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„Mein Sohn war tot und er ist wieder lebendig geworden.“ In diesem Satz des Vaters gipfelt die Geschichte „Vom verlorenen Sohn“ in der Bibel. Es ist toll, wenn eine schwierige Familiengeschichte so heilt, dass nach Jahren der Entfremdung und Distanz ein Vater einen solchen Satz sagen kann.

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Evangelische Kirche im Rheinland

Bonner Stimmen von der Landessynode

Die Landessynode stellt die Weichen für die Evangelische Kirche im Rheinland. Sieben Vertreterinnen und Vertreter waren aus dem Kirchenkreis Bonn dabei. Lesen Sie hier aktuell ihre persönlichen Bilanzen, Eindrücke und Einschätzungen aus Bad Neuenahr.

In der Diskussion: vier der Bonner Synodalen Ulrich Hamacher (v.l.), Wolfgang Albers, Dorothea Geffert und Pfarrer Wolfgang Harnisch (Foto: Joachim Gerhardt) LupeIn der Diskussion: vier der Bonner Synodalen Ulrich Hamacher (v.l.), Wolfgang Albers, Dorothea Geffert und Pfarrer Wolfgang Harnisch (Foto: Joachim Gerhardt)

Neben Superintendenten Eckart Wüster und seinem Stellvertreter, Synodalassessor Pfarrer Wolfgang Harnisch von der Johanniskirchengemeinde, war der Kirchenkreis Bonn auf der Synode vertreten von den gewählten Synodalen Dorothea Geffert (Kirchengemeinde Vorgebirge), Ulrich Hamacher (Kreuzkirchengemeinde und Geschäftsführer des Diakonischen Werks in Bonn und der Region) und Pfarrer Siegfried Virgils (Lukaskirchengemeinde) sowie Polizeipräsident Wolfgang Albers (Trinitatiskirchengemeinde), als berufenes Mitglied der Landessynode und Pastorin Dr. Beate Sträter (Lukaskirchengemeinde) als EKD-Synodale. Das Kirchenparlament tagte vom 16.-21. Januar.

Erfahren in Sachen Synode: der Bonner Diakonie-Geschäftsführer Ulrich Hamacher (l.) und Polizeipräsident Wolfgang Albers (Foto: J. Gerhardt) LupeErfahren in Sachen Synode: der Bonner Diakonie-Geschäftsführer Ulrich Hamacher (l.) und Polizeipräsident Wolfgang Albers (Foto: J. Gerhardt)

Evangelische Position zum Suizid diskutiert

Synodale Dorothea Geffert, Presbyterin der Kirchengemeinde Vorgebirge, berichtet: „Die Landessynode war wieder spannend, manche Diskussionen kontrovers und langwierig. Im Theologischen Ausschuss ging es unter anderem um die seelsorgliche Begleitung suizidgefährdeter Menschen. Synodale aus verschiedenen Berufsgruppen, unter anderem Lehrerinnen, Ärzte, Theologen und auch ich als Musikbibliothekarin stritten über Formulierungen in der neuen Handreichung. Einerseits sagt Evangelische Kirche klar „Nein“ zum Suizid oder auch zur Sterbehilfe, andererseits werden Suizidgefährdete nicht allein gelassen. Vorbild ist die Haltung Jesu, sich gerade Menschen in Notlagen zuzuwenden. Die Ernsthaftigkeit der Diskussionen im Ausschuss und später im Plenum, die Akzeptanz verschiedener Standpunkte und das Ringen um eine Entscheidung, die von möglichst vielen mitgetragen werden konnte, waren nicht nur bei diesem Thema eindrucksvoll bei der zurückliegenden Landessynode in Bad Neuenahr.“

Immer konzentriert dabei: Dorothea Geffert und Pfarrer Wolfgang Harnisch, stellvertretender Bonner Superintendent (Foto: J. Gerhardt) LupeImmer konzentriert dabei: Dorothea Geffert und Pfarrer Wolfgang Harnisch, stellvertretender Bonner Superintendent (Foto: J. Gerhardt)

Engagement für Flüchtlinge, Zurückhaltung beim Geldausgeben

Der Synodale Ulrich Hamacher, Geschäftsführer des Diakonischen Werks Bonn und Region, berichtet: "Erstaunlich gut war die Stimmung der Synode. Trotz Einsparbeschlüssen in Höhe von 8 Millionen Euro pro Jahr und der Festlegung, dass in den nächsten Jahren weitere 12 Millionen folgen werden. Ich habe den Eindruck gewonnen, dass die Kirchenleitung weiß, was dran ist. Und dass sie weiß, was sie will. Der Haushalt der Landeskirche ist defizitär, das wird sich mit diesen Beschlüssen aber ändern. Zugleich verschafft das aktuell gute Kirchensteueraufkommen etwas Luft. Wer zu diesen Themen mehr wissen will, kann mich gern fragen. Ansonsten gab es auch Erfreuliches: Engagement für Flüchtlinge, Zurückhaltung beim Geldausgeben für neue IT-Strukturen, bewegende Gottesdienste, lange Gespräche mit anderen Mitgliedern der Synode am Abend."

