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Losung für den 04.08.2020

Ich will den HERRN loben in den Versammlungen. Psalm 26,12

Wie ist es nun, Brüder und Schwestern? Wenn ihr zusammenkommt, so hat ein jeder einen Psalm, er hat eine Lehre, er hat eine Offenbarung, er hat eine Zungenrede, er hat eine Auslegung. Lasst es alles geschehen zur Erbauung! 1.Korinther 14,26

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Zentrale Bonner Reformationsfeier 2012 in der Kreuzkirche: Musik wie zu Luthers Zeiten

Superintendent Wüster: Luther spendet Trost und Mut

Mehr als 1.000 Menschen feierten am Mittwoch in der Kreuzkirche auf Einladung der Evangelischen Kirche Gottesdienst zum Reformationstag. Lesen Sie hier die Predigt von Superintendent Eckart Wüster über Martin Luthers Lied "Ein feste Burg ist unser Gott".

Motiv zur Bonner Reformationsfeier 2012: "Ein feste Burg ist unser Gott" mit Luther-Noten (Bild: J.Gerhardt) LupeMotiv zur Bonner Reformationsfeier 2012: "Ein feste Burg ist unser Gott" mit Luther-Noten (Bild: J.Gerhardt)

Der Gottesdienst stand unter dem Motto „Reformation & Musik“ und war Teil der Festwoche, den die evangelische Kirche vom 28. Oktober bis 4. November mit zahlreichen hochkarätigen Veranstaltungen und Konzerten erstmalig in Bonn gestaltet und die einen Vorgeschmack auf das Reformationsjubiläum „500 Jahre Thesenanschlag zu Wittenberg“ im Jahr 2017 sein soll.

Superintendent Wüster betonte die aktuelle Bedeutung der Reformation. Im Hinblick auf Luthers Lied "Ein feste Burg" machte der deutlich, dass dieses "kein Kampflied gegen Andersgläubige" sei, "sondern ein Lied, das immer wieder neu Trost und Lebensmut spendet" (die Predigt im Wortlaut: siehe unten auf dieser Seite).

Der Gottesdienst tauchte tief in die Zeit der Reformation ein. Es spielten neben einem Ensemble aus verschiedenen Bläser-Chören des Kirchenkreises Bonn die Mittelalter-Spielleute „Wildwuchs“ aus Marburg Musik des Mittelalters und Lieder der Reformation. Stefan Horz begleitete diesen außergewöhnlichen Gottesdienst an der Orgel. Die musikalische Gesamtleitung hatte Kreiskantor Stephan Pridik.

Siehe auch: www.luther2012-bonn.de

Ort des Festgottesdienstes: die Kreuzkirche am Kaiserplatz, die größte evangelische Kirche am Mittelrhein (Foto: J.Gerhardt) LupeOrt des Festgottesdienstes: die Kreuzkirche am Kaiserplatz, die größte evangelische Kirche am Mittelrhein (Foto: J.Gerhardt)

Reformations-Choräle erklingen vom Turm der Kreuzkirche

Nach dem Gottesdienst lud der Kreissynodalvorstand des Evangelischen Kirchenkreises Bonn wie jedes Jahr zum öffentlichen Jahresempfang der Evangelischen Kirche in die Krypta der Kreuzkirche. Hunderte, darunter viele Prominente aus Politik und Gesellschaft der Stadt, folgten der Einladung. Zur stimmungsvollen Begrüßung aller Gäste aus Bonn und der Region spielten zum Auftakt der Feier die Bläser aus dem Kirchenkreis Bonn Reformations-Choräle vom Turm der Kreuzkirche.

Signet zum Reformations-Jubiläum 2017 LupeSignet zum Reformations-Jubiläum 2017

Die Reformation in Bonn und der Region

Am Reformationstag, alljährlich am 31. Oktober, erinnern die Protestanten weltweit an den Beginn der Reformation durch Martin Luther im Jahr 1517. Auch Bonn blickt auf eine wechselhafte Reformationsgeschichte zurück. Schon früh, wenn auch nur gegen den entschiede-nen Widerstand der katholischen Herrscher im Reich, konnten die Gedanken des Wittenberger Reformators in die Region Köln und Bonn einziehen. Das historische Schlüsseljahr ist 1542, als der katholische Erzbischof, Kurfürst Hermann von Wied, auf die Seite der Reformation wechselte. Er berief den Straßburger Reformator Martin Bucer und wenig später auch den engsten Weggefährten Luthers, Philipp Melanchthon, aus Wittenberg nach Bonn.

Philipp Melanchthon blieb drei Monate, Martin Bucer sogar ein dreiviertel Jahr am Rhein. In dieser Zeit predigte Bucer im Bonner Münster und hielt theologische Vorlesungen im Bonner Franziskanerkloster in der Brüdergasse. Die beiden Theologen erarbeiteten unter dem Titel „Einfältiges Bedenken“ die Programmschrift der Kölner Reformation.

Bis zum Einsetzen der Gegenreformation und der Absetzung des Kurfürsten Hermann 1547 bestand in Bonn eine evangelische Gemeinde mit mehreren Pfarrern. Die Gemeinde musste anschließend in den Untergrund gehen. Die älteste nicht auf kurkölschem Gebiet liegende und daher nahezu ununterbrochen lebendige evangelische Gemeinde im Bonner Raum ist die Kirchengemeinde Oberkassel. Hier findet sich auch die älteste evangelische Kirche der Region, die kleine gelb gestrichene Kapelle im Zentrum Oberkassels direkt an der alten B 42 aus dem Jahr 1683.

Ausgangspunkt der Reformation weltweit sind die berühmten „95 Thesen“, mit denen der damalige Augustinermönch Martin Luther seinen theologischen und seelsorgerlichen Protest gegen den Ablasshandel der katholischen Kirche äußerte. Durch den Verkauf der so genannten Ablassbriefe wollte diese damals vor allem Geld für den Bau des Petersdoms in Rom einnehmen.

Ob Luther seine Thesen tatsächlich an das Portal der Wittenberger Schloßkirche schlug, ist historisch nicht gesichert. Nageleinschläge im Tor zeugen aber bis heute von dem legendären Ereignis. Ein weiteres Anliegen Luthers war die Rückbesinnung auf das unverfälschte Wort der Bibel. Dafür übersetzte der Reformator die Heilige Schrift erstmals vollständig in die deutsche Sprache.

Heute ist fast jeder vierte Bonner Bürger evangelisch, jeder zweite katholisch. Damit ist Bonn eine der protestantischsten Städte im katholischen Rheinland.
Text: Pressepfarrer Joachim Gerhardt

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ger / 31.10.2012



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