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Weihnachtsgottesdienste in Bonn und der Region - Eine erste Übersicht:

Bundespräsident feierte Weihnachten in der Lutherkirche

Über durchweg hervorragend besuchte Weihnachtsgottesdienste freut sich die evangelische Kirche. Allein in der Kreuzkirche am Kaiserplatz feierten rund 2.500 Menschen die Gottesdienste am Heiligen Abend. Lesen Sie hier ein Überblick über die Predigten...

Der Herrnhuter Stern, christliches Wahrzeichen zu Weihnachten, leuchtet in diesen Tagen in vielen evangelischen Kirchen in Bonn und der Region. (Foto: Kirchenkreis Bonn) Der Herrnhuter Stern, christliches Wahrzeichen zu Weihnachten, leuchtet in diesen Tagen in vielen evangelischen Kirchen in Bonn und der Region. (Foto: Kirchenkreis Bonn)

„Die Klarheit von Weihnachten über dem Stall von Bethlehem“ wünschte der Bonner Superintendent Eckart Wüster den Menschen auch in unseren Tagen: „Als die Hirten in der Nacht ihres Alltags bei ihren Schafen ausharrten, da trat die Klarheit Gottes in ihr Leben. Ein Engel erschien auf dem Feld. Plötzlich wurde es hell. Das wäre es doch: angesichts der undurchsichtigen Zukunft, der unsicheren Prognosen der Wirtschaftsfachleute wird es plötzlich hell. Mit einem Male wissen wir, wo es langgeht“, predigte Wüster in der Dreieinigkeitskirche in Hersel.
„Doch ginge es so einfach?“, fragte er. „Die Hirten auf dem Felde bei Bethlehem waren alles andere als erfreut, als das Licht Gottes in ihr Leben trat. Sie fürchteten sich sehr, heißt es in der Bibel. Klarheit sorgt nicht unbedingt für klare Verhältnisse. Klarheit macht Angst. Was die Hirten spüren, wird auch auf uns zukommen: Wir müssen uns auf den Weg machen. Wir werden die Krisen unseres Lebens nicht bewältigen, wenn wir meinen, es ginge ohne Veränderungen immer so weiter.“
Für Wüster erleben die Hirten „das Wunder ihres Lebens, weil sie sich vom Engel Gottes auf den Weg schicken lassen durch ihre Furcht hindurch. Begleitet von der Botschaft: Euch ist heute der Heiland geboren. Darauf verlassen sie sich. So wird es Weihnachten“, sagte Superintendent Wüster in dem Festgottesdienst umrahmt vom Kirchenchor und Posaune.

Laut Pfarrer Wolfgang Harnisch, stellvertretender Bonner Superintendent, lösen sich die Nöte und Probleme des Jahres 2008 zu Weihnachten nicht auf, „aber sie erscheinen in einem anderen Licht“. Angesichts der Wirtschaftskrise fragten die Menschen, wem sie vertrauen könnten. „Vom Tanz ums Goldene Kalb ist die Rede, der Kapitalismus zeigt für viele ein unmenschliches Antlitz.“ Harnisch lud ein, sich „vom Lobgesang der vertrauten Weihnachtslieder anstecken zu lassen. Dann wird unser Wertesystem zurechtgerückt.“ Die große Frage an Weihnachten laute: „Worauf setzen wir unser Vertrauen im Leben und im Sterben? Woran hängen wir unser Herz? Sind Geld und Gut unsere Lebensmittel? Entscheidet die Höhe des Bankkontos über Wert und Würde eines menschlichen Lebens?“ – „Gott schenkt uns seinen Sohn. Damit gibt er uns eine Antwort auf unsere Fragen und sagt zugleich: Jeder Mensch ist mir wichtig“, predigte Pfarrer Harnisch in der Christvesper im Martin-Bucer-Haus der Johanniskirchengemeinde in Medinghoven

Für Pfarrer Christian Werner zeigt uns Weihnachten „Gottes Möglichkeiten in einer unter dem Zwang der Notwendigkeiten leidenden Welt“. Der Stall in Bethlehem stehe für „das Unerwartete, das, was vom Glauben, Hoffen, Lieben geprägt ist. Dass wir Gott finden in einem Kind in der Krippe, das finden wir eigentlich unmöglich. Es ist aber so. Es ist Gottes Möglichkeit. Gott ist auch Mensch. Gott liebt mich und braucht mich. Was für Möglichkeiten! Und nun gilt es doch, mein kleines Leben in diese Dimension hinein zu stellen und mit ihr fest zu verbinden“, predigte Pfarrer Werner, bis zum Jahresende noch stellvertretender Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Bad Godesberg-Voreifel in der Marienforster Kirche der Johanneskirchengemeinde in Bad Godesberg.

Pfarrer Gerhard Schäfer rief in seiner Predigt in der Kreuzkirche, der evangelischen Innenstadt in Bonn dazu auf „das Kind in der Krippe als Hinweisschild zur Umkehr“ zu betrachten, „als Geburtshelfer für einen Neuanfang“. „Wollen wir in einer Welt leben, in der es oft so sehr um Tarnen, Tricksen, Täuschen und Absahnen geht und in der eine ständige Atmosphäre des Misstrauens herrscht“, fragte er und sprach sich dafür aus, „mit Gottes Zuspruch eine Welt zu gestalten, in der Vertrauen und Glaubwürdigkeit gedeihen“. Pfarrer Schäfer: „Ich wünsche unserer Gesellschaft die Rückkehr zu einem wirklich tragfähigen Wurzelgrund. Und ich wünsche unserer Gesellschaft die Klarheit der Hirten aus der Weihnachtsgeschichte. Ich wünsche ihr Klarheit und Klärung darüber, wer wir sind und was wir wollen; was uns antreibt und umtreibt und woran wir uns dabei orientieren.“ Allein diesen Gottesdienst am frühen Christabend in der Kreuzkirche feierten 1.300 Menschen.

Bundespräsident feierte Weihnachten in der Lutherkirche

Hoher Besuch in der Bonner Lutherkirche. Bundespräsident Horst Köhler besuchte mit seiner Familie die Christvesper mit Pfarrerin Ulrike Veermann in der Kirche, um anschließend in der Villa Hammerschmidt, seinem Bonner Dienstsitz, im familiären Kreise Weihnachten zu feiern. Der Bundespräsident saß, wie die beiden vergangenen Jahre auch, wieder inmitten der Gemeinde auf der Kirchenbank, auf der schon der erste Bundespräsident Theodor Heuss und seine Frau Elly Knapp regelmäßig zu Gottesdiensten gesessen hatten.
Die Lutherkirche in Poppelsdorf beschloss den Heiligen Abend mit einem stimmungsvollen, weihnachtlichen Jazz-Gottesdienst bei Kerzenschein um 23.00 Uhr, gestaltet von dem Ensemble „Silent Night“ mit zwei Celli, zwei Saxophonen, Schlagzeug, Akkordeon und Klavier. Die Kirche war anschließend bei Brot, Käse und Wein noch geöffnet bis die letzten gegangen waren. Es wurde halbdrei. Um Mitternacht hatten die Bläser der Lutherkirchengemeinde noch vom Turm von der katholischen Nachbarkirche St. Sebastian Weihnachtschoräle gespielt und damit ein weithin hörbares ökumenisches Weihnachtszeichen gesetzt.

 

 

 

Joachim Gerhardt / 25.12.2008

 



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