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Aus Liebe

„Mein Sohn war tot und er ist wieder lebendig geworden.“ In diesem Satz des Vaters gipfelt die Geschichte „Vom verlorenen Sohn“ in der Bibel. Es ist toll, wenn eine schwierige Familiengeschichte so heilt, dass nach Jahren der Entfremdung und Distanz ein Vater einen solchen Satz sagen kann.

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Gottesdienste

Losung für den 14.08.2020

Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde. Psalm 73,25

Da sprach Jesus zu den Zwölfen: Wollt ihr auch weggehen? Da antwortete ihm Simon Petrus: Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens; und wir haben geglaubt und erkannt: Du bist der Heilige Gottes. Johannes 6,67-69

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Kreissynode Bonn

„Generation Zukunft"

„Generation Zukunft – Alter neu denken“ war das verheißungsvolle Motto der Synode des Evangelischen Kirchenkreises Bonn. Am Freitag und Samstag tagte sie im Haus der Evangelischen Kirche in Bonn.

Altersbilder in unserer Gesellschaft: Sie müssen überdacht werden und waren darum zentrales Thema auf der Herbstsynode des Kirchenkreises Bonn (Foto: Joachim Gerhardt) LupeAltersbilder in unserer Gesellschaft: Sie müssen überdacht werden und waren darum zentrales Thema auf der Herbstsynode des Kirchenkreises Bonn (Foto: Joachim Gerhardt)

Schon vorab hatte Superintendent Eckart Wüster geworben: „Wir brauchen ein Bewusstsein für zeitgemäße Seniorenarbeit.“ Heißt es nun: Seniorennachmittag mit Kaffeetrinken und Kuchenessen ade? „Durchaus“, erklärte der Gast des Kirchenparlaments, Dieter Hackler, Abteilungsleiter Seniorenpolitik im Bundesfamilienministerium auf der Tagung des Kirchenparlaments. Zumindest dann, wenn diese Angebote nur eine Betüddelung seien. „Wir müssen aufpassen, dass Betreuung nicht zur schleichenden Entmündigung wird“, warnte Hackler, bis 1990 Pfarrer an der Kreuzkirche im Bonner Zentrum. Die Gesellschaft neige dazu, Alter immer mit Krankheit und Defiziten gleichzusetzen. Zu unrecht.  81,1 Prozent der 80-85-Jährigen seien gar nicht pflegebedürftig, so Hackler. „Wir haben ein völlig eingeschränktes Bild vom Alter.“ Das müsse sich ändern. Denn 2050 werden, so Prognosen der Bundesregierung, 50 Prozent der Bevölkerung älter als 50 Jahre sein, heute sind es 38 Prozent.

 

 

Blumenpracht zum Abschied: Ursula Gerlach-Keuthmann, Fachberaterin für Kindertagesstätten in der Region, geht im Frühjahr nach 32 Jahren Ponierdienst in Sachen KiTas in den Ruhestand. Superintendent Eckart Wüster wünscht Gottes Segen. (Foto: J.Gerhardt) LupeBlumenpracht zum Abschied: Ursula Gerlach-Keuthmann, Fachberaterin für Kindertagesstätten in der Region, geht im Frühjahr nach 32 Jahren Ponierdienst in Sachen KiTas in den Ruhestand. Superintendent Eckart Wüster wünscht Gottes Segen. (Foto: J.Gerhardt)

Die evangelischen Gemeinden in Bonn, Alfter, Bornheim und Hersel wollen nun, durchaus auch modellhaft Angebote schaffen. Sie sollen Rechnung tragen, dass immer mehr ältere Menschen mobil und gesund sind und sich für die Gesellschaft engagieren wollen. Anspruchsvolle Bildungsangebote, Netzwerke auch zwischen den Generationen, Ideen gibt es viele. „Gerade die Kirchen haben den Vorteil, dass bereits vieles vorhanden ist, das nur überdacht werden muss“, betonte Synodaler Werner Hümmrich, berufenes Mitglied der Synode und FDP-Fraktionsvorsitzender Im Bonner Stadtrat. Schon gelungene Beispiele zeitgemäßer Seniorenarbeit zeigte nicht zuletzt das Seniorenwerk der Evangelischen Kirche im Rheinland, das sich an Stellwänden an Rande der Synode präsentierte.

