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Festjahr 50 Jahre Bonner Lukaskirche:

Das Magnificat gibt dem Startschuss zum Festprogramm

Eine dänische Prinzessin feierte schon Gottesdienst hier, syrisch-kurdische Flüchtlinge fanden Kirchenasyl, von der Kanzel predigte die erste Bonner Pfarrerin, Barbara Kabel: Die Lukaskirche kann auf eine bewegte Kirchengeschichte zurückschauen.

Evangelisches Wahrzeichen in Bonn-Castell: die Lukaskirche. (Foto: J.Gerhardt) Evangelisches Wahrzeichen in Bonn-Castell: die Lukaskirche. (Foto: J.Gerhardt)

Am Vierten Advent wird die größte evangelische Kirche im Bonner Norden 50 Jahre alt. Die Lukaskirchengemeinde, sie umfasst große Teile der Bonner Altstadt, Castell, den Auerberg, Graurheindorf, das Ellerviertel sowie weite Teile des Bonner Nordens, plant aus diesem Anlass ein „voll von Eindrücken anregendes Festprogramm“ so Erika Fischer vom Festausschuss. Es beginnt mit dem Jubiläumstag am 21. Dezember 2008 und reicht bis September 2009. Höhepunkte sind laut Erika Fischer eine Bibellese-Reihe zur Bergpredigt unter anderem mit dem bekannten Bonner Komödianten Andreas Etienne (25. Januar 2009, 17.00 Uhr) und Auslegungen der Bergpredigt aus jüdisch, muslimisch, buddhistischer und philosophischer Sicht sowie eine Diskussion mit dem weltberühmten Glasmaler Prof. Dr. Johannes Schreiter. Der Künstler, dessen Frühwerk die große Fensterfront und damit die Lukaskirche insgesamt prägt, geht der Frage nach „Ist Kunst religiös – gibt es christliche Kunst?“ (17. Januar 2009, 17.00 Uhr). Der fulminanten Auftakt des Jahresprogramms ist, typisch für die Gemeinde, kirchenmusikalisch: die Aufführung des Magnificats von Johann Sebastian Bach mit der Auerberger Kantorei, dem Kammerorchester des Bach-Vereins Köln sowie namhaften Solisten  am Sonntag, 4. Advent 2008 (21. Dezember 2008 um 11.00 Uhr). „Einen musikalischer Gottesdienst in der Lukaskirche wie zu Bachs Zeiten“ verspricht Kirchenmusikdirektor Thomas Neuhoff.

Die Lukaskirche am Kaiser-Karl-Ring 25 kann sich als Beispiel der Kirchenarchitektur der 50er und 60er Jahre seit 2007 „Baudenkmal“ nennen. Neben der eindrucksvollen 80 Quadratmeter großen Fensterfront von Johannes Schreiter ist die Lukaskirche vor allem bemerkenswert wegen ihrer Bauweise im Stil einer römischen Basilika. Angemessen für ihren Standort auf antikem römischen Boden im Bonner Stadtteil Castell. „Vorbild war die Basilika in Trier", erklärt Pfarrer Ulrich Thomas. Auch der Namenspatron der Kirche, Lukas, der Evangelist, sei eine „bewusste Entscheidung mit Lokalbezug" gewesen, so Pfarrer Thomas. Wird der Verfasser des Lukasevangeliums in der Tradition doch oft als Arzt bezeichnet, was den Bogen schlägt zu den Rheinischen Kliniken in unmittelbarer Nachbarschaft der Lukaskirche. Sie sind der Gemeinde über die Seelsorge seit je her eng verbunden. Und noch eine Verbindung gibt es: Dem Evangelisten Lukas war der soziale Anspruch des Evangeliums besonders wichtig. Auch diese Traditionslinie nehmen die Christen rund um die Lukaskirche auf in vielfältigen diakonischen Arbeitsgebieten, die weit über die Gemeinde hinaus reichen. Passend zur Offenheit der Gemeinde hat sich die Kirche selbst seit einem Jahr geöffnet, berichtet Pfarrer Michael Schäfer. Und zwar außer sonntags zum Gottesdienst dienstags und donnerstags jeweils vormittags und nachmittags.

Die dänische Prinzessin hieß übrigen Benedikte und war die Schwester der dänischen Königin. 1969 feierten dänische Protestanten regelmäßig Gottesdienst in der Lukaskirche, schon damals war die Kirche eben eine weltoffener Ort.

