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Aus Liebe

„Mein Sohn war tot und er ist wieder lebendig geworden.“ In diesem Satz des Vaters gipfelt die Geschichte „Vom verlorenen Sohn“ in der Bibel. Es ist toll, wenn eine schwierige Familiengeschichte so heilt, dass nach Jahren der Entfremdung und Distanz ein Vater einen solchen Satz sagen kann.

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Gottesdienste

Losung für den 14.08.2020

Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde. Psalm 73,25

Da sprach Jesus zu den Zwölfen: Wollt ihr auch weggehen? Da antwortete ihm Simon Petrus: Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens; und wir haben geglaubt und erkannt: Du bist der Heilige Gottes. Johannes 6,67-69

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Bonner Weihnachtsmarkt

Olivenholz-Schnitzwerke aus Palästina

Der Bonner Weihnachtsmarkt bietet neben der "Ökumenischen Kirchenmeile" vor dem Münster einige bemerkenswerte Buden. Eine stellen wir hier vor:

Der christliche Palästinser Jerries Ghawaly bietet hochwertig Handgeschnitzes aus dem Heiligen Land. (Foto: Günther von Holst) LupeDer christliche Palästinser Jerries Ghawaly bietet hochwertig Handgeschnitzes aus dem Heiligen Land. (Foto: Günther von Holst)

Auch dieses Jahr ist der palästinensische Schnitzer direkt aus Beit Jala bei Bethlehem auf den Bonner Weihnachtsmarkt gekommen. Seine Frau und drei Kinder sind schließlich auf seinen Verdienst angewiesen. Sein Deutsch ist noch dürftig. Er spricht gut Englisch.

 

 

Jerries Ghawaly an seinem Stand. Er spricht palästinensisches Arabisch, gut Englisch und sogar ein paar Brocken Deutsch. (Foto: G.v.Holst) LupeJerries Ghawaly an seinem Stand. Er spricht palästinensisches Arabisch, gut Englisch und sogar ein paar Brocken Deutsch. (Foto: G.v.Holst)

Dies ist das dritte Mal, dass Jerries Ghawaly vom 23. November bis zum 23. Dezember in seiner Weihnachtsbude bunte Stickereien, kleinen Schmuck, sowie Krippen, Baumanhänger und die mannigfaltigsten Schnitzereien aus dem gemaserten Olivenholz anbietet. Sein Stand befindet sich im Durchgang beim Münster. Viele Marktbesucher sind mit dem palästinenischen Christen und Vater von drei jungen Kindern ins Gespräch gekommen. Seine Bonner Gastgeberin, eine frühere Ärztin, bietet dem Schnitzer und Verkäufer auch dieses Jahr Quartier in ihrer Einliegerwohnung, ohne Miete zu verlangen. Mit einem Kunden entstand sogar eine regelrechte Freundschaft mit gegenseitigem Besuch.

Auch eine Spenden-Förderung für den Schulbesuch seines 9-jährigen Sohnes Hannan ist entstanden. Dies ist eine der zahlreichen dauerhaften Beziehungen zwischen Deutschland und Palästina. Seit über 150 Jahren wird die Bethlehemer Schule seines Sohnes durch deutsche Spendengelder getragen. In evangelischen Häusern ist die ursprüngliche Mädchenschule mit Namen „Talitha kumi“ (zu deutsch: Mädchen steh auf) vielfach bekannt. Schon damals wurde dadurch den benachteiligten arabischen Mädchen Bildung geboten. Das wurde im 19. Jahrhundert auch gerne von führenden arabischen Familien wahrgenommen. Seit etwa 1970 ist sie eine gemischte Schule mit 800 palästinensischen Schülern. Auch Hannans Vater und Mutter Ghawaly haben sie besucht. Es kann daher umso herzlicher dazu eingeladen werden, die Marktbude auf dem Bonner Münsterplatz aufzusuchen und mit dem freundlichen Schnitzer ein Gespräch anzuknüpfen. Sein Englisch ist zwar etwas besser als sein Deutsch. Denn beides sind für ihn schulgelernte Idiome. Seine Heimatsprache ist das palästinensische Arabisch.
Günther von Holst

 

 

 

 



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