Kontroverser wurde die Diskussion bei der Rolle der Kirche im Pflegedienst. Pfarrer Michael Verhey (Friedenskirche Kessenich) und Pfarrerin Ulrike Veermann (Lutherkirche Südstadt) warben für ein stärkeres  „evangelisches Plus“ an Leistung und Zuwendung. Marion Schaefer, stellvertretende Geschäftsführerin im Diakonischen Werk der Kirchenkreise Bonn und Bad Godesberg-Voreifel und dort zuständig für die Sozialstationen, berichtete vom harten Wettbewerb mit kommerziellen Anbietern und dem Druck der Abrechnungssysteme. Die Diakonie wird nun die Kirchengemeinden zu einem „Runden Tisch“ einladen, „um gemeinsam die Freiräume diakonischer Arbeit in der Pflege auszuloten“. Die Basis diesesTisches ist aber schon klar: Diakonie ist ein Markenzeichen der evangelischen Kirche und die Pflege von kranken Menschen gehört dazu.
 

 

Der Bonner Kreissynodalvorstand erlebte einmütige Beratungen und Ergebnisse auf der Synode. (Foto: J.Gerhardt) LupeDer Bonner Kreissynodalvorstand erlebte einmütige Beratungen und Ergebnisse auf der Synode. (Foto: J.Gerhardt)

Bei so viel Diskussion um ältere Menschen war es eine bemerkenswerte Entscheidung nach nur kurzer Aussprache, dass das Kirchenparlament 104.000 Euro für einen Hilfsfond für Kindertagesstätten bewilligte. Mit diesem Fond will die Kirche nach Möglichkeit alle evangelischen Kindergärten in Bonn erhalten, sagte Kreuzkirchenpfarrer Gerhard Schäfer, Vorsitzender der sich in Gründung befindenden Interessensgemeinschaft Kindertagesstätten. Auch das ein Projekt „Generation Zukunft“.

Zum Auftakt der Synode am Freitag hatte sich Superintendent Wüster in seinem Jahresbericht (vollständig im Anhang unten auf dieser Seite) sehr nachdrücklich für eine ehrliche Diskussion über Integration und das Leben von Muslimen in Deutschland ausgesprochen. „Der Islam gehört zu Deutschland“, bekräftige Wüster die jüngsten Äußerungen des Bundespräsidenten. Und Integration sei mitnichten gescheitert. Sie geschehe seit vielen Jahren, übrigens auch in viel kirchlichen Projekten. „Deshalb ärgert mich, wie pauschal die Arbeit vieler Haupt- und Nebenamtlicher vom Tisch gefegt wird.“ Natürlich müssten Defizite klar benannt werden. „Ziel der Debatte wie der Integrationsarbeit muss aber sein, diejenigen zu stärken, die sich bei uns einbringen wollen oder es schon längst tun.“ Es gab breite Zustimmung der Synode.

Am Samstag beschloss das Kirchenparlament zudem den Haushalt für 2011 mit einem Volumen von 5,6 Millionen Euro. Susanne Eichhorn, im Kreissynodalvorstand (KSV) für die Finanzen zuständig, erntete breiten Beifall. Für Ihre transparenten Vorarbeiten und Darstellungen wie sicher auch dafür, dass der Bonner Kreiskirchenhaushalt auch in Zeiten zurückgehender Finanzen ausgeglichen ist.

Die Synode folgte einem Antrag des KSVs und fordert die Landessynode auf, sich erneut mit dem hauptamtlichen Superintendent zu beschäftigen, „und zwar mit dem Ziel, dessen Einführung zu ermöglichen.“ Ob die Bonner, wenn das Modell denn aufgenommen wird, ihn umsetzen werden, bleibt allerdings offen. Das zeigte die kontroverse Debatte dazu auch.

Gewählt wurde ebenfalls: Neuer Synodalbeauftragte für Männerarbeit ist Lothar Faulborn, Presbyter der Apostelkirchengemeinde aus Bonn-Tannenbusch/Dransdorf. Herzlichen Glückwunsch!

 

 

Joachim Gerhardt /

 



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