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Rundfunk-Gottesdienst in der Lutherkirche

"Karfreitag kennt viele Melodien"

In seiner Predigt zu Karfreitag, dem für viele Protestanten höchsten Feiertag, betonte der Bonner Superintendent Eckart Wüster die Bedeutung des Kreuzestodes Jesu für den christlichen Glauben.

Der Bonner Superintendent Eckart Wüster hielt die Predigt in dem vom WDR und Deutschlandfunk live übertragenen Gottesdienst aus der Poppelsdorfer Lutherkirche. (Foto: J.Gerhardt) Der Bonner Superintendent Eckart Wüster hielt die Predigt in dem vom WDR und Deutschlandfunk live übertragenen Gottesdienst aus der Poppelsdorfer Lutherkirche. (Foto: J.Gerhardt)

„Das Sterben Jesu ist die logische Konsequenz von Weihnachten: Gott wurde Mensch“, predigte Wüster im Rahmen eines Festgottesdienstes in der Poppelsdorfer Lutherkirche, der vom WDR-Hörfunk und dem Deutschlandfunk bundesweit live übertragen wurde. Wie kein anderer Tag erinnere Karfreitag daran, „dass es menschliches Leben nicht ohne Leiden und Sterben gibt und dass sich Gott den Schattenseiten des Menschseins nicht entzieht“.

 

Der Festgottesdienst wurde musikalisch gestaltet von der Kantorei und dem Orchester der Lutherkirche unter Leitung von Kantor Berthold Wicke. Pfarrerin Ulrike Veermann hielt die Liturgie. (Foto: J.Gerhardt) Der Festgottesdienst wurde musikalisch gestaltet von der Kantorei und dem Orchester der Lutherkirche unter Leitung von Kantor Berthold Wicke. Pfarrerin Ulrike Veermann hielt die Liturgie. (Foto: J.Gerhardt)

In den Mittelpunkt seiner Predigt stellte Wüster, der auch Pfarrer in Hersel ist, das Passionslied „O Haupt voll Blut und Wunden“ von Paul Gerhardt, dem bekanntesten evangelischen Gesangbuchdichter, der dieses Jahr 400. Geburtstag feiert. Den Bilderreichtum des barocken Kirchenlieddichters Gerhardt buchstabierte Wüster in seiner Predigt nach: „Kann man sich am Leiden eines Menschen poetisch ergötzen? Müsste uns nicht vielmehr Zorn ergreifen, wenn man einen Menschen so leiden sieht?“ fragte er und macht zugleich deutlich: „Leben misst sich nicht einfach an Erfolg und materiellem Reichtum, sondern auch an Hingabe.“

Wüster erinnerte: „So wie Jesus am Kreuz geschrien hat: Mein Gott, warum hast du mich verlassen? so schreien heute viele Menschen. Nicht wenige scheitern radikal, fühlen sich von Gott und den Menschen verlassen; ausgeliefert dem, was sie erleiden müssen. Für manchen ist die Welt so dunkel, dass da kein Gott mehr ist. Keine Hoffnung, nur die große Einsamkeit.“

Die Kantorei und das Orchester der Lutherkirche unter Leitung von Kantor Berthold Wicke unterstützte die musikalische Spurensuche eindrucksvoll zusammen mit der Bonner Sopranistin Christine Gogolin. Die Liebesliedvorlage des Chorals „O Haupt voll Blut und Wunden“ erklang ebenso wie dessen Nachhall in zeitgenössischem Pop mit „American Tune“ von Paul Simon, intoniert von Matthias Höhn.

 

Auf Sendung: Der Ü-Wagen des WDR vor der Lutherkirche in Bonn-Poppelsdorf. (Foto: J.Gerhardt) Auf Sendung: Der Ü-Wagen des WDR vor der Lutherkirche in Bonn-Poppelsdorf. (Foto: J.Gerhardt)

„Karfreitag kennt viele Melodien“, predigte Superintendent Wüster. Von Anfang der Christenheit an habe es nicht nur ein Verständnis vom Tode Jesu gegeben. „Aber in jedem Verständnis entdecken wir einen Gott, der dem Menschen ganz nahe ist, einen Gott voller Leidenschaft.“ Die „Klammer“ aller Vorstellungen vom Tode Jesu ist für Pfarrer Wüster „die Hoffnung, dass wir im Leben wie im Sterben umfangen sind von dem Gott, der uns umgibt wie die Luft, die wir einatmen.“

 

Joachim Gerhardt / 06.04.2007

 



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