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Synode der Rheinischen Landeskirche tagte in Bad Neuenahr:

Bonner Eindrücke von der Landessynode

Bonn war auf der diesjährigen Landessynode in Bad Neuenahr gut vertreten. Für Superintendenten Eckart Wüster, der in die Kirchenleitung gewählt wurde, war mit Pfarrer Wolfgang Harnisch ein fünfter Bonner Synodaler nachgerückt. Hier lesen Sie Eindrücke...

Die Rheinische Landessynode versammelt einmal im Jahr gewählte Vertreterinnen und Vertreter aus der ganzen Landeskirche zu wichtigen Entscheidungen für die Kirche. (Foto: ekir.de) Die Rheinische Landessynode versammelt einmal im Jahr gewählte Vertreterinnen und Vertreter aus der ganzen Landeskirche zu wichtigen Entscheidungen für die Kirche. (Foto: ekir.de)

Synodale für den Evangelischen Kirchenkreis Bonn sind zudem Ulrike Hensel-Kornblum und Wolfgang Knoch sowie Pfarrer Siegfried Virgils. Hier lesen Sie eine persönliche Bilanz und Eindrücke unserer Synodaler von der Tagung der Landessynode in Bad Neuenahr 2008. Weitere folgen. Viele weiteren Infos zur Synode finden Sie auf www.ekir.de. Der Kirchenkreis Bonn lädt zudem zu einer Informationsveranstaltung am Mittwoch, 16. Januar 2008, 18.00 - 19.30 Uhr im Evangelischen Gemeindezentrum Hersel (Gartenstr. 23, 53332 Borheim-Hersel), auf der die Landessynodalen aus erster Hand berichten.

"GEMEINDEN UND KIRCHENKREIS ENGER ZUSAMMEN"

Pfarrer Eckart Wüster aus Hersel, Superintendent und Mitglied der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland, beschreibt seine Eindrücke von der Landessynode:
"Auf den ersten Blick könnte man meinen, auf der Landessynode sei nicht viel Neues besprochen worden. Natürlich war da das Hauptthema zur wirtschaftlichen Globalisierung; über einzelne Passagen der Vorlage und über den Wortlaut des Beschlusses ist sehr gerungen worden.
Aber die Errichtung von Pfarrstellen mit besonderem Auftrag für den theologischen Nachwuchs und den Pfarrern und Pfarrerinnen im Wartestand – dazu ist der Grundsatzbeschluss bereits im vorigen Jahr gefasst worden. In diesem Jahr stand nun das Rahmenkonzept für die entsprechenden Verfahren im Mittelpunkt der Diskussionen.
Auch einige Änderungen der Kirchenordnung waren auf früheren Landessynoden bereits Thema. Nun ging es um die exakten juristischen Formulierungen. Dabei sind einige Beschlüsse für mich überraschend schnell und einmütig gefasst worden; wie z.B., dass in Zukunft eine sog. Ersatzvornahme durch den Kreissynodalvorstand vorgenommen werden kann, wenn ein Presbyterium Beschlüsse nicht fasst oder fassen will, die es nach der Kirchenordnung eigentlich fassen müsste.
Auch die neue Berechnung und Verteilung von Pfarrstellen wurde beschlossen. Den sog. Punktekatalog, der zur Zeit noch gültig ist, wird es in Zukunft nicht mehr geben. Es werden vielmehr nur noch die absoluten Gemeindegliederzahlen und die Gemeindegliederzahlen pro Quadratkilometer zur Berechnung und Verteilung der Pfarrstellen herangezogen.

Es stehen also einige Veränderungen an, die die Arbeit in den Gemeinden und Kirchenkreisen beeinflussen wird. All diese Beschlüsse sind – so war mein Eindruck – überraschend einmütig gefasst worden. Auch wenn dies nicht auf ungeteilte Gegenliebe in den Kirchenkreisen stoßen wird, habe ich doch die Hoffnung, dass diese Beschlüsse dabei helfen werden, die Zusammenarbeit – zu der die Gemeinden und Kirchenkreise nach der Neufassung der Kirchenordnung nun verpflichtet sind – zu fördern und zu stärken."

"HERAUSFORDERUNG DER GLOBALISIERUNG"

Pfarrer Wolfgang Harnisch, Synodalassessor im Evangelischen Kirchenkreis Bonn (Johanniskirchengemeinde Duisdorf): "Konzentriert und engagiert, nachdenklich und humorvoll habe ich die Synode erlebt. Geistliche Konzentration kennzeichneten nicht nur den Eröffnungsgottesdienst und die Andachten, sondern auch die Arbeit im theologischen Ausschuss, dessen Mitglied ich war. Die Vorlage "Wirtschaften für das Leben - Stellungnahme zur wirtschaftlichen Globalisierung und ihren Herausforderungen für die Kirchen", die der federführende Ausschuss für öffentliche Verantwortung vorgelegt hatte, war auch durch den  Theologischen Ausschuss mitzuberaten. Unter der souveränen Leitung von Rainer Stuhlmann erarbeitete der Theologische Ausschuss  eine Arbeitsvorlage mit wichtigen Änderungen.  In der begrenzten Sitzungszeit gab es dann einen  intensiven Austausch zwischen den Ausschüssen. Eine engagierte Streitkultur, ziel- und weiterführend.

