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Bonner Kooperation „Beratung bei Pränataldiagnostik“ feiert Jubiläum:

Damit die Lebenskrise nicht zum Trauma wird

Seit zehn Jahren beraten Expertinnen der Bonner Diakonie, Seelsorgerinnen und Seelsorger Menschen in der Universitätsfrauenklinik. Es geht um Leben und Tod und viele sehr persönliche Fragen auf der Grenze. Zeit, Bilanz zu ziehen.

Nah dran: Die evangelische Beratungsstelle und die Krankenhausseelsorge bietet ihre Gesprächsangebote in der Uni-Frauenklinik an (Foto: M. Böschemeyer / Kirchenkreis Bonn) LupeNah dran: Die evangelische Beratungsstelle und die Krankenhausseelsorge bietet ihre Gesprächsangebote in der Uni-Frauenklinik an (Foto: M. Böschemeyer / Kirchenkreis Bonn)

Seinen Anfang nahm das Angebot „Beratung bei Pränataldiagnostik“ auf dem Venusberg als Modellprojekt. Heute, zehn Jahre später, ist die psychosoziale Beratungsstelle des Diakonischen Werkes aus der Bonner Uni-Frauenklinik nicht mehr weg­zu­denken und für zahlreiche Hilfesuchende rettende Stütze in einer Aus­nahme­situation. Ausgangspunkt für diese Erfolgsgeschichte war die gemein­same Initiative des Bonner Universitätsklinikums und der Klinikseelsorge mit dem Diakonischen Werk Bonn und Region.

Frauen und Familien, die das Gespräch mit dem Team der „Beratung bei Pränataldiagnostik“ (PND) suchen, sind mit einer Diagnose während der Schwanger­schaft konfrontiert, dass das Kind krank zur Welt kommen wird. Plötzlich müssen werdende Eltern mit dem Arzt eine Entscheidung treffen: für die Geburt eines Kindes mit Behinderung oder für den Abbruch der Schwangerschaft. „Schon in dem Moment, wenn die Diagnose vorliegt, sind wir für die Frauen da und beraten sie ergebnisoffen“, erklärt Diplompsychologin Kirsten Wassermann, Mitarbeiterin der ersten Stunde der PND-Beratung.

Kommt es zum Abbruch einer Schwangerschaft, steht den Frauen vor Ort in der Uni-Frauenklinik das funktionierende Netzwerk der Pränatalmedizin und -beratung zur Seite: Die medizinische Versorgung liegt dabei in den Händen der Spezialisten der Geburtshilfe und Pränataldiagnostik, jeweils hinzugezogenen Kinderärzten sowie der Gynäkologischen Psychosomatik des Bonner Universitätsklinikums. Eingebunden ist außerdem die Klinikseelsorge des Hauses und – seit nunmehr zehn Jahren – die psychosoziale Beratung des Diakonischen Werkes. „Unser gemeinsames Ziel ist es, die Frauen aufzufangen und zu begleiten, damit die Lebenskrise nicht zum Trauma wird“, sagen die Uni-Seelsorger Pfarrerin Agnes Fanchy-Kruppa und Pfarrer Walter Koll. Außerdem steht das Diakonie-Team den Frauen zur Seite, wenn sie sich dafür entscheiden, das Kind zur Welt zu bringen.

Balance zwischen Medizin und Psyche

„Kaum zu unterschätzen ist die räumliche Nähe unserer Beratungs­stelle innerhalb der Uni-Frauenklinik. Die Frauen erreichen uns unmittelbar, ohne große Wege in Kauf nehmen zu müssen. Ebenso ist es für die Ärzte unkompliziert während des Klinikalltags mit uns Rücksprache zu halten“, beschreibt Wassermann die Situation auf dem Venusberg. Professor Dr. Ulrich Gembruch, Direktor der Bonner Universitätsklinik für Geburtshilfe und Pränatale Medizin, ergänzt: „Unser Augenmerk liegt auf der medizinischen Versorgung von Mutter und Kind. Um die Situation einschätzen und verarbeiten zu können ist es für die Betroffenen wichtig, dass auch auf die seelsorgerischen und psychosozialen Bedürfnisse eingegangen wird.“

Die Bilanz von zehn Jahren verdeutlicht nach wie vor die Notwendigkeit der Beratungsstelle innerhalb des Klinikums: Bislang wurden über 3.000 Frauen bzw. Paare beraten – Tendenz steigend. Auch Entwicklungen – neue medizinische Methoden der Pränataldiagnostik oder Gesetzes­grundlagen – ändern nichts an diesem Bedarf. „Unabhängig davon wie präsent das Thema in der Öffentlichkeit ist, bleibt es für die Betroffenen ein unerwarteter Schock, der in der persönlichen Biografie nicht vorgesehen ist. Sie brauchen bestmögliche, individuelle Unterstützung,“ sagt Professor Dr. Anke Rohde, Leiterin der Gynäkologischen Psychosomatik am Universitätsklinikum Bonn.

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DW Bonn / Andrea Hillebrand / ger / 08.02.2012



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