekommt einen nachgeordneten Stellenwert."

Zugleich rief Dembek dazu auf, unseren Aufbruch nichts ins Leere laufen zu lassen, sondern auszurichten auf biblische "Wegmarken":  "die Option für die Armen – in unserer Gesellschaft und in der Welt, die Parteinahme für die sozial Schwachen, Benachteiligten und Machtlosen, für die kommenden Generationen; die Wegmarke des konziliaren Prozesses für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung; die Wegzeichen der Dekade zur Überwindung von Gewalt."

Jürgen Dembek bezog sich immer wieder auf Martin Luther und betonte die Bedeutung der Rechtfertigungsbotschaft, ein Kernanliegen Luthers, auch heute. Sie sei "ein antidepressives Mittel von großer Kraft! Ein Lebenszeichen von Gott! Ein Lebenszeichen für Sie und mich, ein Lebenszeichen für unsere Kirche! Gott – so lautet diese frohe Botschaft – rechtfertigt die Person, sie ist ihm recht, auch wenn er ihre Taten ablehnt. Gott trennt zwischen Person und Werk, Mensch und Geschick, Identität und Erfolg. Er wertet nicht das Scheitern der Werke als Scheitern der Person. Er sagt: Du bist gut, obwohl nicht alles gut ist, was du tust."

Der Gottesdienst mit vielen Gästen aus Politik und Gesellschaft aus Bonn und der Region wurde festlich musikalisch ausgestaltet von Stefan Horz an der Orgel und der Kantorei der Kreuzkirche. Anschließend traf sich die große Festgemeinde zum Emfang des Kreissynodalvorstandes des Evangelischen Kirchenkreises Bonn in der Krypta der Kreuzkirche.

Der Bonner Superintendent Eckart Wüster begrüßte die Gäste, betonte gerade zum Reformationstag das gut ökumenische Klima in der Stadt und die Bedeutung der Kirchen für eine menschliche Gesellschaft. Pfarrer Wüster erklärte: "Reformation ist nicht nur ein historisches Ereignis und ist auch kein abgeschlossener Prozess. Die Frage, wie im Wandel der Zeiten der Glaube an den einen Gott bewahrt und gelebt werden kann, muss immer wieder neu bedacht werden. Gott ist seinen Weg mit uns Menschen gegangen. Wie dieser Weg aussieht, wohin wir aufbrechen sollen, das erschließt sich uns oft nicht einfach so. Deshalb brauchen wir immer wieder neues Fragen und Nachdenken. Und zugleich den Zuspruch, dass Gott bei uns ist alle Tage, bis an das Ende der Welt."

 

 

 

Joachim Gerhardt /

 



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