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„Mein Sohn war tot und er ist wieder lebendig geworden.“ In diesem Satz des Vaters gipfelt die Geschichte „Vom verlorenen Sohn“ in der Bibel. Es ist toll, wenn eine schwierige Familiengeschichte so heilt, dass nach Jahren der Entfremdung und Distanz ein Vater einen solchen Satz sagen kann.

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Gedenktage heute: Was Jugendliche denken

Ein Jahr voller Gedenktage. Was sollen sie? Wem bringen sie was? "Himmel und Erde", das Radio-Magazin der Kirchen, ist diesen Fragen nachgegangen. Hören Sie mal rein!

"Himmel und Erde", das Magazin der Kirchen jeden Sonntag von 8 - 9 Uhr auch auf Radio Bonn/Rhein-Sieg, der meistgehörten Senderwelle unserer Region. "Himmel und Erde", das Magazin der Kirchen jeden Sonntag von 8 - 9 Uhr auch auf Radio Bonn/Rhein-Sieg, der meistgehörten Senderwelle unserer Region.

Anmoderation: In diesem Jahr kommen große Gedenktage auf uns zu: Vor 100 Jahren begann der 1. Weltkrieg, im September jährt sich zum 75. Mal der Ausbruch des 2. Weltkriegs, und am kommenden Freitag ist es genau 69 Jahre her, dass das KZ Buchenwald befreit wurde. Lauter dunkle Kapitel, gerade für uns Deutsche, und da mehren sich die Stimmen, die die Geschichte endlich zu den Akten legen wollen …

Schülerin: Ja, das ist genau das, was ich und viele andere wahrscheinlich auch immer verhindern wollen, weil es ist eben nicht schon 69 Jahre her, das ist erst 69 Jahre her, finde ich. Und deswegen finde ich es auch schade, dass wir immer weiter weg von dieser Generation rücken und dass es deswegen immer mehr verstorbene Geschichte für die Leute wird. Und ich finde, dass ist gerade das Gefährliche, dass so was immer wieder passieren kann.

Joachim Gerhardt: Julia Sophie Wagner aus Hamm stellt sich deshalb der Geschichte. Ich habe sie in Auschwitz getroffen. Zusammen mit anderen Schülern aus NRW war sie dort auf Studienfahrt – schon zum zweiten Mal. Auch Willem Buys aus Hagen ist mitgefahren:

Willem Buys: Die Geschichte darf sich nie wiederholen, sagt man, während sie sich an anderen Orten wiederholt. Und ich finde es besonders wichtig, dass eben Menschen sich damit beschäftigen und Menschen das an andere Menschen weiter tragen, sodass jeder sich überlegen kann: Was kann er tun?

Gerhardt: Der Besuch in Auschwitz hat die Jugendlichen tief beeindruckt. Julia Sophie Wagner hat anschließend sogar in der eigenen Familiengeschichte geforscht und dabei Überraschendes festgestellt:

Julia Wagner: Ja also die Großmutter meiner Mutter, meine Urgroßmutter, die war jüdisch und die war in Theresienstadt und die hat da Tagebuch geführt und das ist schon ziemlich bewegend, auch emotional für einen selbst, wie viel Geschichte, wie viel von diesen toten Fakten halt in der eigenen Familiengeschichte stattfindet …

Gerhardt: Zeitzeugen, die noch leben, werden immer seltener. Umso wichtiger ist es, die Erinnerung an sie wach zu halten und auch die Stätten zu erhalten, an denen sie gelitten haben, meint Margarita Jekimova aus Gütersloh:

Und man muss auch schon fast Werbung für Auschwitz machen, weil, also ich zum Beispiel auch persönlich, ich wusste vorher gar nicht, dass es so was gibt und es ist halt wichtig, dass so viele Menschen wie möglich davon erfahren, dass es diese Möglichkeit gibt, Geschichte real zu sehen und anzufassen.

Gerhardt: Die Gedenktage an die beiden Weltkriege, an die Befreiung von Auschwitz oder Buchenwald sollten keine "leeren" Tage sein, findet Margarita. Für sie steht fest:

Wir haben jetzt die Aufgabe, diese Geschichte immer weiter zu geben, damit das nicht vergessen wird, weil, wenn es vergessen wird, kann es dazu kommen, dass irgendwann mal wieder dieselben Fehler geschehen, weil sie vergessen wurden.

Joachim Gerhardt für Himmel und Erde.

 
(Der Beitrag vom 6. April 2014 in der Sendung "Himmel & Erde", dem Magazin der Kirchen immer sonntags von 8 bis 9 Uhr auf Radio NRW / Redaktion: Manfred Rütten / Alle Infos und vieles mehr auch auf der neuen Webseite der Sendung: http://hue.ekir.de)

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06.04.2014



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