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Kreissynode Bonn 2013: Viele Themen – klare Worte

Baugenehmigung für den Kirchenpavillon ist da!

Endlich! Die Baugenehmigung für den neuen Kirchenpavillon vor der Kreuzkirche am Kaiserplatz liegt vor. Das konnte Superintendent Eckart Wüster erfreut zum Auftakt der Kreissynode Bonn am Freitag, 15. November, im Haus der Evangelischen Kirche berichten.

Reden und Zuhören ganz anders: der gehörlose Jugendleiter Guido Holthaus (l.) spricht mit der Gebärdendolmetscherin Monika Krempen, Gehörlosenseelsorger Dieter Schwirschke (2.v.l.) und Superintendent Eckart Wüster sind gebannt dabei. (Foto: J.Gerhardt) LupeReden und Zuhören ganz anders: der gehörlose Jugendleiter Guido Holthaus (l.) spricht mit der Gebärdendolmetscherin Monika Krempen, Gehörlosenseelsorger Dieter Schwirschke (2.v.l.) und Superintendent Eckart Wüster sind gebannt dabei. (Foto: J.Gerhardt)

"Ganz vielleicht vor Weihnachten, aber wohl eher Anfang des Jahres" kann nun mit dem Bau des neuen Stadtkirchenzentrums der Evangelischen Kirche in Bonn begonnen werden, freut sich Martina Baur-Schäfer, Leiterin der Einrichtung. Superintendent Wüster geht je nach Wetterlage von zehn bis elf Monaten Bauzeit aus. Weitere gute Nachricht: Die Kosten bleiben im Plan. 1.050.000 Euro hatte die Synode für das Kirchen- und Kulturcafé mit Beratungs- und Kircheneintrittsstelle zur Verfügung gestellt. Kostenstand heute: 1.218.000 Euro. Grund: nicht zuletzt aus ökologischen Gründen ist eine Dachbegrünung dazugekommen sowie eine Teilunterkellerung mit Aufzug, damit der Pavillon durchgehend behindertengerecht zugänglich ist. "Beides sind uns wichtige Anliegen", betonten Eckart Wüster und Martina Baur-Schäfer.

Dankbar für viele Spenden für den Bau

Die Mehrkosten werden durch Spenden abgedeckt, so ein dankbarer Superintendent Wüster. Beachtliche 130.000 Euro durch Einzelspenden und 50.000 Euro durch die protestantischen Stadtgemeinden in Bad Godesberg. Sie gehören nicht zum Kirchenkreis Bonn und wollen damit "ein Zeichen der Zusammengehörigkeit setzen und dass auch sie von der Arbeit dort profitieren", erläuterte Superintendent Dr. Eberhard Kenntner, zu Gast mit einem Grußwort des Kirchenkreises Bad Godesberg-Voreifel. Applaus in der Bonner Synode. Wichtig auch: Die fünf Bäume, die dem Bau weichen müssen, "werden noch auf dem Grundstück selbst ersetzt", berichtete Wüster vom Ergebnis der Beratungen mit der Stadtverwaltung. "Wir haben lange gewartet", meinte Martina Baur-Schäfer und erklärte zugleich: "Jetzt gibt es richtig Wasser auf die Mühlen unseren Planungen, wie wir diesen Ort zu einem ganz besonderen für die Menschen in Bonn und der Region machen wollen."

"Kirche und Geld" - Thema auf der Bonner Synode: die Kirchenrkeise und Diakonie in Bonn und der Region haben jetzt eine eigene, sehr lesenswerte Informationsbroschüre dazu herausgegeben (Foto: Joachim Gerhardt) Lupe"Kirche und Geld" - Thema auf der Bonner Synode: die Kirchenrkeise und Diakonie in Bonn und der Region haben jetzt eine eigene, sehr lesenswerte Informationsbroschüre dazu herausgegeben (Foto: Joachim Gerhardt)

