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Reformationstag 2011:

Bonner Reformationsfeier: Mehr Einsatz für die Achtung vor dem Menschen und dem Leben!

Wieder weit über 1.000 Menschen feierten am Montagabend in der Kreuzkirche am Kaiserplatz die zentrale Bonner Reformationsfeier. Gastprediger, Militärbischof Martin Dutzmann, fand deutliche Worte und viel Zustimmung.

Gast und Gastgeber, die sich gut kennen: Der Lippische Landessuperintendent und EKD-Militätbischof Dr. Martin Dutzmann (links) und Bonns Superintendent Eckart Wüster in der Sakristei der Kreuzkirche vor dem Reformationsgottesdienst. (Foto: Volker Lannert) LupeGast und Gastgeber, die sich gut kennen: Der Lippische Landessuperintendent und EKD-Militätbischof Dr. Martin Dutzmann (links) und Bonns Superintendent Eckart Wüster in der Sakristei der Kreuzkirche vor dem Reformationsgottesdienst. (Foto: Volker Lannert)

Der alt-katholische Bischof Matthias Ring , Bonns OB Jürgen Nimptsch, sein Bornheimer Bürgermeisterkollege Wolfgang Henseler, der neue Kölner Polizeipräsident Wolfgang Albers und viele Hunderte mehr folgten anschließend auch der Einladung zum Jahresempfang, stimmungsvoll wie jedes Jahr zum Reformationstag in der Krypta unter der Kreuzkirche. Zum Eingang hatte in guter Tradition die Lutherkirchen-Bläser unter Leitung von Ulrich Scharf die Menschen vom Turm der Kreuzkirche mit Reformationschorälen begrüßt.

Im Gottesdienst selbst wurde der der evangelische Militärbischof Martin Dutzmann deutlich und fordert eine Diskussion über Ziele und Aufgabe der Bundeswehr. Die aktuelle Debatte über die Verkleinerung oder Aufgabe von Standorten sei „völlig unzureichend, wenn nicht auch über den Sinn der Armee gesprochen wird“, erklärte er. „Es darf nicht länger geschehen, dass Soldaten ihr Leben riskieren und den Eindruck haben müssen, dass das eigentlich niemand interessiert.“

Er wünsche sich eine breite gesellschaftliche Diskussion über die Fragen, „wofür wir eine Armee brauchen und wo wir sie einsetzen wollen“. Ob es gewünscht sei, dass die Seewege, auf denen deutsche Handelsschiffe unterwegs seien, militärisch geschützt werden oder Deutschland bereit sei, die Konsequenzen zu tragen, wenn das nicht geschehe. Die Grundsatzdiskussion sei notwendig, so Dutzmann, auch aus Achtung vor der Arbeit der Soldatinnen und Soldaten. „Wir müssen den Mantel des Schweigens lüften und über die Ziele und Mittel deutscher Außen- und Sicherheitspolitik sprechen.“

Dutzmann, der auch Landessuperintendent der Lippischen Landeskirche ist, erinnerte an Martin Luther. Der dem Reformator zugeschriebene Satz „Hier stehe ich und kann nicht anders“ sei ein Appell, sich für die Achtung vor Menschen einzusetzen. Beispielhaft nannte er das Elend zehntausender Flüchtlinge im Mittelmeerraum. „Wir Europäer dürfen nicht billigend in Kauf nehmen, dass Menschen in jenem Meer ertrinken, an dessen Ufern gleichzeitig viele von uns Urlaub machen.“ Bedenklich nannte er auch die Situation, dass in Deutschland jährlich mehr als 100.000 Kinder abgetrieben würden „und wir das mit Schweigen übergehen, statt eine Gesellschaft zu schaffen, in der Menschen mit Behinderung willkommen sind“.

Für den Bonner Superintendenten Eckart Wüster ist der Reformationstag die „lebenswichtige Erinnerung, dass sich der Mensch seinen Wert nicht verdienen kann“. Das gelte in einer modernen Leistungsgesellschaft nicht weniger als im ausgehenden Mittelalter. „Der Mensch ist wertvoll, weil er von Gott geliebt ist. Wenn wir das ernst nehmen, ist das hoch aktuell für jeden Einzelnen wie für das Zusammenleben in unserer Gesellschaft“, erklärte Wüster.

Mit viel Verve brachten VOX BONA, der Kammerchor der Kreuzkirche unter Leitung von Karin Freist-Wissing, und Stefan Horz an der Orgel, klassische evangelische Kirchenmusik zum Ausdruck wie Johann Sebastian Bachs "Sanctus" oder "Dona nobis pacem" aus der H-Moll-Messe.

Der Eindruck der großen Festgemeinde: Die Bonner Reformationsfeier ist ohne Frage ein Höhepunkt im Kirchenjahr der Stadt und Region. Dieses Jahr mit einem besonderen ökumenischen Zeichen: In einer Fürbitte zum Ende des Gottesdienstes gedachte die Gemeinde eigens dem am Samstag im Alter von 86 Jahren verstorbenen römisch-katholischen Theologieprofessors Hans Jorissen. Wir gedenken "in tiefer Verbundenheit einem Brückenbauer der Ökumene in Bonn", sagte Kreuzkirchenpfarrer Rüdiger Petrat.

 

 

 

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ger / 01.11.2011



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