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„Mein Sohn war tot und er ist wieder lebendig geworden.“ In diesem Satz des Vaters gipfelt die Geschichte „Vom verlorenen Sohn“ in der Bibel. Es ist toll, wenn eine schwierige Familiengeschichte so heilt, dass nach Jahren der Entfremdung und Distanz ein Vater einen solchen Satz sagen kann.

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Kirchen feierten "Offenes Gebet" in die Kreuzkirche:

"Für Menschenwürde und Toleranz"

Kerzen brannten und Fürbitten wurden verlesen. Aus Anlass des geplanten Aufmarsch der Rechtsextremen am Samstag in Bonn feierten die Kirchen der Stadt und Region ein „Offenes Gebet für Menschenwürde und Toleranz“ am Freitagabend in der Bonner Kreuzkirche.

Gemeinsam setzten die Kirchen der Stadt ein Zeichen gegen den geplanten Aufmarsch von Neonazis in Bonn-Duisdorf. Gemeinsam setzten die Kirchen der Stadt ein Zeichen gegen den geplanten Aufmarsch von Neonazis in Bonn-Duisdorf.

Christen aus verschiedenen Konfessionen, unter ihnen auch die Bonner Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann, hatten sich in der evangelischen Kreuzkirche im Zentrum der Stadt zu Stille, Musik und Gebet versammelt. „Wir wollen ein Zeichen der Unterstützung setzen für alle Menschen, die sich eindeutig, entschlossen und gewaltlos gegen jede Form von Radikalismus einsetzen“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung der christlichen Kirchen.

„Der christliche Glaube ist mit Rassismus und Nationalsozialismus nicht vereinbar“, erklärte Superintendent Hans Joachim Corts im Namen der drei evangelischen Kirchenkreise der Bonner Region. Alle Menschen seien Gottes Ebenbilder, gleich welcher Hautfarbe und Nation sie angehörten. Für Stadtdechant Monsigniore Wilfried Schumacher beginnt die Auseinandersetzung mit Neonazis vor der eigenen Haustür. Zugleich mahnte er, „gerade jungen Menschen eine Perspektive zu bieten, damit sie nicht im braunen Sumpf versinken“. Kreuzkirchenpfarrer Gerhard Schäfer rief dazu auf, nationalsozialistischen Parolen entschieden entgegen zu treten, und machte deutlich: „Die allermeisten Bonner wollen den Aufmarsch der Neonazis nicht.“

Werner Luttermann, Generalvikar der alt-katholischen Kirche, erinnerte an das "mörderische wie sinnlose Wirken der Nazis" vor mehr als 60 Jahren in Deutschland: "Wir dürfen und können nicht schweigen zu dem, was in unserem Land geschehen ist. Das gilt auch für heute und morgen. Nie wieder Krieg – nie wieder Rassismus.“ Pastor Herwig Mauschitz, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirche (ACK) in Bonn, betonte den internationalen und weltoffenen Charakter der Bundes-und UN-Stadt Bonn. "Radikale dürfen hier keinen Platz haben."

Für Samstag (11. Juni) haben Gewerkschaften, Kirchen und Parteien zu einer Gegendemonstration zu dem Zug des rechtsextremen „Aktionsbündnis Mittelrhein“ aufgerufen. Dort wird unter anderem auch Superintendent Corts sprechen. Das "Bündnis Mittelrhein" will mit ihrem Aufmarsch unter dem Motto „Freiheit gibt es nicht geschenkt“ gegen die in Bonn-Duisdorf ansässige „Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien“ protestieren. Die Bundesprüfstelle hat mehrfach Liedtexte im sogenannten Rechtsrock als jugendgefährdend eingestuft.

Weitere Infos und die kirchliche Stellungnahme zur Demonstration lesen Sie hier.

 

 

 

ger / 11.07.2008

 



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