„Wie politisch darf Kirche sein?“

Das Bonner Kirchenparlament hatte zu seiner großen Herbstagung mehrfach hohen Besuch. Zum Auftakt am Samstag sprach der neue Beauftragte der Evangelischen Kirche bei Landtag und Landesregierung, Pfarrer Dr. Thomas Weckelmann, über die Frage „Wie politisch darf Kirche sein?“ Seiner Einschätzung nach sollte Kirche "sachkundig und behutsam mit politischen Äußerungen umgehen". Die Bibel müsste der "Kompass unserer Worte sein", denn das "Kerngeschäft" der Kirche sei Verkündigung. Er erntete Zuspruch wie Widerspruch. "Na, ja, im Zweifelsfall eher unpolitisch zu sein", das sei zwar typisch evangelisch, aber habe auch in der Geschichte, siehe Nationalsozialismus, zu viel Elend geführt, bemerkte Pfarrer Siegfried Virgils. Für Pastorin Beate Sträter sind Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung keine "abstrakten Prinzipien", sondern sehr konkrete Handlungsanweisungen. Pfarrer Wolfgang Harnisch erinnerte an Martin Luthers Lehre von den zwei Regimentern, Staat und Kirche, aber auch, dass sich der Reformator immer wieder sehr konkret eingemischt habe gegen Wucher zum Beispiel oder für den Wert von Familie. Der Synodale Dr. Hartmut Ihne, Präsident der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg warnte bei Kirche von Kernkompetenzen zu sprechen wie so viele Unternehmen. "Wir haben einen Auftrag und das ist etwas ganz anderes und der lässt sich nicht so einfach begrenzen." Reich an Impulsen wurde Pfarrer Weckelmann mit Applaus und "allen guten Wünschen für seinen wichtigen Dienst an der Schnittstelle von Kirche und Politik", so Wüster, nach Düsseldorf entlassen.

Volle Stelle für Jugendleiter der Gehörlosenseelsorge

Zweiter Gast war der Gehörlosenseelsorger Dieter Schwirschke. Der für die Kölner und Bonner Region zuständige Pfarrer bat die Synode um Geld, um seine Jugendleiterstelle auszubauen. Jugendleiter Guido Holthaus (39 Jahre), selbst gehörlos, stellte seine Arbeit persönlich und höchst anschaulich, von einer Gebärdendolmetscherin übersetzt, vor: Freizeiten, Tagesausflüge, Alltagsangebote. Beeindruckend, was diese Stelle, zuständig für sieben Kirchenkreise, alles leistet. Auch Kinder und Jugendliche aus Bonn nehmen daran teil. Die Stelle ist einzigartig in der rheinischen Kirche, bundesweit gebe es nur zwei dieser Art, so Pfarrer Schwirschke. Für viele hörgeschädigte Kinder sei der Jugendleiter "ein Vorbild" und biete die Möglichkeit "eine eigene Identität als hörgeschädigter Mensch im Zusammenleben mit gehörlosen und hörenden Menschen aufzubauen". Das sei Inklusion ganz praktisch. Ausnahmslos stimmten die gewählten 82 Vertreterinnen und Vertreter aus den elf Kirchengemeinden in Bonn, Alfter und Bornheim für den Ausbau dieser Arbeit in den nächsten fünf Jahren auf eine volle Stelle. Die Kosten der Stelle teilen sich sieben Kirchenkreise und kostet die Bonner jährlich 3.000 Euro mehr. (Weitere Infos: www.gehoerlosenseelsorge-koeln.de)

Der Kreissynodalvorstand des Kirchenkreises Bonn: Frh. Friedrich von Maltzahn (v.l.), Henrich Fenner, Martina Baur-Schäfer, Susanne Eichhorn, Pfarrer und Synodalassessor Wolfgang Harnisch, Superintendent Eckart Wüster und Pfarrer Jörg Zimmermann LupeDer Kreissynodalvorstand des Kirchenkreises Bonn: Frh. Friedrich von Maltzahn (v.l.), Henrich Fenner, Martina Baur-Schäfer, Susanne Eichhorn, Pfarrer und Synodalassessor Wolfgang Harnisch, Superintendent Eckart Wüster und Pfarrer Jörg Zimmermann

