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„Mein Sohn war tot und er ist wieder lebendig geworden.“ In diesem Satz des Vaters gipfelt die Geschichte „Vom verlorenen Sohn“ in der Bibel. Es ist toll, wenn eine schwierige Familiengeschichte so heilt, dass nach Jahren der Entfremdung und Distanz ein Vater einen solchen Satz sagen kann.

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Kirche auf Radio Bonn/ Rhein- Sieg

Befreiung Auschwitz vor 70 Jahren

Anlässlich der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau vor 70 Jahren ist Pfarrer Joachim Gerhardt im Gespräch mit Pastor Matthias Schreiber, dem Vorsitzenden der Stiftung "Erinnern ermöglichen". Hören und lesen Sie selbst.

Sonntagmorgen um 8.00 Uhr: "Himmel und Erde", das Magazin der Kirchen auf den Lokalradios NRW Sonntagmorgen um 8.00 Uhr: "Himmel und Erde", das Magazin der Kirchen auf den Lokalradios NRW

Anmoderation: Am kommenden Dienstag, am 27. Januar vor 70 Jahre wurde das Konzentrationslager Auschwitz von sowjetischen Soldaten befreit. Die planmäßige Vernichtung von Menschen, der Holocaust – in Auschwitz sind eine Millionen Juden ermordet worden – ist das vielleicht dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte. Manche mögen sie gerne abhaken oder am besten vergessen. Nicht so die Stiftung „Erinnern ermöglichen“, die jetzt seit fünf Jahren Schülerinnen und Schüler aus NRW unterstützt, damit sie nach Auschwitz fahren können.

Matthias Schreiber: Wenn man sehen will, wenn die Menschenwürde verletzt wird, wenn die Demokratie zusammenbricht dann kann man in Auschwitz, an diesem Friedhof, in diesen Baracken sehen, wie Menschen mit Menschen umgehen.

Joachim Gerhardt: sagt der Pastor Matthias Schreiber. Er ist Vorsitzender der Stiftung „Erinnern ermöglichen“. Und es ist das Ziel dieser Stiftung, dass jeder Schüler einmal in seiner Schulzeit an diesem denkwürdigen Ort gewesen ist.

Schüler am Ausgang des KZs Auschwitz-Birkenau (Foto: Joachim Gerhardt) LupeSchüler am Ausgang des KZs Auschwitz-Birkenau (Foto: Joachim Gerhardt)

Schreiber: Wir haben uns entschieden, das Engagement auf Auschwitz zu konzentrieren, weil wir glauben, dass dieser Name Auschwitz zum Gedächtnis der Menschheit gehört. Wir arbeiten aus Nordrhein-Westfalen heraus und haben anders als andere Bundesländer keine Konzentrationslager wie Sachsenhausen, Oranienburg, Dachau, Bergen-Belsen. Und von daher haben wir gesagt, gehen wir zu diesem symbolisch gewordenen Ort.

Gerhardt: Eine Studienreise nach Auschwitz im heutigen Polen ist eine Fahrt in die deutsche Geschichte. Für die Jugendlichen ist das die Geschichte ihrer Großeltern, drei Generationen her. Aber für Matthias Schreiber hat Auschwitz ganz viel mit Heute zu tun.

Schreiber: Ddas jungen Menschen zu zeigen, dass Demokratie nicht vom Himmel fällt, dass sie uns nicht geschenkt ist, sondern nur geliehen, dass wir etwas tun müssen, um diese Demokratie auch in die nächste Generation zu ziehen, das ist die Ziel unserer Stiftungsarbeit.

Gerhardt: Die Stiftung hilft bei der Planung, gibt Tipps für Übernachtungen und deutschsprachige Ansprechpartner vor Ort und je nach Bedarf Unterstützung bei der Finanzierung. Inzwischen fahren im Schnitt zwei bis drei Schulklassen pro Woche mit der Stiftung nach Auschwitz.

 

Betroffen über das, was damals geschah. Schüler-Studienreise in Auschwitz-Birkenau (Foto: Joachim Gerhardt) LupeBetroffen über das, was damals geschah. Schüler-Studienreise in Auschwitz-Birkenau (Foto: Joachim Gerhardt)

Schreiber: Ich glaube, dass die jungen Menschen mitnehmen die Erinnerung an einen Ort, der ihnen sehr deutlich macht, wie fragil unser Zusammenleben ist. Einige sagen, wir werden unser Leben danach ausrichten, dass wir die Menschenrechte achten, andere werden sagen, dass ist ja nicht nur ein deutsches Problem, und vielen gelingt es auch, das in Verbindung zu bringen mit Krisenherden unserer Zeit. Man denke nur, was vor einigen Wochen in Paris geschehen ist. Und das ist bewundernswert, wie stark junge Menschen da in die Auseinandersetzung einsteigen.

Gerhardt: Zum 70. Jahrestag am kommenden Dienstag ist die Stiftung „Erinnern ermöglichen“ übrigens auch wieder vor Ort in Auschwitz, dieses Mal mit einer Gruppe von jüdischen Jugendlichen.
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Beitrag vom 25. Januar 2015 in der Sendung "Himmel & Erde", dem Magazin der Kirchen immer sonntags von 8 bis 9 Uhr auf Radio NRW / Redaktion: Manfred Rütten / Alle Infos und vieles mehr auch zum Nachhören auf der Webseite der Sendung: http://hue.ekir.de

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Johanna Nolte / 23.01.2015



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