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Eckart Wüster bleibt Bonner Superintendent

Die Spatzen hatten es schon länger von den Kirchendächern gepfiffen. Aber dass die Wahl dann doch so deutlich ausfiel, war Anlass großer Freude. Mit überwältigender Mehrheit wurde Pfarrer Eckart Wüster erneut zum Bonner Superintendenten gewählt.

Gewählt und mit eindrucksvollen Wahlergebnissen gestärkt: (v.l.) Henrich Fenner, Martina Baur-Schäfer, Pfarrer Jörg Zimmermann und Superintendent Eckart Wüster. (Foto: Martin Magunia) LupeGewählt und mit eindrucksvollen Wahlergebnissen gestärkt: (v.l.) Henrich Fenner, Martina Baur-Schäfer, Pfarrer Jörg Zimmermann und Superintendent Eckart Wüster. (Foto: Martin Magunia)

73 Stimmen bei nur einer Gegenstimme bestätigen nun den Herseler Pfarrer Eckart Wüster (54) in seinem Amt für weitere acht Jahre im Evangelischen Kirchenkreis Bonn. Die Wahl am Samstag war kaum ausgezählt, das simmste schon der erste Glückwunsch ins Haus der Evangelischen Kirche. Stadtdechant Wilfried Schumacher gratulierte herzlich zur Wahl, wünschte "Gottes Segen und Kraft für das nicht immer leichte Amt" und dass "wir weiterhin der Stadt und den Menschen das Beste geben".

Auch zwei weitere Mitglieder im Kreissynodalvorstand (KSV) wurden mit großer Mehrheit bestätigt: Pfarrer Jörg Zimmermann (47) aus Röttgen sogar einstimmig, sowie Martina Baur-Schäfer (50), Leiterin des Kirchenpavillons in der Bonner City (68 Stimmen). Neu im KSV ist der Bonner Anwalt Henrich Fenner (66), Presbyter der Apostelkirchengemeinde Tannenbusch und Dransdorf (64 Stimmen). Als Stellvertreter wählte das Kirchenparlament Dorothea Geffert (50) aus Bornheim (69 Stimmen) sowie Helene Grabs (63) von der Friedenskirchengemeinde Bonn-Kessenich (66 Stimmen).

Das Kirchenparlament verständigte sich zudem auf die unbefristete Einrichtung einer halben Stelle für Fundraising. Die Fachkraft soll sich vor allem für die kreiskirchlichen Arbeitsgebiete Krankenhausseelsorge, Migrations-, Citykirchen- und Bildungsarbeit engagieren. Nach einer intensiven wie konstruktiven Debatte sah es sogar kurz so aus, dass sich die Synode für eine volle Stelle aussprechen könnte, die auch noch die Spendensammlungen aller Kirchengemeinden steuern und stärken sollte. Nur drei Stimmen fehlten am Ende für dieses Modell. So bleibt dieser Plan Zukunftsmusik. Vorerst. Denn das nun beschlossene Modell schließt bei guten Erfahrungen eine Ausweitung nicht aus.

"Unsere Gemeinden sind für ein zentrales Fudaising auf allen Ebenen noch nicht so weit", lautetet die realistische Einschätzung von Jürgen Reifarth, Vorsitzender der evangelischen Stiftung Krankenhausseelsorge Bonn. Aber immerhin habe der zweijährige Probelauf und viele Diskussionen allen gezeigt: "Wer morgen Kirche gestalten will und Arbeitsbereiche sichern will, muss heute Fundraising betreiben." Diakonie-Geschäftsführer Ulrich Hamacher wie Superintendent Wüster hatten beide nachhaltig für das zentrale Fundraising geworben. "Wir brauchen auf Dauer neben der Kirchensteuer eine weitere finanzielle Säule, mit der wir planen können", betonte Wüster.

Zustimmung erhielt auch die Umwandlung des Diakonischen Werks der Kirchenkreise Bonn und Bad Godesberg-Voreifel in eine gemeinnützige GmbH. Sie soll die örtliche Dakonie handlungsfähiger auf dem sozialen Markt machen. Umstritten waren die Anzahl der Vertreter der Kirchengemeinden in der Gesellschafterversammlung sowie die Bedeutung des beratenden Kuratoriums. Mögliche Vorbehalte konnten bis auf drei Gegenstimmen nahezu ausgeräumt werden. Der Kirchenkreis Bad Godesberg-Voreifel hatte der Umwandlung bereits vor einer Woche zugestimmt. 

Die Vertreter aus den elf Kirchengemeinden in Bonn, Alfter, Bornheim und Hersel beschlossen ferner die Einrichtung einer Pfarrstelle mit 25 Wochenstunden im Wohnstift Augustinum für Pfarrerin Bärbel Bressler. Eine vergleichsweise leichte Entscheidung, denn die Stelle ist zu einhundert Prozent vom Altenwohnstift refinanziert. Auch der Haushalt mit einem Volumen von 5,4 Millionen Euro entsprechend dem Niveau des Vorjahres fand im Kirchenparlament seinen Segen.

In Richtung Landeskirche richtet das Bonner Kirchenparlament zwei Bitten: Die Flüchtlings- und Migrationsarbeit dürfe bei den aktuellen Umstrukturierungen der Evangelischen Kirche im Rheinland nicht geschwächt werden. Zudem sollen die Kriterien des "mbA-Verfahrens" kritisch überprüft werden. Dieses in der Landeskirche derzeit heftig umstrittene Verfahren soll die Berufsmöglichkeiten der Pfarrerinnen und Pfarrern regeln, die derzeit keine feste Pfarrstelle haben.

Am Freitag hatte Superintendent Eckart Wüster in seinem Jahresbericht dazu aufgerufen, zwischen den einzelnen Kirchengemeinden und im Miteinander der Gemeinden und des Kirchenkreises noch enger zusammenzurücken. "Wir sind eine gemeinsame evangelische Kirche in Bonn und der Region", so Eckart Wüster. (Den Jahresbericht im Wortlaut finden Sie unten auf dieser Seite zum kostenlosen Download)

 

 

 

Joachim Gerhardt /

 



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