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Aus Liebe

„Mein Sohn war tot und er ist wieder lebendig geworden.“ In diesem Satz des Vaters gipfelt die Geschichte „Vom verlorenen Sohn“ in der Bibel. Es ist toll, wenn eine schwierige Familiengeschichte so heilt, dass nach Jahren der Entfremdung und Distanz ein Vater einen solchen Satz sagen kann.

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Gottesdienste

Losung für den 07.08.2020

Der HERR wird Zion wieder trösten. Sacharja 1,17

Aus großer Todesnot hat er uns errettet und wird er uns erretten; auf ihn haben wir unsere Hoffnung gesetzt. 2.Korinther 1,10

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Evangelische Kirche in Bonn und der Region:

Herzliche Einladung zu den Gottesdiensten Gründonnerstag, Karfreitag und Ostern

Ostern ist das Fest der Auferstehung Jesu Christi und der Kern des christlichen Glaubens. Lesen Sie hier die Osterbotschaft des Bonner Superintendenten Eckart Wüster und Hintergründe zu den Gottesdiensten an Gründonnerstag und Karfreitag.

Ostern anschaulich in der Auferstehungskirche auf dem Bonner Venusberg: der "Auferstandene", kunstvolle Skulptur aus einem Mirabellenstamm geschnitzt, mit angefügten Ästen des Baumes zu einer dynamischen Figur gestaltetet (Foto Udo Schwenk-Bressler) LupeOstern anschaulich in der Auferstehungskirche auf dem Bonner Venusberg: der "Auferstandene", kunstvolle Skulptur aus einem Mirabellenstamm geschnitzt, mit angefügten Ästen des Baumes zu einer dynamischen Figur gestaltetet (Foto Udo Schwenk-Bressler)

Alle Kirchengemeinden in Bonn und der Region laden von Gründonnerstag über Karfreitag bis Ostermontag zu festlichen Gottesdiensten ein. Am Gründonnerstag, der Tag in Erinnerung an das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern, werden die Gottesdienste zumeist in den frühen Abendstunden gefeiert. Die Bezeichnung "Grün" für diesen Tag stammt übrigens nicht von der Farbe, sondern leitet sich ab von dem altdeutschen Wort "grien", was so viel wie "weinen" meint. Karfreitag (kara, altdeutsch "Trauer") ist der Tag der Kreuzigung Jesu. Die Abendmahlsgottesdienste sind auch in Bonn und der Region vieler Ortens mit herausragender Kirchenmusik besonders gestaltet. So singt die Kantorei der Lutherkirche in der Bonner Südstadt Auszüge aus der Johannespassion von Johann Sebastian Bach (Lutherkirche, 10.30 Uhr). Die Gemeinde der Lukaskirche in Bonn-Castell freut sich auf eine promimente Gastpredigerin: die Wuppertaler Theologin Sylvia Bukowski (11.00 Uhr Lukaskirche). Sie predigt über Prophetenworte aus dem Buch Jesaja (Kapitel 52 und 53). Ostersonntag, der Tag der Auferstehung Jesu Christi, ist für manche auch ein sehr persönlicher Festtag. Denn immer wieder wählen Menschen bewusst diesen Tag in urchristlicher Tradition als Tauftag für sich oder für ihr Kind.

Pfarrer und Superintendent Eckart Wüster predigt zu Ostern in seiner Gemeinde in Hersel (Foto: Meike Böschemeyer) LupePfarrer und Superintendent Eckart Wüster predigt zu Ostern in seiner Gemeinde in Hersel (Foto: Meike Böschemeyer)

Superintendent Wüster: "Setzt Zeichen des Lebens in einer Welt, die an den Tod glaubt!"

Der Bonner Superintendent Eckart Wüster wirbt in seiner Osterbotschaft für einen neuen "Osterzweifel" gegen die weit verbreitete "Todesgläubigkeit unserer Welt":

"Die Frauen gingen, um das Grab zu sehen. Das war alles, was übrig geblieben war: ein paar verstörte Jünger, verängstigte Christen und zwei, drei Frauen, die die Liebe treibt, am Grab ihres Herrn und Meisters ihren Schmerz auszuweinen. Wie so viele vor ihnen und nach ihnen, wie so viele von uns, die einen lieben Menschen beerdigen mussten. Man nimmt alles nur wie hinter einem Schleier wahr. Man fragt sich, wie es weitergehen soll. Man hat keine Hoffnung mehr. So hoffnungslos, so unendlich traurig beginnt Ostern, so durch und durch resigniert. Wer sich an den ersten Gang an das geschlossene Grab eines lieben Menschen erinnert, der weiß, wie den Frauen zumute war am Ostermorgen. In dieser Stimmung, in dieser Fassungslosigkeit beginnt das, was in großer Freude endet: „Fürchtet euch nicht! Er ist nicht hier, er ist auferstanden!“

Was wir heute brauchen, ist ein Zweifel. Wir brauchen einen Osterzweifel. Wir brauchen Zweifel an der Todesgläubigkeit dieser Welt. Wir brauchen Zweifel daran, dass die Todesmächte, die auf unserer Erde herrschen, das letzte Wort haben. Wir brauchen Zweifel daran, dass unser Leben hoffnungslos, dass der Lauf dieser Welt nicht zu ändern sei. Ein Zweifel muss her an der Meinung, dass Gott unbekannt und fern sei, dass die Lüge über die Wahrheit triumphiert. Ein fröhlicher Zweifel – nicht, weil wir unverbesserliche Optimisten sind und immer das Beste für unser Leben hoffen. Ein Zweifel muss uns ergreifen, der darin begründet ist, dass Gott sich zu Jesus bekannt hat und ihn nicht im Tode gelassen hat.

Bei den Frauen beginnt Ostern damit, dass sie sich der Wirklichkeit stellen. Anders als die Jünger, anders als die Männer gehen sie zum Grab. Die Frauen stellen sich dem furchtbaren Geschehen. Sie sind nicht so feige, wie die Männer. Sie geben ihrer Trauer Raum. Sie scheuen die Begegnung mit dem Tod nicht. Wohl nur der wird Ostern erfahren, der sich dieser Erfahrung auszusetzen bereit ist. Nur wer die Verzweiflung gespürt hat, wird ermessen können, welche Kraft Hoffnung freisetzen kann. Dort, wo es besonders dunkel und finster ist im Leben der Frauen, gerade dort scheint das helle Licht des Ostermorgens.

Und deshalb sind Zweifel angebracht an dem Irrglauben, als sei letztlich alles ganz sinnlos und wir eigentlich ziemlich alleingelassen. Dann kann unser Blick geweitet werden für die Möglichkeiten, die es in unserem Leben geben könnte.

Das Zeugnis der Frauen am Ostermorgen fordert uns heraus: Wagt den Glauben an das Leben Gottes. Seid mutig genug, der Botschaft zu trauen. Lasst euch zurückschicken in euren Alltag und setzt Zeichen des Lebens in einer Welt, die an den Tod glaubt."

Superintendent Eckart Wüster feiert in seiner Gemeinde in Hersel die Gottesdienste am Karfreitag und Ostersonntag jeweils um 11.00 Uhr sowie die Osternacht am 20. April um 6.00 Uhr in der Dreieinigskeitskirche (Mertensgasse 17, Bornheim-Hersel).

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Joachim Gerhardt / 16.4.2014



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