Mehr Geld für die Krankenhausseelsorge

Umstritten war die Ausweitung der Krankenhausseelsorge. Nicht die Ausweitung, aber die Art der Finanzierung und deren Verbindlichkeit. Nach reger Diskussion wurde mit knapper Mehrheit die Einrichtung einer halben Stelle auf der letzten Kreissyode zurückgenommen. Grund: Über die Landeskirche finanziert haben die Bonner, zumindest befristet, nun doch einen Pfarrer mit dreiviertel Stelle für diesen Bereich erhalten, im Rahmen einer so genannten mbA-Pfarrstelle. Das Argument `aktuell mehr Stunden´ setzte sich schließlich durch gegen die Stimmen `für mehr Beständigkeit durch eine feste Pfarrstelle´, zumal der Stelleninhaber sowohl im Uniklinikum wie in der Landesklinik arbeiten wird. Den Stellenwert der Krankenhausselsorge wurde auch noch einmal deutlich, indem die Synode für den Zeitraum der mbA-Stelle jährlich weitere, rund 20.000 Euro eigens für die Arbeit der Krankenhausseelsorge in Bonn bewilligte.

Haushalt ausgeglichen - ab 2014 mit NKF

Mehr Geld - das fiel dem Kirchenparlament insoweit leicht, weil der Haushalt des Kirchenkreises für 2014 auch nach den jüngsten Beschlüssen ausgeglichen bleibt. Susanne Eichhorn, zuständig im Kreissynodalvorstand für die Finanzen, hatte ihn bewährt transparent vorgestellt. Er ist wie alle kirchlichen Haushalte öffentlich und hat ein Volumen von 3,3 Millionen Euro. Erfreulich zudem: Zuwachs gibt es im Bereich Fundraising, eine "zunehmend wichtige Säule unserer Finanzen", hob Susanne Eichhorn hervor. 70.000 Euro sollen es 2014 sein. Zuvor hatte Martin Lindner, stellvertretender Verwaltungsleiter, noch einmal verständlich in das "Neue Kirchliche Finanzwesen" (NKF) eingeführt. Der Kirchenkreis und seine Gemeinden stellen zum Jahresbeginn ihre Haushalte um. Bis 2015 sollen alle 38 Kirchenkreise in der rheinischen Landeskirche nach NKF buchen. Das bedeute vor allem "bessere und klarerer Buchungsabläufe und Auswertungsmöglichkeiten der Haushaltspläne", warb Martin Lindner mit Verve um Unterstützung.

Gegen neue Braunkohlekraftwerke

Wie politisch darf Kirche sein? Die Auftaktfrage der Beratungen am Samstag wurde am Nachmittag konkret beantwortet: Die Bonner Synode unterstützt mit großer Mehrheit einen Antrag anderer Kirchenkreise an die Landessynode, sich gegen die Ausweitung des Braunkohletagebaus und den Bau neuer Kraftwerke in der Köln/Aachener Region zu engagieren. Der Arbeitskreis "Kirchliches Umweltmanagement" der Bonner Kirchengemeinden hatte den Antrag noch kurzfristig eingebracht. Auch alle Kirchengemeinden sollen sich selbst verpflichten, Energieverbrauch noch stärker zu drosseln und Ökostrom zu beziehen, heißt es in dem Beschluss.

Neue Synodalbeauftragte gewählt - Ab sofort auch Ansprechpartner für Inklusion

Neue Synodalbeauftragte wurden gewählt: für Kindergottesdienst Ellen Wagner (Lukaskirchengemeinde), für Ökumenische Fragen der Bonner Studierendenpfarrer Michael Pues, für Altenheimseelsorge Solveig Wagner-Otter (Lukaskirchengemeinde) sowie für die neu eingerichtete Synodalbeauftragung "Inklusion" gleich zwei Personen: Diakoniepfarrerin Grit de Boer und Diakon Andreas Schuch (Diakonisches Werk). Herzlichen Glückwunsch!

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Joachim Gerhardt / 15.11.2013



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