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Zum 200. Geburtstag von Mendelssohn Bartholdy

Kleine Sonntagsmusik in der Bonner Lutherkirche

Zum 200. Geburtstag von Mendelssohn lädt die Bonner Lutherkirche zu romantischer „Hausmusik“ mit Texten und Musik der Romantik, umgesetzt unter anderem von Berthold Wicke und Harald Schroeter-Wittke. Eine "Kleine Sonntagsmusik" am 8. Februar um 18.00 Uhr.

Sein Geburtstag jährt sich am 3. Februar 2009 zum 200. Mal: Felix Mendelssohn Bartholdy (Foto: Archiv) Sein Geburtstag jährt sich am 3. Februar 2009 zum 200. Mal: Felix Mendelssohn Bartholdy (Foto: Archiv)

Am 3. Februar 2009 jährt sich der 200. Geburtstag von Felix Mendelssohn Bartholdy, dem vielleicht komplettesten Musiker des 19. Jahrhundert, der gerade in Deutschland vielfach verkannt oder gar missachtet wurde. Aus diesem Anlass hat der Theologe und Musiker Prof. Dr. Harald Schroeter-Wittke zusammen mit den Paderborner Schauspielern Emilia Sternel und Hans-Gilbert Reuß sowie Studierenden der Musik und Evangelischen Theologie eine kleine Hausmusik mit dem Titel „Wie eine Kirche“ erarbeitet, ein Format mit Musik der Romantik und Texten, welches die Mendelssohns in ihrem Hause pflegten.

Das einzigartige Programm kommt vier Mal in Nordrhein-Westfalen zur Aufführung, einmal im Großraum Köln und Bonn
am Sonntag, 8. Februar 2009
um 18.00 Uhr
in der evangelischen Lutherkirche,
Reuterstraße 11, 53115 Bonn-Poppelsdorf.

Neben Prof. Dr. Harald Schroeter-Wittke am Flügel wirkt am Bonner Konzert auch Lutherkirchenkantor Berthold Wicke an Orgel und Flügel mit. Der Titel des Programms „Wie eine Kirche“ ist ein Zitat von Fanny Mendelssohn Bartholdy. Sie sagte zur Wiederaufführung der Matthäuspassion 1829 unter ihrem jüngeren Bruder Felix im Saal der Berliner Singakademie: Dieser wäre gewesen „wie eine Kirche“ und beschreibt damit wunderbar, wie in der damaligen Zeit die religiöse Dimension der Musik aus der Kirche in die Gesellschaft hinüberwandert.

Prof. Dr. Harald Schroeter-Wittke hat lange Zeit in Bonn gelebt und lehrt nun Evangelische Theologie an der Universität Paderborn. Der Eintritt ist frei.

Hier das Programm:

„Wie eine Kirche“
Eine kleine Sonntagsmusik anlässlich des 200. Geburtstags von Felix Mendelssohn Bartholdy (3.2.1809 – 4.11.1847)
Musik: Berthold Wicke (Orgel / Klavier) Harald Schroeter-Wittke (Klavier)
Texte: Hans-Gilbert Reuss / Emilia Sternel

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847): Sonate op. 105 g-moll, 1. Satz (1820/1821)
Felix Mendelssohn bei Goethe (1821): aus einem Brief des 11jährigen Felix
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847): Lieder ohne Worte op. 19,1-6 (1829/1830)
Fanny Hensel (1805-1847): 15.3.1840, aus: Italienisches Tagebuch
Fanny Hensel (1805-1847): März; aus: Das Jahr (1841), Nr. 3
Richard Wagner (1813-1883): aus: Das Judentum in der Musik (1850)
Viktor Ullmann (1898-1944): aus: Goethe und Ghetto (1944)
Viktor Ullmann (1898-1944): Variationen und Fuge über ein hebräisches Volkslied
(Letzter Satz der letzten Klaviersonate Nr. 7, komponiert in Theresienstadt 1944)

PAUSE

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847): Hochzeitsmarsch aus: op. 61 (1843)
Richard Wagner (1813-1883): Brautlied aus Lohengrin (1850)
Abraham Mendelssohn Bartholdy(1776-1835): Konfirmationsbrief an Fanny 1820
Johann Sebastian Bach (1685-1750): Präludium und Fuge c-moll BWV 546
Fanny Hensel (1805-1857): Brief zur Wiederaufführung der Matthäuspassion 1829
Felix Mendelssohn Bartholdy: Reformationssinfonie op. 107, 4. Satz (1829/30 – Klavier zu 4 Hd.)
Text(e) zur Nacht: Günter Bruno Fuchs (1928-1977): Der Tag...
Friedrich von Hardenberg (Novalis) (1772-1801): aus "Hymnen an die Nacht" (1800)
Berthold Wicke (*1950) / Harald Schroeter-Wittke (*1961): Gute-Nacht-Lied ohne Worte – eine Improvisation
Luise Hensel (1798-1876): Müde bin ich geh zur Ruh (1817): EG 484
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847): Orgelsonate op 65 Nr. 2 c-moll, Nr. 4 (1845):
Schlussfuge über eine Melodie, die klingt wie "Der Mond ist aufgegangen"

 

 

 

Joachim Gerhardt /

 



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