Die beiden Vorträge zum Schwerpunktthema waren anregend und stimmten nachdenklich. Der Dialog zwischen den unterschiedlichen Sichtweisen müsste jetzt erst richtig beginnen. Die ökonomischen und theologischen Überlegungen von Miegel konnte die Synode nicht mehr recht verarbeiten. "Der Mensch strebte und strebt unverdrossen wieter nach Allwissenheit, Allmacht, Allgegenwart und selbst  nach Ewigkeit. Mit einer gewissen Regelmäßigkeit endet dieses Streben in der Hybris und diese in der Katastrophe... Es muss mehr und immer noch mehr sein. Wachstum (Merkel, Beck, Westerwelle, Bütikofer, Lafontaine), ist die Zauberformel für alles."

Bei allem ernsten Nachdenken und konzentriertem Arbeiten angesichts der Fülle der Themen und Anträge, die zu entscheiden waren, war die synodale Beratung nicht ohne Humor. "Ich habe mich gehütet, auf Fragen, die mir nicht gestellt werden, zu antworten. Inzwischen weigere ich mich schon fast, auf Fragen zu antworten, die mir gestellt werden" , so Georg Immel, Finanzdezernet, in der Debatte zum Finanzausgleichsgesetz. "Ich wechsele jetzt von den Erbsen zu den Korinthen, den zweiten Teil des Wortes spare ich mir." Der Synodalen Petra Riege entging nicht der kleinste Fehler.

Nicht zu vergessen die anregenden Gespräche und Begegnungen in den Pausen und am späten Abend in der "Bayerischen Botschaft".  Es kam zu mancher (Wieder)Begegnung nach vielen Jahren."

"DIE GRENZEN DES WACHSTUMS: FINANZEN UND GLOBALISIERUNG"

Synodaler Wolfgang Knoch  von der Trinitatiskirchengemeinde Bonn-Endenich: „Jeder Mensch hat einen Platz“ war die Überschrift über der Predigt im synodalen Eröffnungsgottesdienst  und  OKR Klaus Eberl  schloss  mit  der  Frage „wo sitzt eigentlich Gott?“ Vermutlich zwischen allen Stühlen, war seine Antwort. - Saß Gott wirklich zwischen den Stühlen der Synodalen und gab er uns seinen Geist? Ich hoffe es!

Mit zunehmender Freude und Begeisterung nehme ich die Synodaltagungen wahr. Ein Höhepunkt war für mich das Hauptthema, die wirtschaftliche Globalisierung. Vorwärtsweisende und provozierende Impulse gaben uns die einführenden Referate von Prof. Konrad Raiser unter dem Titel „wie leben wir unseren Glauben im Kontext der Globalisierung?“ und von Prof. Meinhard Miegel „Schwerpunktthema: Globalisierung“. Als Wirtschaftswissenschaftler machte Miegel deutlich, die Weltbevölkerung wachse pro Jahr um 90 Millionen, im Jahre 2050 wird sie 9,3 Mrd. – gegenüber 6.7 Mrd. heute – betragen, und darauf seien wir nicht ausreichend vorbereitet. Wir werden  wieder lernen  müssen, was wir gründlich verlernt haben, zu teilen und abzugeben; denn unser Wohlstand lässt sich nicht mehr steigern! Mit jeder Einkommenssteigerung werden wir real weniger haben als vorher. Gerade auf die Kirchen komme hier eine Herkulesarbeit zu! Um den dann einstimmig verabschiedeten Beschlusstext der Synode ist  bis in die späten Abendstunden sehr gerungen worden.

Im Finanzausschuß, dem ich angehörte, wurden neben dem Haushalt Änderungen des Finanzausgleichsgesetzes federführend beraten. Der Verteilungsbetrag im Haushalt 2008  liegt  mit 574,1 Mio. EURO um  ca. 13,3 Mio. EURO  bzw. 2,37 v.H.  über dem geschätzten Aufkommen von 2007. In den Änderungen des Finanzausgleichsgesetzes wird die Finanzierung der mbA-Pfarrstellen geregelt. Des weiteren wird einer Neukonzeption der Umlagen- und Finanzausgleichsberechnung Rechnung getragen; schließlich  wurden darin Klarstellungen getroffen für die Finanzierung der landeskirchlichen Pfarrstellen und die Regelungen  über  die  Fortzahlung  der Pfarrstellenpauschale  im Anschluss  an eine  Abberufung.

Wie in den vergangenen Jahren war die Arbeit sowohl bei den Plenartagungen als auch im Finanzausschuß zwar anstrengend aber von einem ausgezeichneten Arbeitsklima gekennzeichnet."

 

 

 

ger /

 



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