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„Mein Sohn war tot und er ist wieder lebendig geworden.“ In diesem Satz des Vaters gipfelt die Geschichte „Vom verlorenen Sohn“ in der Bibel. Es ist toll, wenn eine schwierige Familiengeschichte so heilt, dass nach Jahren der Entfremdung und Distanz ein Vater einen solchen Satz sagen kann.

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Da sprach Jesus zu den Zwölfen: Wollt ihr auch weggehen? Da antwortete ihm Simon Petrus: Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens; und wir haben geglaubt und erkannt: Du bist der Heilige Gottes. Johannes 6,67-69

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1.000 Menschen versammelten sich zur zentralen Bonner Reformationsfeier

"Erfolgsmaßstäbe unserer Gesellschaft überdenken"

Er predigte frei und eindrucksvoll. Lesen Sie hier eine Grundfassung der Predigt des Theologen Hans-Joachim Eckstein und weiteres zur zentralen Bonner Reformationsfeier 2009 am 31. Oktober in der Kreuzkirche.

Reformation 2009 in Bonn: Erinnererung auch an den 500. Geburtstag des Reformators Johannes Calvin. Reformation 2009 in Bonn: Erinnererung auch an den 500. Geburtstag des Reformators Johannes Calvin.

Im Kern seiner Predigt rief der Tübinger Theologe Hans-Joachim Eckstein dazu auf, die Erfolgsmaßstäbe unserer Gesellschaft zu überdenken. „Der Mensch verkümmert, wenn alles vor allem auf wirtschaftlichen Gewinn und Karriere ausgerichtet ist.“ Lebenswichtiger sei es, die Beziehungen unter den Menschen sowie zu Gott zu pflegen und auszubauen, sagte der Tübinger Theologieprofessor für Neues Testament in seiner Predigt in der zentralen Bonner Reformationsfeier am Samstagabend vor 1.000 Besuchern in der Bonner Kreuzkirche.

Unter dem Motto des Jesuswortes "Um der Gerechtigkeit willen" nannte Eckstein die Zunahme von Aggression und Ungerechtigkeit einen „entlarvenden Spiegel“ für eine Gesellschaft, dessen Leitbild der Individualismus sei. „Je weniger Beziehungen wir haben, desto mehr müssen wir kompensieren.“ Wer dagegen vorbehaltlose Liebe und Geborgenheit erfahre, verändere sein Leben und das seiner Umwelt. Die reformatorische Erkenntnisse, dass Gott sich den Menschen zuwende, unabhängig davon, was dieser leiste und schaffe, sei daher aktueller denn je, so Eckstein.

Laut dem Bonner Superintendenten Eckart Wüster sollten Christen „das Vertrauen ausstrahlen, dass Gottes Geist unter uns lebendig ist“. Der Reformationstag sei kein Geschichtstag, sondern eine fortwährende Aufgabe für die Kirche über alle Konfessionsgrenzen hinweg, betonte Wüster, der auch Mitglied der Kirchenleitung der Rheinischen Landeskirche ist. Die Evangelische Kirche in Bonn hatte erstmals ihren Gottesdienst zum Reformationstag mit einem öffentlichen Jahresempfang verbunden. Zahlreiche Vertreter aus Politik, Gesellschaft und Kirche waren der Einladung gefolgt: Stadtdechant Monsigniore Wilfried Schumacher, Stadtdirektor Volker Kregel, Poilizeipräsident Wolfgang Albers, Erzpriester Sokratis Ntallis von der griechisch-orthodoxen Metropolie und viele mehr verbrachten einen fröhlichen wie nachdenklichen Reformationstagabend in der Kreuzkirche am Kaiserplatz, der evangelischen Stadtkirche im Bonner Zentrum.

Den Gottesdienst hatte die Kantorei und das Orchester der Kreuzkirche unter Leitung von Karin Freist-Wissing mit einer höchst eindrucksvollen Darbietung der Reformationskantate von Albrecht Becker musikalisch gestaltet sowie Stefan Horz mit seinem präsent-anmutigen Orgelspiel: Ein feste Burg ist unser Gott...

Der Gastprediger der Bonner Reformationsfeier für 2010 steht auch schon fest. Zugesagt hat der bundesweit bekannte Hamburger Theologe Fulbert Steffensky.

 

 

 

Joachim Gerhardt /

 



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