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Evangelische Kirchengemeinde Bornheim

Einladung zum Abschied von Pfarrerin Nicola Löser-Rott

Die Kirchengemeinde Bornheim nimmt Abschied von Nicola Löser-Rott. Die Pastorin und Altenheimseelsorgerin wechselt in den Kirchenkreis "An Sieg und Rhein". Zeit Adieu zu sagen mit Gottesdienst umd Empfang am Sonntag, 24. August. Herzliche Einladung!

Ein offenes Ohr, nicht nur für die Seniorinnen und Senioren: Pfarrerin Nicola Löser-Rott. Ein offenes Ohr, nicht nur für die Seniorinnen und Senioren: Pfarrerin Nicola Löser-Rott.

Zehn Jahre arbeitete Pfarrerin Nicola Löser-Rott in Bornheim. Sie hatte von der Landeskirche den Auftrag bekommen, die Seelsorge in den vier Seniorenheimen zu übernehmen. Zusätzlich beteiligte sie sich am Predigtdienst in der Gemeinde und hat seit einigen Jahren die Evangelische Frauenhilfe in Bornheim begleitet.

Im Rahmen der Personaleinsparungen und Umgruppierungen der Landeskirche wird Pfarrerin Löser-Rott im September eine neue Aufgabe im Bereich des Kirchenkreises "An Sieg und Rhein" übernehmen. Eine Nachfolge in der Stelle in Bornheim wird es nicht geben.

Die Gemeinde will sich, so Pfarrer Dieter Katernberg, bei Pfarrerin Löser-Rott für ihren langjährigen Dienst bedanken und und sie im Rahmen eines Gottesdienstes verabschieden am Sonntag, dem 24. August 2008, im Gottesdienst um 9.30 Uhr in die Versöhnungskirche, Königstraße 21, und einem anschließenden öffentlichen Empfang (ca. 10.30 Uhr) ins Geschwister-Imhof-Haus, Königstraße 24, Bornheim.
 
Zum Abschied lesen Sie hier ein Gespräch mit Pfarrerin Nicola Löser-Rott, geführt von Dorothea Geffert:

Geffert: Frau Löser-Rott, Sie waren 10 Jahre in Bornheim in verschiedenen Seniorenheimen als Seelsorgerin tätig...

Löser-Rott: Am 1. August 1998 habe ich meine Arbeit in den vier Senioreneinrichtungen der Evangelischen Kirchengemeinde Bornheim aufgenommen: im Wohnstift Beethoven, im Altenheim Maria Hilf, im Seniorenheim St. Joseph und im Haus Selam, ehemals Alzheimerzentrum. wegen der Geburt unseres vierten Kindes musste ich meine Arbeit von Anfang 2000 bis Frühjahr 2003 unterbrechen. Aber ich war noch nie so lange an ein und demselben Ort als Pfarrerin tätig.

G: Was haben Sie dort gemacht, was waren Schwerpunkte Ihrer Arbeit?

LR: Ich hatte die Senioreneinrichtungen in jeder Hinsicht geistlich zu versorgen. Sie waren meine Kirchengemeinde. Das bedeutet in erster Linie Gottesdienste, denn die sind, laut Kirchenverfassung, die „Mitte des Gemeindelebens“. Dann habe ich viele Sterbende und ihre Angehörigen begleiten müssen. Die meiste Zeit machte ich Besuche in den Zimmern und Wohnungen und auch in den umliegenden Krankenhäusern. Dazu kamen Kontakthalten, Informationsaustausch und Beratung mit den Mitarbeit/innen der Häuser. In der Gemeinde hatte ich meinen Platz im Predigtplan und habe die Frauenhilfe mitgeleitet.

G: Welche Tätigkeit lag Ihnen besonders am Herzen?

LR: Mir lagen die Gottesdienste besonders am Herzen. Der Gottesdienst ist nun mal das Herzstück pfarramtlicher Tätigkeit und er lässt jeden teilnehmen und, je nach Form und Gestaltung, jeden mitmachen. Ich hatte vor allem Gottesdienste mit demenzkranken Menschen. Einfache Rituale habe ich vorher eingeübt, viele Gesangbuchlieder waren den meisten noch im Altgedächtnis haften geblieben. Außerdem ist der Gottesdienst eine Veranstaltung, bei der Angehörige, Betreuende und Mitarbeitende gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern das Gleiche tun. Die Unterschiede, Abhängigkeiten und Beziehungsgefälle sind während der gottesdienstlichen Feier komplett aufgehoben. Sehr wichtig sind mir auch die Beerdigungsgottesdienste. Jeder Verstorbene muss von denen, die zurück bleiben, verabschiedet werden. Sind keine Angehörigen (mehr) da, dann ist dies Aufgabe der Hausgemeinschaft.

G: Erzählen Sie von einer Begebenheit, die Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben ist.

LR: Eine Altenheimbewohnerin, hin und wieder verwirrt und daher desorientiert, erfährt während meines Erziehungsurlaubs vom Tode ihres Bruders, der allein lebte. Sie selbst gilt als zu gebrechlich, sich an der Vorbereitung und Durchführung der Beerdigung zu beteiligen. Daher beließ man es bei der Todesnachricht und einigen tröstlichen Worten. Aber die alte Dame war offenbar erheblich unterschätzt worden. Sie bestand mit Beharrlichkeit und Eigensinn darauf, dass ihr Bruder von der Pfarrerin, deren Namen ihr partout nicht einfallen wollte, beerdigt werden sollte. Es dauerte einige Tage, bis den Mitarbeitern klar wurde, dass ich mit der Pfarrerin, deren Namen entfallen war, gemeint war. Ich habe dann die Urne des Bruders beigesetzt.

G: Wie kommt es, dass Sie jetzt Bornheim verlassen?

LR: Als Pfarrerin im Wartestand hatte ich die ganzen Jahre in Bornheim einen Beschäftigungsauftrag inne, der alle zwei Jahre von der Kirchenleitung verlängert werden konnte und auch wurde, denn ich stehe (zwar) in einem Dienstverhältnis auf Lebenszeit. Jetzt muss aus finanziellen Gründen diese Stelle, wie übrigens 120 andere Beschäftigungsaufträge auch, abgeschafft werden. Einige Pfarrer/innen im Wartestand werden nun eingewiesen in „Stellen mit besonderem Auftrag“ (mbA) für höchstens 6 Jahre. Ich werde zum 1. September 2008 eine mbA-Stelle im Kirchenkreis an Rhein und Sieg übernehmen.

G: Wir danken für das Gespräch und wünschen Ihnen Gottes Segen für Ihren weiteren Weg.

(Das Gespräch führte Dorothea Geffert für den Gemeindebrief Bornheim.)

 

 

 

ger /

 



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