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„Mein Sohn war tot und er ist wieder lebendig geworden.“ In diesem Satz des Vaters gipfelt die Geschichte „Vom verlorenen Sohn“ in der Bibel. Es ist toll, wenn eine schwierige Familiengeschichte so heilt, dass nach Jahren der Entfremdung und Distanz ein Vater einen solchen Satz sagen kann.

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Warum Ostern dieses Jahr so früh ist

Dieses Jahr ist es ganz schön eng: Karneval, Ostern... Wer bestimmt eigentlich alle diese Termine? fragt unser Autor, der Wachtberger Volkskundler, Heimatforscher und PROtestant-Autor Dr. Harald Uhl. Er gibt auch gleich die Antwort, höchst interessant:

Dr. Harald Uhl hat einmal mehr theologisch fachkundig im Kalender geblättert. (Foto: M.Hughes/Archiv Kirchenkreis Bonn) Dr. Harald Uhl hat einmal mehr theologisch fachkundig im Kalender geblättert. (Foto: M.Hughes/Archiv Kirchenkreis Bonn)

In diesem Jahr wird die Frage wegen des frühen Ostertermins (und damit im Zusammenhang im Rheinland wegen des kurzen Karnevals) besonders häufig gestellt. Die Antwort ist einfach: Den Ostertermin bestimmt der Mond. Die Begründung ist komplizierter.

Die Kalenderzählung aller alten Völker hat der Mond bestimmt. Mit dem Rhythmus von 28 Tagen von Vollmond zu Vollmond ist diese Zählung im wahrsten Sinne des Wortes einleuchtend – auch unser Wort „Monat“ stammt ja vom Wort „Mond“. Für Nomadenvölker reichte diese Zählung – nicht aber für sesshaft werdende Ackerbauern, weil mit den kurzen Mondmonaten die Jahreszeiten völlig durcheinander kamen: Das Jahr hatte bei 12 Monaten nur 236 Tage, „rutschte“ also pro Sonnenjahr um 30 Tage zurück. Die Moslems haben zwar das Mondjahr beibehalten, aber in einer Form, in der durch unterschiedlich lange Monate eine Angleichung an das Sonnenjahr versucht wurde. Trotzdem ist das muslimische Jahr immer noch um 11 Tage kürzer als das Sonnejahr, so dass z. B. der Ramadan jährlich um 11 Tage „zurückrutscht“.

Der römische Herrscher Julius Cäsar hat kurz vor Christi Geburt eine Kalenderform durchgesetzt, die mit wechselnden Monatslängen und Schaltjahren als „Julianischer Kalender“ weitgehend dem Sonnenjahr entsprach. Durch zu viele Schaltjahre hatte man aber bis ins 16. Jahrhundert 10 Tage „übrig“, die durch Papst Gregor XIII. im Jahr 1562 einfach „ausgelassen“ wurden. Seither hat sich der „Gregorianischer Kalender“ mit in jedem Jahrhundert einmal ausgelassenen Schalttagen international weitgehend durchgesetzt.

Jetzt kommt aber wieder der Mond ins Spiel: Die Passion Jesu Christi, sein Tod und seine Auferstehung haben nach den biblischen Berichten an einem Passahfest in Jerusalem stattgefunden. Das Passahfest wird bis heute ab dem 14. Tag nach dem ersten Neumond, also am ersten Vollmond im Frühjahrsmonat Nisan gefeiert. Die westeuropäischen Christen haben seit dem 5. Jahrhundert Ostern auf den Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühjahr festgelegt. Ostern kann deshalb zwischen dem 21. März und dem 25. April pendeln. Auf diese Weise kommt in diesem Jahr der 23. März als Ostersonntag zustande, im kommenden Jahr der 12. April.

Die orthodoxen Kirchen Ost- und Südeuropas haben die Reform des Gregorianischen Kalenders nicht mitgemacht und behalten außerdem die alten Regelung bei, dass der Ostertermin nicht vor dem jüdischen Passahfest des jeweiligen Jahres liegen darf – historisch durchaus begründet. Sie feiern also Ostern, wenn das Passahfest mit dem Ostertermin der Westkirchen einigermaßen zusammenfällt, 13 Tage später, wenn, wie in diesem Jahr, der Frühlingsmonat Nisan durch einen „Schaltmonat“ des jüdischen Kalenders später kommt und Passah am 20. April beginnt, erst am 27. April

Vom Ostertermin hängen natürlich nicht nur die Passionszeit und vorher der Karneval, sondern auch die Feste Christi Himmelfahrt, Pfingsten und Fronleichnam ab. Es hat zahlreiche Vorschläge gegeben – auch vom Ökumenischen Rat der Kirchen-, den Ostertermin dauerhaft und einheitlich z.B. auf den 2. Sonntag im April festzulegen – doch konnte bisher keine Einigung erzielt werden.

Entscheidend bleibt für Ostern aber: Christus ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden!

Harald Uhl

 

 

 

 



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