Glückwunsch an den neu gewählten Vizepräses OKR Christoph Pistorius

Eindrücke von der Landessynode 2014 von Superintendent Eckart Wüster, der auch nebenamtliches Mitglied der Kirchenleitung ist: „Nach der vor allem emotional sehr belastenden Synode im vorigen Jahr, war diese Synode von der großen Bereitschaft geprägt, einen Neuanfang mitzutragen und die dafür notwendigen, zum Teil schwerfallenden Beschlüsse zu fassen.

Die Notwendigkeit, zunächst 15 Prozent und im nächsten Jahr noch einmal 20 Prozent des Haushaltes für die Aufgaben der Landeskirche einsparen zu müssen, stand allen vor Augen. Die Ernsthaftigkeit, mit der um die richtigen Entscheidungen gerungen wurde, war spürbar. Aber ebenso spürbar war der Wille, diese Entscheidungen gemeinsam zu fällen und gemeinsam zu tragen. Dass damit auch über Arbeitsplätze von Mitarbeitenden entschieden werden musste, war allen bewusst. Die Haushaltskonsolidierung ist angesichts der Zahlen ohne Alternative. Die rheinische Kirche wird sich verändern, aber sie wird Kirche bleiben. Präses Rekowski hat dies in seinem Bericht sehr deutlich gemacht. Nun werden in diesem Jahr wichtige Entscheidungen für die Synode 2015 vorbereitet werden.

Über die Diskussion zu den Finanzen sind leider die inhaltlichen Themen in der Medienberichterstattung zu kurz gekommen. „Niemand nimmt sich gern das Leben – seelsorgerliche Begleitung im Zusammenhang mit Suizid“ gehörte zu den inhaltlichen Themen ebenso wie der Bericht der Projektgruppe „Wirtschaften für das Leben“, der Beschluss zur Erarbeitung einer Klimaschutzkonvention und ein deutliches Wort zur Flüchtlingsproblematik an den EU-Außengrenzen. Auch an diesen Themen konnte man spüren, dass die Synodalen um den Auftrag der Kirche wissen: nämlich das Evangelium von Jesus Christus unter den Bedingungen unserer Zeit zu verkündigen.

Gewählt wurde auch; zwar nicht die Nachfolge der Abteilungsleiterin der Abteilung II, aber der neue Vizepräses, Oberkirchenrat Christoph Pistorius. Wir gratulieren herzlich und wünschen ihm Gottes Segen. Ich verbinde das mit dem Wunsch, dass er uns als Begleiter der Kirchenleitung im Kirchenkreis erhalten bleibt.“

80 Jahre Barmer Theologische Erklärung

Pfarrer Wolfgang Harnisch, Synodalassessor im Kirchenkreis Bonn, berichtet: „Die Aktualität der Barmer Theologischen Erklärung wurde nicht nur in vier Morgenandachten eindrucksvoll deutlich, sondern auch in der Erklärung „Wirtschaften für das Leben“. Gegen die völlige Durchökonomisierung der Welt und gegen die Vorstellung der Eigengesetzlichkeit wirtschaftlichen Handelns nötigt Barmen zu der Frage: Was dient dem Wohl der Menschen und welchen ethischen Bindungen ist unser Handeln unterworfen? Einer Eigengesetzlichkeit muss widersprochen werden. Für unser Wirtschaften in der globalen Welt, auch für Wissenschaft und Forschung, braucht es ethische Orientierung. Das Anliegen wurde von den meisten Synodalen geteilt. Kritische Stimmen erhoben Bedenken wegen des prophetischen Sprachstils. Welche Sprache müssen wir finden, um dialogfähig zu sein mit Wirtschaft und Politik?“

Weitere Bonner Stimmen von der Landessynode 2014 folgen.

Alle aktuellen Infos und viele Hintergründe zur Landessynode 2014: www.ekir.de

 

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Joachim Gerhardt / 16.01.2014



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