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Aus Liebe

„Mein Sohn war tot und er ist wieder lebendig geworden.“ In diesem Satz des Vaters gipfelt die Geschichte „Vom verlorenen Sohn“ in der Bibel. Es ist toll, wenn eine schwierige Familiengeschichte so heilt, dass nach Jahren der Entfremdung und Distanz ein Vater einen solchen Satz sagen kann.

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Gottesdienste

Losung für den 15.08.2020

Bedrückt nicht die Witwen, Waisen, Fremdlinge und Armen! Sacharja 7,10

Was gering ist vor der Welt und was verachtet ist, das hat Gott erwählt. 1.Korinther 1,28

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Veranstaltungen und Termine in der Region Bonn und im Kirchenkreis Bonn.

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Service
50 Jahre: Evangelische Beratungsstelle für viele Lebensfragen

Mit Ehevermittlung fing es an

Auf 50 Jahre bewegte und erfolgreiche Arbeit blickt die Evangelische Beratungsstelle für Erziehungs-, Jugend-, Ehe und Lebensfragen in Bonn zurück. Am 1. Oktober 1962 nahm die Einrichtung offiziell ihre Arbeit auf und schloss damit eine Lücke.

Offenes Ohr, wacher Blick: Das Team der Evangelischen Beratungsstelle in Bonn. (Foto: bs) Offenes Ohr, wacher Blick: Das Team der Evangelischen Beratungsstelle in Bonn. (Foto: bs)

Das fünfköpfige Team um die Psychologin Dr. Anne Neumann bot Ehevorbereitung und -beratung im damaligen, noch ungeteilten Kirchenkreis Bonn. Von Anfang an war und ist diese Hilfe kostenlos. Damals standen ein Jurist, ein "Nervenarzt" und zwei Gynäkologinnen beratend zur Seite. Kurios: Selbst Ehevermittlung in Form eines Briefaustauschdienstes gehörte seinerzeit dazu. Bewerber wurden zunächst auf ihre Ehefähigkeit geprüft.

Den größten Raum nahm jedoch die Erziehungsberatung ein. So viele Kinder und Jugendliche benötigten Hilfe, dass schon Ende 1963 eine Warteliste eingerichtet wurde. Kirchen, Behörden und Kommunen verwiesen auf die Bonner Stelle. Häufigster Anmeldegrund: "Schul- bzw. berufliches Versagen". Einen schulpsychologischen Dienst gab es noch nicht, die evangelische Stelle bot auch Intelligenz- und Schulleistungsdiagnostik.

1969, als Willy Brandt Bundeskanzler wird und Neil Armstrong den Mond betritt, beschäftigten "grüne Witwen" und erwerbstätige Frauen die Berater. Erstere waren in den "Randgebieten Bonns und Bad Godesbergs ... oft infantilen Anforderungen an Frau und Familie" seitens ihrer beruflich erfolgreichen Männer ausgesetzt. Berufstätige Frauen trafen auf die "autoritären Herrschaftsansprüche des Mannes", was häufig zu großen Spannungen führte.

Auch wenn wir heute über solche Worte schmunzeln: Der Schwerpunkt verlagert sich zunehmend zur Eheberatung mit dem Ziel, wirksame Kommunikationstechniken zwischen Mann und Frau einzuüben. Angebote und personelle Ausstattung wachsen kontinuierlich. 1973 kommt Bundespräsident Gustav Heinemann samt Gemahlin zu einem inoffiziellen Besuch und hinterlässt ein Foto mit Widmung. 1975 zieht die Einrichtung an ihren heutigen Standort, das Haus der Evangelischen Kirche in Bonn. Ab 1977 wird nicht nur Erziehungs-, sondern auch die Ehe- und Lebensberatung mit Landesmitteln bezuschusst. 1985 betreffen 60 Prozent der Anmeldungen diesen Bereich.

Heute erreichen die Beratungsstelle jährlich rund 800 Neuanmeldungen. Gut 1300 Männer, Frauen und Kinder erhalten Hilfe. Der Psychologe und Psychotherapeut Thomas Dobbek leitet das multiprofessionelle Team mit zwölf Mitarbeitenden. Ihrem Auftrag ist die Einrichtung treu geblieben. Das Angebotsspektrum ist vor allem um Präventionsangebote zum Kindeswohl, Gruppenangebote (Pubertät, Scheidung) und Online-Beratung erweitert. Elternabende und Vorträge in Kindertagesstätten und Familienzentren zu Erziehungsfragen informieren und senken Hürden bei der Kontaktaufnahme.

Die Evangelische Beratungsstelle ist eine Einrichtung für die Region und macht Angebote zu Erziehungs-, Jugend-, Ehe- und Lebensfragen in Bonn, Euskirchen, Siegburg und in zahlreichen Familienzentren. Sie wird von den drei evangelischen Kirchenkreisen An Sieg und Rhein, Bad Godesberg-Voreifel und Bonn getragen und finanziert.

Die Beratung ist für Ratsuchende kostenfrei. Eine teilweise Refinanzierung erfolgt über Zuschüsse der zuständigen Jugendämter und des Landes Nordrhein-Westfalen. Zudem sind Spenden von Klientinnen und Klienten zu einem wichtigen Baustein in der Finanzierung des Angebots geworden.

 

Uta Garbisch / Kirchenkreis Bad Godesberg-Voreifel - Ekir.de / 31.10.2012



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