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Wüster zur Moscheedebatte: "Das falsche Signal"

Der Bonner Superintendent Eckart Wüster äußert sich zum Moscheebau in Bonn-Tannenbusch im Gespräch auf Radio Bonn/Rhein-Sieg. Lesen Sie und hören Sie hier nach.

"Himmel und Erde" heißt jeden Sonntag von 8.00 - 9.00 Uhr das Magazin der Kirchen auf den Lokalradios NRW. "Himmel und Erde" heißt jeden Sonntag von 8.00 - 9.00 Uhr das Magazin der Kirchen auf den Lokalradios NRW.

Anmoderation: Im Bonner Stadtteil Tannenbusch soll demnächst eine Moschee gebaut werden und eigentlich war die Sache auch schon in trockenen Tüchern: Quer durch alle Parteien gab es Zustimmung für den Bau, bis sich jetzt das Landeskriminalamt zu Wort meldete und meinte: Der islamische Extremismus habe in Bonn eine Hochburg. Damit steht der Moscheebau jetzt plötzlich wieder auf der Kippe. Keine gute Entwicklung, findet der Bonner Superintendent Eckart Wüster:

Superintendent Eckart Wüster: „Ich halte das für das falsche Signal. Man muss ja umgekehrt den Schluss daraus ziehen, dass, wenn die Moschee nicht gebaut würde, Islamismus verhindert würde.“

Joachim Gerhardt: Genau so sehen es aber viele Kritiker: Sie befürchten, dass gerade große Moscheen schwer zu kontrollieren sind und so Raum bieten für extremistische Kräfte. Superintendent Wüster widerspricht energisch:

Wüster: „Die weitaus überwiegende Zahl der muslimischen Mitbürgerinnen und Mitbürger zählen nicht zu den Islamisten, die eine vergleichsweise kleine Gruppierung darstellen. Das heißt nicht, den Islamismus nicht ernst zu nehmen. Es heißt aber, ihn dort, wo es ein Problem ist, zu bekämpfen, und nicht andere Menschen, die davon gar nicht betroffen sind, mit in einen Topf zu werfen.“

Gerhardt: Deshalb setzen sich evangelische und katholische Kirche in Bonn auch weiterhin für den Bau der Moschee ein. Beide Konfessionen sehen darin eine Grundsatzfrage berührt:

Wüster: „Der Bau eines Gotteshauses muss in unserer freien, demokratischen Gesellschaft möglich sein und auch unterstützt werden. Und zwar unabhängig von der Frage, ob es in anderen Ländern nicht so ist und wir uns natürlich wünschen, dass auch in diesen Ländern eine freie Religionsausübung möglich wird.“

Gerhardt: Diskussionen um Moscheebauten gab und gibt es auch in anderen Städten in NRW. Eckart Wüster, der auch Mitglied der rheinischen Kirchenleitung ist, wünscht sich, dass Christen sich in diese Debatten einmischen:

Wüster: „Die aufgeheizte Diskussion zeigt natürlich, dass ganze viele Emotionen mit im Spiel sind. Die Ängste, die vorhanden sind, sind ernst zu nehmen. Aber es gibt aus meiner Sicht nur eine Möglichkeit, Ängste zumindest zu bearbeiten und damit umzugehen, nämlich: für Begegnungen zu sorgen zwischen den Menschen. Und das wünsche ich mir auch von unseren christlichen Gemeinden, die das übrigens in vielen Fällen schon tun.“

Gerhardt: Umgekehrt hat aber auch die evangelische Kirche Erwartungen an die Muslime:

Wüster: „Ich erhoffe mir, dass sie die Ängste, die in der deutschen Bevölkerung sind, ernstnehmen. Ich wünsche mir die Bereitschaft zu verstehen, dass Kritik nicht immer gleichbedeutend ist, dass man den kompletten Islam ablehnt, sondern auch Ausdruck sein kann, dass man sich Sorgen macht. Das heißt, auch auf dieser Seite wäre Begegnung für mich ein unerlässlicher Weg.“

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Zun hören auf den Lokalradios NRW, in Bonn und unserer Region auf Radio Bonn/Rhein-Sieg, in "Himmel und Erde", der Sendung der Kirchen, immer sonntags von 8.00 -  9.00 Uhr.

Infos zur Sendung auch: www.ekir.de/pep

 

 

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14.02.2011



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