Zur Bedeutung der Lukaskirche:
Die Lukaskirche liegt in der sozial und kulturell bunten Nordstadt. Nach Pfarrhaus (1934) und Kindergarten (1952) wurde die Kirche 1958 von der damaligen Evangelischen Gemeinde Bonn-Mitte erbaut. Die Lukaskirchengemeinde ist als eigenständige Gemeinde erst 40 Jahre alt. Sie versteht sich als  eine „lernende Gemeinde, diskussionsfreudig, weltoffen und gesellig. Sie tritt ein gegen Diskriminierung und Gewalt. Sie lebt ökumenisch.“ (aus dem Leitbild der Lukaskirchengemeinde). Kirchenmusik und Kunst spielen weit über die Gemeindegrenzen hinaus eine große Rolle. So finden neben den Gottesdiensten auch Konzerte, Kunstausstellungen und –aktionen statt. Seit Mai 2007 ist die Lukaskirche – neben der Kreuzkirche die einzige Evangelische Kirche in Bonn –  zweimal in der Woche außerhalb der Gottesdienstzeiten geöffnet.

Einige Highlights des Jubiläumsjahres:

- Festgottesdienst am 21.12.2008, 11:00 Uhr mit Aufführung des „Magnificat“ von J. S. Bach
- Vortrag des bedeutenden Glasmalers Prof. Johann Schreiter („Ist Kunst religiös – gibt es christliche Kunst?“) am 17.01.2009, 17:00 Uhr
- Andreas Etienne
liest: „Die Bergpredigt“ am 25.01.2009, 17:00 Uhr, dazwischen Orgelimprovisationen von Thomas Neuhoff, Kirchemusikdirektor
- Wie lesen andere Religionen und die Philosophie diesen Text Jesu? Kann sie Brücke gegenseitiger Verständigung sein? An jeweils einem Abend werden jüdische, muslimische, buddhistische und philosophische Referenten ihre Sicht erläutern (Beginn 05.02.2009)
- Orgel- und Kirchenführungen
- Konzertreihe unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Thomas Neuhoff
- Kreative Angebote für Kinder und Erwachsene
- „Fensterpredigten“ zum „Schreiter-Fenster“ am 26.12.2008, 13.04.2009 und 21.05.2009, jeweils 11:00 Uhr. Am 21.05.2009 (Himmelfahrt) wird es dazu im Gottesdienst einen Tanzbeitrag von Dr. Felix Grützner geben.
- Großes Finale des Jubiläumsjahres am 27.09.2009 ab 11:00 Uhr
- Erstmalig wird es auch die Feier der Goldkonfirmation an Palmarum (05.04.2009) geben.

Eine besondere Spendenaktion begleitet das Jahr. Sie steht in der Tradition des biblischen Schuldenerlasses. In  Zusammenarbeit mit der Sozialberatung der Gemeinde soll aus Anlass des Jubeljahres zeichenhaft einigen verschuldeten oder von Verschuldung bedrohten Privatpersonen im Bonner Norden geholfen werden.

Hintergrundinformationen / Baugeschichte:

Am 4. Advent, dem 21. Dezember 1958 wurde die Lukaskirche feierlich in den Ddienst der Verkündigung gestellt. Die Bibel für den Altar stiftete Bundespräsident Theodor Heuss. Der Straße abgewandt ist die ganze Längswand der Kirche in eine große Fensterfront mit 52 Feldern aufgelöst. Gestaltet hat sie der bekannte Glasmaler Johannes Schreiter. Im Inneren hatte die Kirche damals noch nicht ganz ihr heutiges Aussehen. 1968 wurde die breitere Empore gegenüber dem Altar so umgebaut, dass sie der Kirchenmusik dienen konnte. Erst jetzt war sie auch für den Spieltisch einer mittelgroßen Klais-Orgel geeignet. Ihre Einweihung (Einweihung der Orgel) feierte die Gemeinde mit einem Orgelkonzert am 8. Juni 1968, gefolgt von festlicher Musik mit Orgel und Gesang am nächsten Tag. Ein weiteres markantes Element wurde 1968 fertig: Der freistehende, 35 Meter hohe Glockenturm, dessen Glocken zum ersten Mal am Ostersonntag 1969 erklangen. Seit 2007 stehen die Lukaskirche und ihr Gemeindezentrum als bedeutendes Zeugnis für den Kirchenbau in den 1950/60er Jahren und für die Geschichte der Bonner Nordstadt unter Denkmalschutz.

 

 

 

Joachim Gerhardt/EB /

 



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