Willkommen!

Welkom - Welcome - Bienvenue!

Flaggen

> weitere Informationen

Social Media

Besuchen Sie den Evangelischen Kirchenkreis Bonn auch auf Facebook und Instagram.

> weitere Informationen

Wort zum Sonntag

Aus Liebe

„Mein Sohn war tot und er ist wieder lebendig geworden.“ In diesem Satz des Vaters gipfelt die Geschichte „Vom verlorenen Sohn“ in der Bibel. Es ist toll, wenn eine schwierige Familiengeschichte so heilt, dass nach Jahren der Entfremdung und Distanz ein Vater einen solchen Satz sagen kann.

> Lesen Sie weiter ...

Spenden

Newsletter

Sie sind neugierig auf alles, was rund um die evangelische Kirche in Bonn passiert? Abonnieren Sie unseren Newsletter!

> weitere Informationen

Gottesdienste

Losung für den 15.08.2020

Bedrückt nicht die Witwen, Waisen, Fremdlinge und Armen! Sacharja 7,10

Was gering ist vor der Welt und was verachtet ist, das hat Gott erwählt. 1.Korinther 1,28

Terminkalender

Veranstaltungen und Termine in der Region Bonn und im Kirchenkreis Bonn.

> weitere Informationen

PROtestant

Der PROtestant ist die evangelische Zeitung für Multiplikatoren aus Gesellschaft und Kultur, Politik und Wirtschaft im Großraum Bonn.

> weitere Informationen

Service
Eine brisante Diskussion:

Judenmission? -Bitte nicht!

Judenmission: ist das aktuell? Die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen, die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit und das Evangelische Forum Bonn und das Katholische Bildungswerk hatten eingeladen...

Juden waren immer und sind auch immer ein Stück Bonner Stadtgeschichte: hier die Gedenkstätte an die von den Nazis 1938 zerstörte große Synagoge an der Beueler Brücke. (Foto: Joachim Gerhardt) LupeJuden waren immer und sind auch immer ein Stück Bonner Stadtgeschichte: hier die Gedenkstätte an die von den Nazis 1938 zerstörte große Synagoge an der Beueler Brücke. (Foto: Joachim Gerhardt)

Es sprach der evangelische Theologe Professor Dr.Klaus Wengst (Bochum) Anfang Juni im Haus der Evangelischen Kirche in Bonn unter dem Thema „Konfliktfall Judenmission“. Anlass war einerseits, dass von christlichen Gruppen Juden, die aus Russland zu uns gekommen sind, in eine Gemeinde eingeladen wurden. Dies geschah angeblich aus caritativen Gründen.  Die Synagogengemeinde befürchtete aber, dass diese Juden auch in die christliche Gemeinde abgeworben werden sollten. Und andererseits war Anlass die Fürbittenformulierung von Papst Benedikt XVI. zur Karfreitagsliturgie. Gründe genug, sich mit dem Thema Judenmission zu beschäftigen.

In früheren Jahrhunderten war es selbstverständlich, dass Juden eingeladen wurden, sich taufen zu lassen. Dabei schreckten die Christen nicht vor Zwang und Drohungen zurück. Man glaubte, die Kirche habe Israel abgelöst und sie sei nun Gottes erwähltes Volk. Gegen diese Position bezog Professor Wengst klar und eindeutig Stellung: Nein zur Judenmission. Er begründete dies ausführlich aus dem Neuen Testament. Das lasse keinen Zweifel an der Treue Gottes zu seinem Volk, die Verheißungen, die Abraham, Isaak und Jakob gegeben wurden, seien ungebrochen gültig. Juden und Christen glaubten an den gleichen Gott. Wohin also sollen Juden missioniert werden? Die Versöhnung mit Gott, die Christen dank des Todes Jesu genießen dürfen, erfahren Juden an jedem Versöhnungstag, (Jom Kipur). Brauchen Juden also Tod und Auferweckung Jesu nicht? Nein, so Wengst. Wir Christen mehr haben nichts mehr, was Juden fehle.  Durch Jesus Christus wurde vielmehr die Tür zu den anderen Völkern geöffnet, so dass „ich als Nichtjude durch Jesus Christus, meinen Herrn, ...mich ihm im Leben und im Sterben anvertraue und ihn lobe“.

Die anschließende Diskussion brachte viel Zustimmung. Besonders dankbar war man auch von Seiten der Synagogengemeinde über dieses deutliche Statement. Allerdings kamen auch die Stimmen zu Wort, die eine die Gegenposition bezogen. Es sei unsere Pflicht als Christen, allen Menschen Christus zu verkündigen, denn es gebe kein Heil ohne Jesus Christus. Dem wurde entgegengehalten, dass wir Christen selbstverständlich unseren Glauben an Jesus Christ bezeugen können, wenn wir danach gefragt werden; Zeugnis geben ist die angemessene Haltung gegenüber den jüdischen Geschwistern. Aber wir können niemanden, also auch keine Jüdin oder Juden, zwingen, Christin oder Christ zu werden.

Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Bonn ist dabei, eine Stellungnahme zu diesem Thema zu erarbeiten.

 

 

 

 

Ernst F. Jochum /

 



© 2020, Evangelische Kirche in Bonn und der Region
Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung nur mit Genehmigung.